Veröffentlicht am 2016-01-24 In Franziskus - Botschaft, Im solidarischen Buendnis mit Franziskus

Wie für uns gesagt: Franziskus über – Erziehung

FRANZISKUS WOCHE FÜR WOCHE (1) •

Die Botschaft „wie für uns gesagt“ dieser Woche haben wir aus einer Videobotschaft an die Teilnehmer des XXIV. Interamerikanischen Kongresses katholischer Erziehung in Brasilien entnommen; der Kongress fand vom 13. – 15. Januar in Sao Paulo statt.

Lesen, hören wir in dieser Woche die Botschaft an die Lehrer und Erzieher in Brasilien wie für uns gesagt, für uns als eine Bewegung, die sich selbst oft von der Pädagogik her definiert, von einer Berufung zur Erziehung, und konkret als eine Bewegung, zu deren Projekten mehr Schulen, Kindergärten, Akademien und Universitäten zählen als alle anderen missionarischen, sozialen, pastoralen Projekte zusammen, eine Bewegung zudem, die in ihren zahlreichen sozialen Projekten für Kinder und Jugendliche die Erziehung betont.

Ich danke Ihnen für das, was Sie für die Erziehung tun, das ist wahrscheinlich eine der größten Herausforderungen.

Sie wissen, dass die Erziehung in einer Welt, in der der Mittelpunkt der Weltorganisation nicht der Mensch ist, sondern die Angst, und dass in einer solchen Welt die Erziehung immer elitärer und, ich möchte fast sagen, immer nominalistischer wird in dem Sinne, dass es um die Vermittlung von Kenntnissen geht, wodurch aber nicht der ganze Mensch erreicht wird, denn die Person muss, um sich als Person zu erleben, fühlen, denken und tun.

Diese drei Sprachen sind so einfach: die Sprache des Geistes, des Herzens und der Hände.“

Lesen wir diese Botschaft nach der Methode, die wir von Pater Kentenich kennen:

Was sagt Papst Franziskus mir, was sagt er uns, uns als Schule, Akademie, Universität?

Was antworte ich mir selbst darauf?

Was antworte ich Papst Franziskus im solidarischen Bündnis, welche Antwort gebe ich in der Sprache des Geistes, des Herzens und der Hände?

Herzliche Einladung dazu, denn wir sind überzeugt, dass Gott durch Papst Franziskus zu uns spricht.

Herzliche Einladung zum Dialog mit Papst Franziskus, zu einem Dialog, der Begegnung schafft, Kultur der Begegnung, Bündniskultur.

Mit großer Freude öffnen wir diesen Raum auch für den Dialog untereinander und bitten darum, Ihre Antworten als Kommentare unter diesen Artikel zu setzen und denen, die dort ihre Antworten geben, wiederum zu antworten.

Text der Videobotschaft (eigene Übersetzung)

Ich möchte den Dozenten und Lehrern Amerikas, die auf Einladung der Interamerikanischen Föderation Katholischer Erziehung in diesem wunderbaren Land Brasilien versammelt sind, meinen Gruß entrichten. Ich danke Ihnen für das, was Sie für die Erziehung tun, das ist wahrscheinlich eine der größten Herausforderungen. Sie wissen, dass der Erziehungsvertrag zerbrochen ist. Sie wissen, dass die Erziehung in einer Welt, in der der Mittelpunkt der Weltorganisation nicht der Mensch ist, sondern die Angst, und dass in einer solchen Welt die Erziehung immer elitärer und, ich möchte fast sagen, immer nominalistischer wird in dem Sinne, dass es um die Vermittlung von Kenntnissen geht, wodurch aber nicht der ganze Mensch erreicht wird, denn die Person muss, um sich als Person zu erleben, fühlen, denken und tun.

In diesem Moment ist Ihre Arbeit sehr groß. Und ich weiß schon, die Lehrer und Erzieher sind es, die im Allgemeinen das größte Unrecht erleiden, denn sie sind sehr schlecht bezahlt, das heißt, es ist nicht im Bewusstsein, was ein Lehrer, ein Erzieher an Gutem tun kann. Man muss den Erziehungsplan öffnen auf die Kultur der Begegnung, dass die Kinder und Jugendlichen einander begegnen, gemeinsam empfinden und arbeiten lernen, egal aus welcher Religion, Ethnie oder Kultur sie kommen, gemeinsam für die Menschheit! Das ist Kultur der Begegnung:

Foto: Josef-Kentenich-Schule, Kempten, Deutschland

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