Rosario en los santuarios

Veröffentlicht am 2021-05-02 In Franziskus - Initiativen und Gesten, Kirche - Franziskus - Bewegungen

Wie zu Kana trete bei deinem göttlichen Sohn für uns ein…

PAPST FRANZISKUS – MAI IN 30 HEILIGTÜMERN •

An diesem Samstag, dem 1. Mai, stand Papst Franziskus dem Rosenkranzgebet zur Eröffnung des angekündigten Gebetsmarathons für das Ende der Pandemie vor, der sich an jedem Tag des Monats Mai über die Heiligtümern der Welt erstrecken wird, als ein „Rosenkranz ohne Grenzen“, wie Alessandro De Carolis von Vatican Media ihn nennt. —

„Vom „W“ von Walsingham bis zum „P“ von Pompeji. Es ist das Alphabet des Rosenkranzes, das Alpha und Omega des planetarischen Marienmarathons, der heute (1. Mai) beginnt und zu dem Papst Franziskus aufgerufen hat, um das Ende der Pandemie zu erflehen. Eine Kette des Glaubens und der Hingabe, symbolisiert durch den Rosenkranz, der jeden Tag um 18.00 Uhr römischer Zeit in 30 Heiligtümern auf 5 Kontinenten gebetet werden wird“, sagt Alessandro De Carolis. „Letztes Jahr waren es die Heiligtümer der Welt, die sich am Nachmittag des 30. Mai mit Rom verbunden haben, um mit dem Papst vor der Lourdesgrotte in den Vatikanischen Gärten den Rosenkranz zu beten. In diesem Jahr wird das Gebet vielstimmig sein, mit den unterschiedlichsten Sprachen und Akzenten – von Südkorea bis Brasilien, von Sydney bis Washington, vorbei an einigen der berühmtesten Heiligtümer, Fatima, Tschenstochau, Loreto.“

Symbolisch für eine Kirche, die dezentralisiert, synodal, vielfältig und in dem vereint ist, was sie zur Kirche macht: Jesus und der selbstlose Dienst am Leben der anderen. Wie in Kana.

Das Gebet fand um 18 Uhr (römische Zeit) vor Hunderten von Menschen in der Gregorianischen Kapelle des Petersdoms statt und wurde per Livestream von Tausenden von Menschen in aller Welt begleitet.

Der Heilige Vater sprach vor der Ikone Unserer Lieben Frau von der Immerwährenden Hilfe einige einleitende Worte: „Zu Beginn des Monats, der der Gottesmutter gewidmet ist, vereinen wir uns im Gebet mit allen Heiligtümern in der ganzen Welt, mit den Gläubigen und mit allen Menschen guten Willens, um die ganze Menschheit, die durch diese Zeit der Pandemie schwer geprüft wird, in die Hände unserer heiligen Mutter anzuvertrauen“.

„Jeden Tag in diesem Monat Mai werden wir dir, Mutter der Barmherzigkeit, die vielen Menschen anvertrauen, die von dem Virus berührt wurden und die weiterhin unter den Folgen leiden“, bekräftigte er.

Ein ganz besonderer Moment war, als der Papst die Rosenkränze segnete, die zu den 30 Marienheiligtümern in aller Welt geschickt werden, die am Gebetsmarathon teilnehmen werden.

Manchmal fragen wir uns, wie wir denn wirklich die Hand am Puls der Zeit haben können. Die Hand genau dort zu haben, dazu verpflichtet uns das Liebesbündnis; die Hand genau da zu haben, bewahrt uns vor der Versuchung, vor der realen Welt zu fliehen und die Apostolische Schönstatt-Bewegung auf einen „Selbstheiligungsclub“ auf einer „Insel der Seligen“ zu reduzieren, wie Pater Kentenich es so oft angeprangert hat. Papst Franziskus zeigt uns mit seiner Initiative und seinem sehr realen und konkreten Gebet, wie es gehen kann. Es reicht ein Blick auf das Gebet am Ende der Rosenkranzzeit.

rosario santuarios

Gebet von Papst Franziskus um das Ende der Pandemie

»Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir, o heilige Gottesmutter.“

In dieser dramatischen Situation voll von Leiden und Ängsten, welche die ganze Welt bedrücken, wenden wir uns an dich, o Mutter Gottes und unsere Mutter, und suchen Zuflucht unter deinem Schutz und Schirm.

O Jungfrau Maria, in dieser Pandemie des Coronavirus wende deine barmherzigen Augen uns zu und tröste alle, die um ihre verstorbenen Angehörigen trauern und weinen, die zuweilen in einer die Seele verletzenden Weise beerdigt wurden. Stütze alle, die sich um die Kranken ängstigen, denen sie wegen der Ansteckungsgefahr nicht nahe sein können. Schenke Zuversicht denen, die wegen der ungewissen Zukunft und der Auswirkungen auf Wirtschaft und Arbeit in Sorge sind.

Mutter Gottes und unsere Mutter, erflehe für uns bei Gott, dem barmherzigen Vater, dass diese harte Prüfung ein Ende habe und am Horizont wieder Hoffnung und Friede erscheine. Wie zu Kana trete bei deinem göttlichen Sohn für uns ein, dass die Familien der Kranken und der Verstorbenen getröstet werden und sie im Herzen wieder Vertrauen fassen können.

Beschütze die Ärzte, die Krankenschwestern und –pfleger, die im Gesundheitswesen Tätigen und die Freiwilligen, die in dieser Notsituation an vorderster Front kämpfen und ihr Leben riskieren, um das anderer zu retten. Begleite ihr heroisches Bemühen und gib ihnen Kraft, Güte und Gesundheit.

Sei du bei denen, die Tag und Nacht die Kranken pflegen, und hilf den Priestern, die mit seelsorgerischem Eifer und einem dem Evangelium entsprechenden Einsatz versuchen, allen zu helfen und eine Stütze zu sein.

Heilige Jungfrau Maria, erleuchte den Verstand der Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, auf dass sie geeignete Lösungen zur Bekämpfung des Virus finden.

Stehe den Verantwortlichen der Nationen bei, dass sie Weisheit, Fürsorge und Großmut walten lassen und mit Weitblick und im Geist der Solidarität durch soziale und wirtschaftliche Programme all denen zur Hilfe kommen, denen das Nötige zum Leben fehlt.

Heilige Maria, rühre die Gewissen an, damit die Unsummen für die Vermehrung immer ausgeklügelterer Waffensysteme vielmehr einer angemessenen Forschung zur künftigen Vermeidung ähnlicher Katastrophen zugutekommen.

O geliebte Mutter, lass in der Welt das Zugehörigkeitsgefühl zu der einen großen Familie wachsen im Bewusstsein des Bandes, das uns alle eint, damit wir in geschwisterlichem und solidarischem Geiste der vielfachen Armut und den Situationen des Elends Abhilfe leisten. Stärke uns, damit wir feststehen im Glauben, Ausdauer haben im Dienen und beharrlich sind im Beten.

O Maria, Trösterin der Betrübten, nimm deine geplagten Kinder in den Arm und erwirke bei Gott, dass er in seiner Allmacht eingreife, um uns von dieser schrecklichen Epidemie zu befreien, damit das Leben unbeschwert wieder seinen normalen Gang aufnehmen kann.

Dir vertrauen wir uns an, die du auf unserem Weg als Zeichen des Heils und der Hoffnung erstrahlst. O gütige, o milde, o süße Jungfrau Maria. Amen.

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Original: Spanisch, 02.05.2021. Übersetzung: Maria Fischer @schoenstatt.org; Gebet nach der Arbeitsübersetzung von Vatican Media Deutsch

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