Madre, ven

Veröffentlicht am 2021-05-22 In Dilexit ecclesiam, Kirche - Franziskus - Bewegungen

„Madre, ven“: Maria auf den Straßen Spaniens

SPANIEN, María Fischer •

„Mutter, komm! Es ist eine Ehre, das Marienbild, das aus Ephesus pilgert, in unserer Diözese zu empfangen…“, twitterte Bischof José Ignacio Munilla von San Sebastián in Spanien, zum Besuch des Marienbildes, das seit dem 1. Mai durch Spanien pilgert. Ambrosio Arizu, Mitglied des Apostolischen Familienbundes, begleitet zusammen mit seiner Frau die gesamte Wallfahrt in einem Wohnmobil. Sein Tagebuch muss ein wahrer Schatz sein.

„In jeder Diözese haben wir einen Leiter, der dafür verantwortlich ist, die Etappe zu organisieren, die Initiative zu verbreiten und die Schichten zum Tragen der Gottesmutter einzurichten“, erklärte Ambrosio Arizu in einem Interview mit der Wochenzeitschrift „Alfa y Omega“,nach Beendigung der Etappe Tudela-Valtierra. „Der Empfang in jedem einzelnen der Orte, durch die wir gegangen sind, war unglaublich. Die Menschen kommen auf die Straße, um die Muttergottes vorbeiziehen zu sehen, sie streuen Blumen und singen“, sagte er.

Madre, ven – schon fast ein identitätsstiftendes Narrativ in Spanien 2021

Madre, venHunderte von Videos, Posts in den sozialen Netzwerken von Diözesen, Bischöfen und Laien, mehrere Artikel in Zeitungen, Fernseh- und Radiointerviews erzählen die Geschichte dieser Wallfahrt in Geschichten aus ganz unterschiedlichen Perspektiven.

Christian Illies, Professor für Philosophie an der Universität Bamberg, wies in einem aktuellen Beitrag zur Entwicklung von Städten hin auf das, was den Menschen ausmache. Dieser finde durch Narrative, das Erzählen, zueinander, auch bei der Stadtplanung ein wichtiger Aspekt. Plätze und Kirchen etwa seien wichtig, weil der Austausch zum Menschen gehöre.

„Leitbauwerke sind wichtig für ästhetische Erfahrungen“, das habe etwa die Hamburger Elbphilharmonie gezeigt, die anfänglich nur wegen der Kosten im Gespräch gewesen sei. Jetzt aber löse sie Begeisterung aus, und die Hamburger seien stolz darauf. Die Elbphilharmonie sei ein „Identifikationsangebot“.

Offensichtlich hat in diesen hektischen Zeiten eine Fußwallfahrt, die die Straßen berührt, die wir jeden Tag gehen, mit einem mütterlichen Bild, Abbild einer realen Mütterlichkeit, das Potenzial, zu einem identifizierenden Narrativ zu werden, so wie die der emblematischen Orte, durch die die Pilger von „Madre, ven“ gegangen sind und gehen werden, wie Loyola, Santo Toribio de Liébana, das Heiligtum von Covadonga und Santiago de Compostela. Dort werden die Fußpilger mit dem Bild der Gottesmutter am 25. Juli ankommen, ein besonderer Moment für diese Initiative, die an den Besuch der Jungfrau Maria beim Apostel Jakobus zu Beginn des Christentums erinnern soll, um ihn in der Aufgabe der Evangelisierung zu ermutigen.

 

 

Mitwirkung: P. José María García Sepúlveda

Original: Spanisch, 22.05.2021. Übersetzung: Maria Fischer @schoenstatt.org

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