La Plata Covid

Veröffentlicht am 2021-04-25 In Kirche - Franziskus - Bewegungen, Themen - Meinungen

Aber da es einige Leute gibt, die sich von keinem Argument überzeugen lassen…

IN ZEITEN DER PANDEMIE, Maria Fischer •

„Aber da es einige Leute gibt, die sich von keinem Argument überzeugen lassen…“. Erzbischof Victor Manuel Fernandez von La Plata scheint nicht nur über einige und zu den Gläubigen seiner Erzdiözese zu sprechen, sondern zu uns allen, die wir in diesen Zeiten der Pandemie müde sind, gegen die Epidemie auf der einen Seite und mit den Menschen, die alle Maßnahmen in Frage stellen, zu kämpfen, nach mehr als einem Jahr des zeitweiligen Verzichts auf Präsenz-Gottesdienste, auf Prozessionen, auf alles, was wir lieben und immer tun und jetzt vermissen, aber nicht einfordern wollen und sollen angesichts der Toten, der Kranken, des Gesundheitspersonal, das am Limit arbeitet, und so vieler Opfer des Verzichts auf Reisen, Besuche, Treffen, Studien, Hochzeiten, Begegnungen … —

Erzbischof Victor Manuel Fernandez von La Plata hat 6 Punkte verbreitet, die es verdienen, meditiert, geteilt, als Argument genutzt und diskutiert zu werden:

Unter Berücksichtigung einiger extremer Vorschläge von Laien, die von einigen Priestern fehlgeleitet werden, gebe ich Ihnen die folgenden Überlegungen an die Hand:

    • Abgesehen davon, dass man damit einverstanden sein kann oder nicht, haben die Behörden das Recht, Beschränkungen für das Gemeinwohl festzulegen, insbesondere wenn ernsthafte Risiken für die Gesundheit der Bevölkerung bestehen. In diesem Fall haben wir es mit einem extrem ansteckenden Virus zu tun, das bei gesunden Menschen in der Regel nicht tödlich ist, aber sehr wohl bei Risikopersonen.
    • Liturgische Handlungen haben für uns die Formalität von gottesdienstlichen Handlungen, aber in ihrer Materialität sind sie Ansammlungen von Menschen, die der Ansteckung ausgesetzt sind und andere anstecken können. Die Regierung betrachtet diese Materialität, die eine Ansteckungsgefahr impliziert, und kann von diesem Standpunkt aus, auf der Suche nach dem Gemeinwohl, Einschränkungen festlegen.
    • Manche Laien sagen, sie seien zum Martyrium bereit, um die Messe nicht zu versäumen, aber sie vergessen, dass Christus selbst gesagt hat: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen“. Und er sagte dies, als er versucht wurde, sich von der Zinne des Tempels zu stürzen, weil der Teufel ihm versicherte, dass Gott ihn unterstützen würde (lesen Sie Lukas 4,9-12). Sich rücksichtslos der Ansteckung auszusetzen oder andere anzustecken und dabei zu behaupten, dass Gott uns schon bewahren wird, ist eine Versuchung Gottes, kein Heldentum. Gott macht nicht das wett, was wir mit einigermaßen Vernunft vermeiden können.
    • Aber da es einige Leute gibt, die von keinem Argument überzeugt sind, muss ich Sie daran erinnern, dass in sakramentalen Disziplinarangelegenheiten, die Gegenstand unterschiedlicher Meinungen sein können, es die religiöse Autorität ist, die entscheidet, welcher Disziplin unter bestimmten Umständen zu folgen ist. Der Heilige Vater hat uns gebeten, uns an die Entscheidungen der Behörden zu halten, wenn es um die Verhinderung von Ansteckungen geht, und er hat dies selbst in seiner Diözese Rom getan, indem er von zivilem Ungehorsam abriet.
    • Aber darüber hinaus kann der Ortsbischof, der in seiner eigenen Diözese direkte Macht und Jurisdiktion hat, entscheiden, was er unter den Umständen seiner Ortskirche für das Beste hält. Und unter den gegenwärtigen Umständen, in denen La Plata, Berisso und Ensenada die Inzidenzzahlen nicht nur auf Provinz-, sondern auch auf nationaler Ebene anführen, ist meine Entscheidung, mich an die von den Behörden festgelegten Grenzen zu halten und alle Gläubigen wieder vom Sonntagsgebot zu befreien, auch wenn sie nicht zu den gefährdeten Gruppen gehören.

In jedem Fall bleiben alle anderen Gesundheitsmaßnahmen, zu deren Einhaltung wir uns bereits verpflichtet haben (Verwendung eines Mund-Nasenschutzes in der Kirche, Kürze der Feiern, Lüftung während und nach jeder Feier usw.), bestehen. Ich bitte Sie eindringlich, dies mit größerem Engagement zu tun, wegen der gegenwärtigen Gefahr der Überlastung des Gesundheitswesens und der Erschöpfung des Krankenhauspersonals, aber auch wegen der Tatsache, dass vielen Gläubigen die Teilnahme an der Messe verwehrt ist, weil es in einigen Kirchen an Umsicht fehlt.

Wir danken Ihnen für diese Bemühungen. Ich verstehe die damit verbundenen Unannehmlichkeiten, aber dies ist keine normale Zeit und das Gemeinwohl verlangt größere Opfer als in normalen Zeiten.

Víctor Manuel Fernández

Erzbischof von La Plata, Buenos Aires, Argentinien

Original: Spanisch, 24.04.2021. Übersetzung: Maria Fischer @schoenstatt.org

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