Veröffentlicht am 2020-04-08 In Kirche - Franziskus - Bewegungen

„Stark in der Bedrängnis“: ein digitales Angebot für Ostern und darüber hinaus

KIRCHE IM HERAUSGEHEN IN ZEITEN VON CORONAVIRUS, Redaktion schoenstatt.org •

„Dieses Dokument ist ein Juwel. Ich habe es gelesen, schnell, diagonal. Mit etwas mehr Ruhe las ich die Gebete am Anfang. Dann der Rat für diese seltene Karwoche, die wir leben müssen. Ich bin noch nicht bei den Worten des Papstes im dritten Teil angelangt. Die Tatsache, dass ein solches Dokument veröffentlicht wird, zeigt, dass wir in schwierigen Zeiten leben, dass sie nicht so schnell vorübergehen werden, wie wir es uns wünschen“, sagt Paz Leiva aus Madrid, nachdem sie einen „verborgenen Schatz“ erhalten hat, der am 30. März vom Dikasterium für Kommunikation des Vatikans in Zusammenarbeit mit der Librería Editora Vaticana (LEV) angeboten wurde. —

„Eine kleine Hilfe, um die Nähe und Zärtlichkeit Gottes in dieser Zeit des Schmerzes, des Leidens, der Einsamkeit und der Angst erkennen zu können.“ So die Präsentation von „Stark in der Bedrängnis“, dem von der Kommunikationsabteilung des Heiligen Stuhls konzipierten Buch, das seit dem 30. März kostenlos auf der Website des Vatikanverlags in italienischer und spanischer Sprache und seit heute auch in Französisch verfügbar ist. Englische und portugiesische Ausgaben wurden bereits angekündigt.

Es kann mehrmals heruntergeladen werden, da es alle paar Tage aktualisiert wird. Die Publikationsinitiative zielt darauf ab, den Gemeinschaftssinn am Leben zu erhalten, der durch den aktuellen Gesundheitsnotstand so stark auf die Probe gestellt wurde.

„Ein echtes Geschenk! Das wird uns helfen, zu verarbeiten, zu meditieren und uns in dieser Zeit auch einfach zu unterstützen! Danke, Pater José María, dass Sie das in das Team von schoenstatt.org geschickt haben! Schade, dass mein Spanisch dazu nicht reicht, ich würde es liebend gern sofort ins Portugiesische übersetzen“, so Melissa Rossati aus Caieras, Brasilien. „Es ist wirklich ein wunderbarer Inhalt“.

Juan Vicente Ramirez aus Ciudad del Este, Paraguay, leitete den Link sofort nach Erhalt weiter: „Der Inhalt ist sehr reichhaltig, klar in der Sprache, leicht zu verstehen!  Habe es bereits in meinen Gruppen geteilt. Sie waren außerordentlich dankabr. Ich habe etwa 250 Personen, denen ich jede Woche Material zur Verfügung stelle“.

Diana Hernandez, aus Bahia Blanca, Argentinien: „Ein Schatz. Was für eine seltsame Zeit! Nicht zur Messe gehen zu können, aber gleichzeitig Anbetung, Lobpreis, Rosenkränze und Live-Messen zu haben. Ich arbeite, aber ich versuche, all diese Momente zu nutzen, die uns das Internet bietet. Es ist unglaublich, wie der Herr es ’schafft‘, dass wir ihn anschauen. Daneben schreibe ich an so viele Menschen: Hallo! Wie geht es Ihnen? Trotz der Angst, der Schwierigkeiten, oder vielleicht dank ihnen, werden wir reicher an Freundschaft, Zuneigung, Geduld, Kreativität.“

Hoffnung

„Auf der Titelseite befindet sich ein Bild des Erzengels Michael, der die Kirche vor dem Bösen schützt und uns in dieser schwierigen Prüfung unterstützt, damit dieses Böse nicht unser Vertrauen in den Vater und die Solidarität unter uns beschädigt, sondern damit es eine Gelegenheit wird, das wirklich Wesentliche in unserem Leben zu erkennen und die Liebe Gottes unter uns allen zu teilen, besonders mit denen, die sie heute am meisten brauchen“, schreibt Dr. Andrea Tornielli, italienischer Journalist und seit Dezember 2018 redaktioneller Leiter des Dikasteriums für Kommunikation.

Im ersten Abschnitt versammelt das Buch Gebete, Riten, Segenswünsche und Fürbitten für schwierige Momente, die der christlichen Tradition entnommen sind. Es gibt zum Beispiel Anrufungen für die Kranken, für die Befreiung vom Bösen, für das Vertrauen auf das Wirken des Heiligen Geistes. Diese Gebete kommen aus verschiedenen Kirchen auf der ganzen Welt, aber auch aus verschiedenen historischen Epochen.

Der zweite Teil stützt sich auf die Hinweise der kirchlichen Autoritäten, die Sakramente in einer Zeit weiter zu leben, in der Feiern „ohne Beteiligung des Volkes“ zu einer Konstante geworden sind. Die Meditationen behandeln das Thema der geistlichen Kommunion und erklären, wie man trotz der Unmöglichkeit der Beichte die Vergebung der Sünden erlangen kann.

In der Mitte des dritten Abschnitts schließlich stehen die Worte von Franziskus über die Pandemie. Eine Sammlung, die am 9. März beginnt und eine Zusammenstellung aller Äußerungen von Papst Franziskus darstellt, wahrhaftig mit der Hand am Puls der Zeit und dem Ohr am Herzen Gottes. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um die Predigten der Morgenmesse in der Casa Santa Marta, sowie um den Angelus und die verschiedenen außerordentlichen Interventionen, die der Papst zu diesem Thema gemacht hat und machen wird.

Ein besonderer Schatz ist die vollständige Liturgie mit allen Gebeten und Litaneien des außergewöhnlichen Moments des Gebets im Atrium des Petersdoms am 27. März.

Ein dynamisches Instrument, wie es das digitale Zeitalter erlaubt und verlangt

„Dieses Buch, das das Dikasterium für Kommunikation des Heiligen Stuhls vorbereiten und allen zur Verfügung stellen wollte, hat ein grundlegendes Merkmal: es wird ständig aktualisiert, im Lichte der neuen Interventionen des Papstes und der „Wiederentdeckung“ anderer Schätze unserer kirchlichen Tradition. Das Buch wird daher als PDF auf der Website der Libreria Editrice Vaticana veröffentlicht und zum kostenlosen Download zur Verfügung stehen. Bitte beachten Sie, dass es mehrmals wöchentlich aktualisiert wird und dass die neue aktualisierte Version mit neuen Texten wieder zum Download zur Verfügung stehen wird“, heißt es in der von Andrea Tornielli verfassten Einführung.

Eine Dynamik, die auch auf viele Priester, Ordensleute und Laien zutrifft, die im Umgang mit den Medien viel Erfindungsreichtum zeigen. Mit der Schließung heiliger Stätten wegen der Ansteckungsgefahr sind die Bildschirme, die unser Leben bevölkern, zu den Schaltstellen verschiedener Gebetsinitiativen geworden.

Der Papst entschied sich von Anfang an dafür, die Live-Messe in Santa Marta zu übertragen, um den Menschen ein Wort der Hoffnung zu bringen. Mit diesem Termin wollte er sich in die Nähe von jedermanns Wohnungen, Smartphones und Computern begeben. Es ist überraschend, dass jeden Morgen um 7 Uhr eine wachsende Zahl von Menschen auf ihn wartet. „Der Glaube“, schreibt Andrea Tornielli in der Einleitung, „hebt den Schmerz nicht auf, hebt das Leiden nicht auf und beseitigt nicht automatisch die Qual. Aber es hilft, Hoffnung zu haben“.

Hier zum Herunterladen in Spanisch, Englisch und Französisch. Demnächst auch in Englisch und Portugieisisch.

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