Veröffentlicht am 24. Februar 2020 In Dilexit ecclesiam, Kirche - Franziskus - Bewegungen

Erste Eindrücke vom Nationalkongress der Laien „Volk Gottes im Herausgehen“

SPANIEN, María Paz Leiva •

In der Anmeldeschlange fragte ich einen Teilnehmer: „Warum haben Sie sich für den Kongress angemeldet? – Er antwortete mir: „Weil ich ein engagierter Christ bin, weil ich Kirche bin.“—

Der Kongress wollte von Anfang an ein erneuertes Pfingsten sein. Das wurde sehr schön dargestellt: eine Gruppe von Menschen aller Altersgruppen kam auf die Bühne, gekleidet wie die Juden im Coenaculum. Oben angekommen, zogen sie ihre Kleider aus und bekamen ihr Aussehen des 21. Jahrhunderts. Alle unterschiedlich, verschieden, vielfältig… flehten sie um den Heiligen Geist für diesen Kongress, für unsere Zeit.

Am Ende des großen Versammlungsraums bildeten einige Stellwände als Kapelle. Das Allerheiligste war jederzeit ausgesetzt und immer von Teilnehmern und Nichtteilnehmern begleitet, die „einmütig“ beteten.

Von den Bildschirmen aus wurden wir eingeladen: „Geht hinaus und seid Licht!“

Das Motto des Kongresses wurde von „der Freude des Evangeliums“ übernommen, wo der Heilige Vater sagt, dass wir „das Volk Gottes auf dem Weg nach draußen“ sind.

Der Apostolische Nuntius verlas die Botschaft von Papst Franziskus für den Kongress. „In Übereinstimmung mit der empfangenen Gabe leben… Wir sind nicht nur irgendeine Gruppierung, sondern die Familie Gottes“. Das Volk Gottes „ist aufgerufen, seine Annehmlichkeiten hinter sich zu lassen und den Schritt auf den anderen zu tun, indem es versucht, einen Grund für seine Hoffnung zu geben…“ Klingt das bekannt? Ich denke schon: „Wacht auf und weckt einander!“

Und Papst Franziskus fährt fort: „Es ist Zeit für Sie, Männer und Frauen, die sich in der Welt der Kultur, Politik und Industrie engagieren…“ Klingt das bekannt? Ich denke schon: „in allen möglichen Bereichen“.

Papst Franziskus bittet uns, den Versuchungen der Laien in der Kirche zu widerstehen: Klerikalismus, den er als Plage bezeichnet, Konkurrenzdenken und kirchlicher „Karrierismus“, Starrheit und Negativität. Klingelt da eine Glocke? Ich glaube schon: Wir verlieren Energie, weil wir einen Privatclub kultuvieren, in dem wir danach streben, irgendwo Chef zu sein.

Der Papst fährt fort: „Habt keine Angst, über die Straßen zu laufen, in jeden Winkel der Gesellschaft einzudringen, die Grenzen der Stadt zu erreichen, die Wunden unseres Volkes zu berühren… das ist die Kirche Gottes, die ihre Ärmel hochkrempelt, um dem anderen entgegenzugehen.“ Klingelt`s? Wo es doch ach so heimelig und gemütlich ist in unserem kleinen Gehege, in dem wir Schäfchen kämmen und uns nur mit Leuten wie uns abgeben…

so begann der Kongress und das sind meine ganz frischen Erinnerungen.

Wir haben die Gelegenheit, unsere Komfortzone zu verlassen, zu erfahren, was andere in der Kirche tun, und Projekte zu teilen, ohne nach einer Führungsrolle zu suchen. Und es ist höchste Zeit für den Apostolischen Weltverband.

Weil wir engagierte Christen, weil wie Kirche sind.

 

Paz Leiva, auf dem Weg nach draußen.

 

Original: Spanisch. Übersetzung: Maria Fischer @schoenstatt.org

Unos de los schoenstattianos presentes, entre ellos cuatro miembros del equipo de schoenstatt.org: Juan Zaforas, Paz Leiva, Miguel Ángel Rubio, P. José María García

Página oficial del Congreso nacional de Laicos, España

Mensaje del Papa Francisco para el Congreso de Laicos

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