Veröffentlicht am 5. Juli 2019 In Franziskus - Botschaft, Kirche - Franziskus - Bewegungen

Um Jesus nachzufolgen, ist die Kirche unterwegs, handelt sofort, schnell und entschlossen.

PAPST FRANZISKUS – BOTSCHAFT, Maria Fischer •

„Jesus verließ tatsächlich das Haus seines Vaters und verzichtete auf alle Sicherheiten, um den verlorenen Schafen seines Volkes das Reich Gottes zu verkünden. So wies er seine Jünger darauf hin, dass unsere Mission in der Welt nicht statisch sein kann, sondern nur wandernd. Die Kirche ist von Natur aus in Bewegung, sie ist weder sesshaft noch bleibt sie still und ruhig im eigenen Eckchen sitzen. Sie ist offen für die weitesten Horizonte, gesandt, um das Evangelium durch die Straßen zu tragen und die menschlichen und existentiellen Peripherien zu erreichen.“ Vor dem Angelusgebet am Sonntag interpretierte der Heilige Vater das Evangelium des Tages, an dem Lukas Jesu letzte Reise nach Jerusalem beschreibt, eine Erzählung, die Kapitel 19 abschließt.

„Es ist ein langer Weg, nicht nur geografisch und räumlich, sondern auch geistlich und theologisch zur Erfüllung der Mission des Messias. Die Entscheidung Jesu ist radikal und total, und die, die ihm folgen, sind aufgerufen, sich daran zu messen“, sagte der Papst.

In dieser Linie betonte der Papst, dass der Evangelist drei Charaktere vorstellt, „drei Fälle von Berufung, die, wie wir sagen könnten, ins Licht stellen, was nötig ist für denhenigen, der Jesus voll und ganz nachfolgen will.“

„Gestern bei unserer Madrugada haben wir gerade genau darüber gesprochen, aber mit Bezug auf Petrus und Paulus. Der Zelebrant lud uns ein, für die Mission zu brennen, wie sie, und jetzt lädt uns der Papst dazu ein, ich habe den Link schon an alle Madrugadores weitergeschickt“, kommentierte Juan Barbosa aus Córdoba, Argentinien, kurz nachdem der Link zum Bericht aus Vatikan Media mit langen Auszügen aus der Ansprache von Papst Franziskus beim Angelus am 30. Juni weitergegeben worden war.

Der Christ ist unterwegs. Auch die Schönstätter.

So hat Jesus seinen Jüngern gezeigt, dass unsere Sendung in der Welt nicht statisch, sondern nur unterwegs, in Bewegung, im Herausgehen sein kann. Der Christ ist unterwegs. Die Kirche ist von Natur aus in Bewegung, nicht sitzend und ruhig in ihrem eigenen kleinen Kämmerlein. Sie ist offen für die weitesten Horizonte, gesandt – die Kirche ist gesandt! -, um das Evangelium durch die Straßen zu tragen und die menschlichen und existentiellen Peripherienzu erreichen.
Zunächst erinnerte der Heilige Vater den ersten Charakter, der Jesus versprochen hatte: „Ich werde dir folgen, wohin du auch gehst“. „Großzügig! Aber Jesus antwortet, dass der Menschensohn…. ‚keinen Platz hat, auf den er seinen Kopf legen kann.‘ Die absolute Armut Jesu. Jesus hat in der Tat das Haus seines Vaters verlassen und auf alle Sicherheiten verzichtet, um den verlorenen Schafen seines Volkes das Reich Gottes zu verkünden.

So hat Jesus seinen Jüngern gezeigt, dass unsere Sendung in der Welt nicht statisch, sondern nur unterwegs, in Bewegung, im Herausgehen sein kann. Der Christ ist unterwegs. Die Kirche ist von Natur aus in Bewegung, nicht sitzend und ruhig in ihrem eigenen kleinen Kämmerlein. Sie ist offen für die weitesten Horizonte, gesandt – die Kirche ist gesandt! -, um das Evangelium durch die Straßen zu tragen und die menschlichen und existentiellen Peripherienzu erreichen“, so der Papst.

Pilgernde Kirche – die große Herausforderung des Konzils, die große Sendung, die Pater Kentenich bei der Segnung des Grundsteins des Internationalen Heiligtums in Rom verkündet hat. Die Botschaft des Papstes fordert heruas, neu, jeden, jetzt. Lesen wir seine Botschaft noch einmal so:

So hat Jesus seinen Schönstättern gezeigt, dass unsere Sendung in der Welt nicht statisch, sondern nur unterwegs, in Bewegung, im Herausgehen sein kann. Der Schönstätter ist unterwegs. Schönstatt ist von Natur aus in Bewegung, nicht sitzend und ruhig in ihrem eigenen kleinen Kämmerlein. Schönstatt ist offen für die weitesten Horizonte, gesandt – Schönstatt ist gesandt! -, um das Evangelium durch die Straßen zu tragen und die menschlichen und existentiellen Peripherienzu erreichen“.

 

Ohne zu warten

Die Kirche ist unterwegs, und hier ist die Kirche entschieden, sie handelt schnell, im Moment, ohne zu warten.

Danach beschrieb der Heilige Vater, dass die zweite Person, der Jesus begegnet, den Ruf direkt von Ihm erhält, aber antwortet: „Herr, lass mich zuerst gehen, um meinen Vater zu begraben“. „Es ist eine legitime Bitte, die auf dem Gebot basiert, Vater und die Mutter zu ehren. Jesus antwortet jedoch: „Lasst die Toten ihre Toten begraben“. Mit diesen provokanten Worten versucht er, den Vorrang der Nachfolge und Verkündigung des Reiches Gottes zu bekräftigen, den Vorrang auch über so wichtigen Wirklichkeiten wie der Familie.“

In diesem Sinne betonte der Papst, dass „die Dringlichkeit der Übermittlung des Evangeliums, das die Todeskette durchbricht und das ewige Leben einleitet, keine Verzögerungen zulässt, sondern Bereitschaft und Verfügbarkeit erfordert. Deshalb ist die Kirche unterwegs, und hier ist die Kirche entschieden, indem sie schnell handelt, im Moment, ohne zu warten.“

Eine Leidenschaft des Herzens, die sich in konkrete Gesten der Verfügbarkeit übersetzt.

Schließlich wies Papst Franziskus darauf hin, dass auch der dritte Charakter Jesus folgen will, aber mit einer Bedingung: Er wird dies tun, nachdem er sich von seinen Verwandten verabschiedet hat. Und der Meister sagt: „Niemand, der seine Hand an den Pflug legt und zurückblickt, taugt für das Reich Gottes“, und er fügte hinzu, dass „die Nachfolge Jesu Bedauern und Rückwärtsblicken ausschließt und stattdessen die Tugend der Entschiedenheit erfordert.“

„Um Jesus nachzufolgen, ist die Kirche unterwegs, handelt sofort, schnell und entschlossen. Der Wert dieser von Jesus geschaffenen Bedingungen (Unterwegssein, Verfügbarkeit und Entscheidung) wird nicht in eine Reihe von „Nein“ gesetzt, die sich auf gute und wichtige Dinge im Leben beziehen. Vielmehr sollte der Schwerpunkt auf das Hauptziel gelegt werden: Jünger Christi zu werden! Eine freie und bewusste Entscheidung, die aus Liebe getroffen wurde, um der unschätzbaren Gnade Gottes zu entsprechen, und nicht als irgendeine Art von Karriere“, sagte der Papst.

Es sei traurige Realität, räumte Franziskus ein, dass es Leute gene, die „denken, dass sie Jesus folgen, um sich selbst zu fördern, d.h. eine Karriere zu machen, sich wichtig zu fühlen oder einen Ort des Prestiges zu erwerben. Jesus will, dass wir leidenschaftlich für Ihn und das Evangelium sind. Eine Leidenschaft des Herzens, die sich in konkrete Gesten der Verfügbarkeit, der Nähe zu den bedürftigsten Brüdern, der Aufnahme und Fürsorge übersetzt. So wie er selbst gelebt hat“, sagte der Papst.

Am Schluss  betete der Heilige Vater: „Möge die Jungfrau Maria, Symbol der Kirche auf dem Weg, uns helfen, dem Herrn Jesus mit Freude zu folgen und unseren Brüdern und Schwestern mit erneuter Liebe die Gute Nachricht vom Heil zu verkünden!

 

Mit Material von Vatican Media

Fotos: MUC Paraguay, Misiones México

Original: Spanisch. Übersetzung: Maria Fischer @schoenstatt.org. Eine offizielle deutsche Übersetzung der Papstansprache liegt noch nicht  vor.

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