Veröffentlicht am 29. März 2019 In Dilexit ecclesiam, Im solidarischen Buendnis mit Franziskus, Kirche - Franziskus - Bewegungen

Der Friede sei mit euch: Die Reisen von Papst Franziskus auf den Wegen des Friedens für die Welt

VATIKAN, von Dr. Pamela Fabiano •

Der Friede sei mit euch: Die Reisen von Papst Franziskus auf den Wegen des Friedens für die Welt. Und  von wo aus beginnen wir Schönstätter, eine Kultur des Friedens zu fördern?—

Die 28. internationale Reise von Papst Franziskus führt ihn nächsten Samstag und Sonntag, 30. und 31. März, nach Marokko. Die Reise des Heiligen Vaters nach Afrika ist eine „Fortsetzung“ der Reise, die im Februar letzten Jahres in den Vereinigten Arabischen Emiraten unternommen wurde, nur wenige Monate nach der Verabschiedung des Migrationspaktes der Vereinten Nationen (Global Compact) in Marrakesch, um dort die lokale katholische Gemeinschaft zu treffen, die aus etwa 25.000 Menschen besteht, und die vor allem im Bereich von sozialen Aktivitäten gegenüber Einwanderer wirkt – in einer Gesellschaft, die fast ausschließlich der muslimischen Religion angehört.

Diese jetzige Reise nach Marokko hat drei Ziele. Der erste ist der interreligiöse Dialog, insbesondere mit der muslimischen Gemeinschaft. Dann geht es um das Leiden der Migranten und schließlich um das Treffen mit der kleinen katholischen Gemeinschaft Marokkos.

Diese beiden Reisen in die Vereinigten Arabischen Emirate und nach Marokko sind in gewisser Weise vereint im Hinblick auf den interreligiösen Dialog, das Zusammenleben von Menschen aus verschiedenen Kulturen und die sehr wichtigen Bemühungen um den Frieden. Die Reise nach Marokko findet auch nach der Unterzeichnung der mit dem großen Imam Al-Tayyeb vereinbarten Gemeinsamen Erklärung zur menschlichen Brüderlichkeit statt, was ihm auch eine ganz besondere Bedeutung gibt: Es ist eine Gelegenheit zu sehen, wie diese Erklärung dann im sehr günstigen Kontext der maghrebinischen Gesellschaft umgesetzt werden kann.

 

Das Recht eines jeden Menschen auf Migration, Religionsfreiheit, Dialog zwischen den Kulturen zur Förderung von Frieden und Versöhnung zwischen den Völkern.

Das Engagement von Papst Franziskus für den Frieden ist ein ständiges und regelmäßiges Engagement unserer katholischen Kirche, wie wir sagen können, weil es seit vielen Jahren bei verschiedenen offiziellen Anlässen zum Ausdruck kommt, wie der Veröffentlichung der Botschaften anlässlich des Weltfriedenstages, der Ansprache an die Diplomaten des Heiligen Stuhls und bei solchen apostolischen Reisen, die in dieser Zeit der großen Krise von enormer Bedeutung sind, da wir nicht mehr über die üblichen Mittel verfügen, die Veränderungen in der Welt zu lesen: Das Recht jedes Menschen auf Migration, die Religionsfreiheit, der Dialog zwischen den Kulturen zur Förderung des Friedens und der Versöhnung zwischen den Völkern sind Punkte, mit denen wir Christen nach dem, was uns der Papst sagt, umgehen sollten. Doch dazu sind wir aus eigener menschlicher Anstregnung nicht mehr in der Lage.

Vollkommener Friede wird immer durch den Heiligen Geist getragen.

Pater Josef Kentenich kann uns als Schönstättern helfen, einen Beitrag zur laufenden Diskussion zu leisten, uns einen Weg und eine Methode zu geben, um in unserer Pastoralarbeit die Frage der Gastfreundschaft, der Erziehung zum Frieden zwischen den Völkern, zwischen Kulturen, zwischen Religionen anzugehen. In dem Buch Envía tu Espíritu (Editorial Patris) sagt uns Pater Kentenich: „Vollkommener Frieden wird nicht durch bloße menschliche Anstrengung erreicht. Es gibt keinen vollkommenen Frieden, wenn er nicht durch einen Impuls des Heiligen Geistes gestützt wird.“ Und noch einmal: „Jedes Mal, wenn wir das Wort „Frieden“ hören oder lesen, denken wir daran, dass es für uns Schönstätter Anstrengung, Sehnsucht und Liebe zum vollkommenen Frieden bedeutet“. Der Friede ist also so, wenn er vollkommen ist, d.h. wenn er die Frucht der Anstrengung, des menschlichen Einsatzes ist, aber immer getragen vom Wirken des Geistes, der – wie wir wohl wissen – mit uns als Werkzeug handelt.

Wir sind daher eingeladen, dem zu folgen, was Papst Franziskus uns auf seinen Reisen und Begegnungen für den Frieden sagt, und dabei immer das am Leben zu erhalten und zu präsentieren, was Pater Kentenich uns lehrt. Vollkommener Friede wird immer durch den Heiligen Geist getragen.

Dr. Pamela Fabiano arbeitet im Dikasterium für die ganzheitliche Entwicklung des Menschen und gehört zum Team von schoenstatt.org

 

Original: Italienisch, 29.03.2019. Übersetzung: Maria Fischer @schoenstatt.org

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