Veröffentlicht am 9. August 2016 In Kirche - Franziskus - Bewegungen

„Wir haben die Liebe erkannt … wir haben daran geglaubt“

CELAM, von Marité und Ramón Marini, Paraguay •

Im Lauf der Jahre und mit unterschiedlichen Lebenserfahrungen haben wir gelernt, dass Gott sich offenbart und jene Menschen inspiriert, die sich seinen Plänen folgsam öffnen, die zu interpretieren wissen, dass alles von IHM kommt.

Da gibt es viele Beispiele in der Geschichte … unser Vater und Gründer war ein klares Beispiel mit seinem Lebenszeugnis und seiner treuen Hingabe an die Kirche.

Wir können auch Gottes Eingreifen „fühlen“ bei der Wahl unseres geliebten Papstes Franziskus. Er ist jetzt das Werkzeug, dass uns den Weg zeigt, dem wir folgen sollen, und er tut das in einer klaren, konkreten, einfachen Art und appelliert an die Größe des menschlichen Geistes.

Sein apostolisches Schreiben „Amoris Laetitia“ ist das große Geschenk, das er uns für unsere Zeit gegeben hat.

Die ganze Kirche ist bewegt von den schwierigen Situationen, die die Familien durchstehen. Dieses Schreiben zeigt den Weg, den Weg einer Kirche im Herausgehen. In unsere Sprache übersetzt: ein Schönstatt im Herausgehen.

Es ist die Zeit der Laien, sodass alle Bewegungen zusammen mit unseren Priestern zusammenarbeiten in den Gemeinden im Dienst für die Familien. Es ist damit die Zeit, ernsthaft zu arbeiten am Aufbau des Apostolischen Weltverbandes, eines der Ziele Schönstatts.

 

Für die pastorale Anwendung des nachsynodalen Schreibens „Amoris Laetitia“

Aber lassen Sie uns zum Thema kommen, denn diese Reflexion ist entstanden aus der Initiative der Abteilung Familie, Leben und Jugend von CELAM [Lateinamerikanische Bischofskonferenz], zusammen mit der Pastoralkommission Familie der Bischofskonferenz von Ecuador, ein lateinamerikanisches Treffen abzuhalten mit den Verantwortlichen der Familienpastoral der Bischofskonferenzen und den Leitungen von Bewegungen mit Familien-Charisma.

Als Ziel wurde wörtlich formuliert: „eine Methodik der Integration (von AL) in die nationalen Pastoralpläne im Bereich Familie zu fördern, um darin das missionarische Jüngertum im Licht von Studium und Verständnis für die pastorale Anwendung des nachsynodalen Apostolischen Schreibens Amoris Laetitiae zu stärken.“

Zusammenarbeit für eine erneuerte Familienpastoral

Das Treffen hat in Ecuador stattgefunden unter der Teilnahme von Bischöfen, Priestern und Sekretären der verschiedenen Bischofskonferenzen und Verantwortlichen von sechs Bewegungen, die mit Familien arbeiten. Die Einladung wurde (auf dem Umweg über schoenstatt.org) an die Internationale Leitung des Apostolischen Familienbundes geschickt, die uns bat, als Vertreter Schönstatts dabei zu sein.

Die Bischöfe von Ecuador als Gastgeber, die Leiter von CELAM, die Bischöfe aus den verschiedenen Bischofskonferenzen, Priester, Referenten und die teilnehmenden Ehepaare erlebten eine wirklich familienhafte Atmosphäre.

Unserer Erfahrung nach konnten sich nur durch das Wirken des Heiligen Geistes Menschen, die sich gegenseitig nicht kannten (es war unsere erste Teilnahme an einem solchen Treffen), miteinander verbinden zu dem großen Ziel,  mit einer rundum erneuerten Pastoral im Dienst der Familien zu arbeiten, wie es Papst Franziskus vorgeschlagen hat.

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Integrieren, nicht marginalisieren

Als Schönstatt-Familienbewegung müssen wir diese Herausforderung annehmen und  mit aller Entschiedenheit je in dem Land, in dem wir arbeiten, innovative pastoralen Wege suchen,  die es uns möglich machen, herauszugehen und allen Familien zu begegnen, unabhängig von ihrer Realität, und sie in das Leben der Kirche zu integrieren. INTEGRIEREN, NICHT MARGINALISIEREN.

Unser Vater und Gründer sprach von „Rettung der heilsgeschichtlichen Sendung des Abendlandes“ als einem der Ziele des Schönstattwerkes.

An einer Stelle seines Vortrages lud uns der Bischof der Diözese Ponce, Puerto Rico und Präsident der Abteilung Familie, Leben und Jugend von CELAM ein, „den Weg der Nachfolge wieder zu entdecken und Milde weiterzugeben. Es ist besser, um Vergebung zu bitten, als nichts zu tun. Wer nichts riskiert, tut nichts. Machen Sie Ihr Haus zu einem Daheim, Ihr Daheim zu einer Kirche, wo Christus im Mittelpunkt steht.“

Er benutzte das spanische Wort für Daheim (HOGAR) und sagte: Das H steht für humildad, Demut, das O für obediencia, Gehorsam, G für generosidad, Großzügigkeit, A für alegria, Freude, und R für respeto, Respekt.

Ähnlich hat das Wort TEMPLO (Kirche) ein T, das steht für ternura, Milde, Zärtlichkeit, E für entrega que se da, Hingabe, die sich schenkt, M für misericordia, Barmherzigkeit, P für paciencia, Geduld, L für libertad de los hijos y hijas de Dios, Freiheit der Kinder Gottes, und O für de ofrecer, darbieten.

„Unsere Mission ist es zu lieben, indem wir Kirche im Herausgehen sind.“

Wir danken der Gottesmutter und unserem Vater und Gründer, dass sie uns für diese Mission berufen haben.

 

Original: Spanisch. Übersetzung: Ursula Sundarp, Dinslaken, Deutschland


CELAM: Pressemeldung zur Tagung über„Alegría del Amor“ (spanisch)

CELAM: Abschlussbotschaft der Tagung  „Alegría del Amor“ (spanisch)

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