Veröffentlicht am 2015-06-26 In Dilexit ecclesiam, Kirche - Franziskus - Bewegungen

So viele Texte, so viele Themen, so viel „Freude am Glauben“: Eine Zeitschrift bringt Franziskus in die Häuser und Herzen

Von Maria Fischer •

„Kommt, niemand ist von der Freude ausgeschlossen! Nicht nur Beethoven, auch Franziskus singt sie: die Ode an die Freude. Der Papst will, dass wir die persönliche Begegnung mit Gott suchen und dort die Freude der Frohbotschaft erleben“ – eine Zeitschrift aus Deutschland, die auf ihrer ersten Seite einen solchen Text schreibt und dazu ein Bild des ansteckend freudestrahlenden Papstes Franziskus, kann nicht in die Hände der Redaktion von schoenstatt.org fallen (Stichwort: solidarisches Bündnis mit Franziskus!), ohne Freude und Sympathie zu wecken. Und Sympathie, journalistisch gesehen, heißt: Da machen wir etwas draus. Die Rede ist von der Zeitschrift „Gemeinsam glauben“ aus dem Herder-Verlag in Freiburg, Deutschland, eine „Monatsschrift für Menschen, die ihren Glauben besser verstehen, bewusster leben und engagierter weitergeben möchten. Die sich in diesem Wunsch mit dem Papst in der weltweiten Kirche verbunden fühlen. Menschen, die sich vom Papst ermutigen und anregen oder auch herausfordern lassen wollen!“ So die Definition der Redaktion, und damit war eine Anfrage an die Redaktion schon auf dem Weg. Und die Antwort folgte genauso sympathisch, wie die Zeitschrift hatte vermuten lassen. Und das, wo schoenstatt.org gegenüber dem Herder-Verlag nun wirklich ein kleiner Fisch ist – aber ein Fisch, der in derselben Strömung der Freude an Papst Franziskus schwimmt.

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Die Worte des Papstes sind für den Glauben…

bjoern-sillerWie ist „Gemeinsam glauben“ entstanden? Wie versteht sich diese Zeitschrift oder besser, die Menschen dahinter? Chefredakteur Björn Siller, Leiter der Niederlassung des Herder-Verlages in Rom, erzählt die Geschichte hinter „Gemeinsam glauben“:

„Zu Johannes Paul II. kamen alle um ihn zu sehen – Papst Benedikt wollen sie reden hören. So oder so ähnlich kommentierte ein Fernsehmoderator die Reise Benedikt XVI. nach Lourdes im Jahr 2008. Und das war wirklich so. Wie bei allen Reisen des Papstes unkten viele, dass in Frankreich niemand kommen würde. Und dann? Waren die Straßen voll. Nicht nur in Lourdes“, schreibt er.

„Als im Jahr 2011 der Besuch des Papstes in Deutschland anstand, wollten wir diese Reise und auch das weitere Papstamt noch intensiver begleiten. Eine besondere Begabung Benedikts ist seine Wortgewandtheit, die aus Worten des Glaubens Bilder des Glaubens entstehen lassen. Und diese Wortbilder wollten wir noch pointierter präsentieren. Es gibt viele Zeitschriften, die die Reden des Papstes abdrucken. Aber keine Zeitung konzentriert sich auf die Worte des Papstes im Bezug auf den Glauben. Komisch, oder? Der Papst, das Symbol der Einheit einer Glaubensgemeinschaft, wird gar nicht so als Glaubenslehrer betrachtet. Das erkannten wir und wollten es ändern. Und so entstand: Gemeinsam glauben! Gemeinsam im Glauben leben, weitergehen, auf Gott zugehen. Das will der Papst und das wollen wir fördern.

Da Verleger, Autoren und Journalisten auch zum Volk Gottes gehören, gilt auch für uns: „diese (also die Laien) aber sollen voll Eifer mit den Hirten und Lehrern eng zusammenarbeiten.“ (LG 32). Also: Jeder tue das, was er am besten kann: Wir machen Zeitschriften und Bücher.

Jetzt war das bei Benedikt XVI. schon eine spannende Aufgabe. Immer wieder hatten wir zu wenig Platz und zu viele Impulse des Papstes. Bei Franziskus ist das aber noch ein bisschen öfter der Fall. Franziskus ist Glaubenslehrer. Er mahnt uns. Er erinnert uns an unsere Aufgaben als Christen. So viele Texte, so viele Themen, so viel „Freude am Glauben“. Und weil das so ist, werden wir den Umfang unseres Heftes erweitern.

Startend mit dem Heiligen Jahr, das uns der Papst geschenkt hat, schenken wir Ihnen und dem Papst vier weitere Seiten, mit noch mehr Information, Impulsen und auch Bildern des Papstes.“

Die Gnade der Freude

copy2„Geneinsam glauben“ hat auch einige redaktionelle Beiträge. Richtig gute, gespickt mit Zitaten von Papst Franziskus. Aber „Gemeinsam glauben“ hat vor allem Franziskus pur: wichtige Texte des Papstes, die über den Tag hinaus nachklingen – sorgfältig ausgewählt aus seinen aktuellen Ansprachen, Predigten und Gebeten und unter der Überschrift: „Der Pfarrer von Santa Marta“ jeweils eine zum Thema des Monats passende Predigt aus den Morgenmessen. Im Juni zum Thema Freude am Glauben.

„Sie – die Pharisäer und Schriftgelehrten – hatten nur ein System präziser Lehren, das sie jeden Tag noch ein bisschen präzisiert haben, damit bloß niemand daran rührt. Männer ohne Glauben, ohne Gesetz, hingen sie Lehren an, die sie zur Kasuistik neigen ließen: Darf man denn dem Cäsar Steuern zahlen, oder doch nicht? Diese Frau, die siebenmal verheiratet war, von welchem dieser sieben Männer wird sie einmal im Himmel die Ehefrau sein? Diese Kasuistik … Das war ihre Welt, eine abstrakte Welt, eine Welt ohne Liebe, ohne Glauben, ohne Hoffnung, ohne Vertrauen, eine Welt ohne Gott. Und darum konnten sie sich nicht freuen!“ Und : “ „Die Freude des Glaubens, die Freude des Evangeliums ist der Prüfstein, an dem man den Glauben einer Person erkennt. Ohne Freude ist dieser Mensch kein wirklich Glaubender … Feiern wir gemeinsam mit diesen Worten Jesu: ‚Euer Vater Abraham jubelte, weil er meinen Tag sehen sollte. Er sah ihn und freute sich.‘ Und bitten wir den Herrn um die Gnade, vor Hoffnung zu jubeln. Um die Gnade, den Tag Jesu zu sehen, an dem wir bei ihm sein werden. Die Gnade der Freude.“

Und während man sich noch innerlich leise freut, dass die Pharisäer und Schriftgelehrten, auch die unserer Tage, mal wieder entlarvt werden, rutscht man – typisch Franziskus – in die Frage an sich selbst: Hab ich schon mal um die Gnade der Freude gebetet? Vielleicht auch für jene Dame aus meiner Pfarrgemeinde, die über alles und jeden, über Rom, Kirche und Papst Franziskus nur meckert, und der ich im Geiste gerade die Juninummer von Gemeinsam glauben in den Briefkasten geschoben habe?

Anregen, ermutigen, herausfordern

Die Zeitschrift informiert monatlich über wichtige Themen des Papstes und gibt Einblick in das Leben rund um den Petersdom. Die Zeitschrift für Menschen, die ihren Glauben besser verstehen, bewusster leben und engagierter weitergeben möchten. Menschen, die sich in diesem Wunsch mit dem Papst in der weltweiten Kirche verbunden fühlen. Menschen, die sich vom Papst ermutigen und anregen oder auch herausfordern lassen wollen!

Zur Redaktion gehören neben Chefredakteur Björn Siller noch Simon Biallowons, Gudrun Sailer (Redakteurin im deutschsprachigen Programm von Radio Vatikan in Rom) und Stefan von Kempis, ebenfalls Redakteur bei Radio Vatikan.

In der nächsten Ausgabe geht es um das Thema „Ökologie des Menschen“, ein Schlüsselbegriff bei Papst Franziskus.

Wer sich selbst ein Bild von „Gemeinsam glauben“ machen möchte, kann HIER zwei Gratisausgaben von Gemeinsam glauben bestellen. Gemeinsam glauben erscheint monatlich (10 × im Jahr) im Umfang von zwölf Seiten, farbig gestaltet und mit Fotos illustriert.

 

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