Der Ort Schönstatt: wichtigste Ziele

 

Am Urheiligtum

Je nach der zur Verfügung stehenden Zeit und dem mit dem Besuch verbundenen Anliegen bieten sich kleinere oder größere Pilger- und Besichtigungstouren an.

Hier soll eine kurze Orientierung gegeben werden  für den Erstbesucher, der die wichtigsten Orte kennen lernen möchte.

Auf den weiteren Seiten finden sich einige vielleicht auch noch für Häufigbesucher unbekannte Stätten.

Der erste und wichtigste Ort ist das Urheiligtum, dann das Grab Pater Josef Kentenichs in der ehemaligen Sakristei der Anbetungskirche. Wer mehr Zeit hat, kann zu den verschiedenen Heiligtümern, Häusern und Ausstellungen dieser kleinen „schönen Stadt“ gehen, Bücher und Devotionalien kaufen, in Stille beten oder einfach spazieren gehen.

Schönstatt ist nicht ein abgeschlossenes Gelände, sondern eher eine kleine Stadt, die sich im Tal am Ortsrand von Vallendar, das der Schönstatt-Bewegung ihren Namen gegeben hat, ausbreitet: Eyne schoene Statt, Schönstatt, lautet die mittelalterliche Flurbezeichnung. Das Tal ist umgeben von vier Höhenzügen, die durch drei tiefe Taleinschnitte geteilt werden: Wambachtal, Höhrer Tal und Hillscheider Tal mit ihren jeweiligen Bächen, die in Schönstatt zusammenfließen und in Vallendar in den Rhein münden.

Schönstatt hat sich im Lauf der Zeit ausgebreitet auf die umliegenden Höhenzüge, denen die Schönstattgeschichte ihre Namen gegeben hat: Berg Schönstatt (im Osten), Reginaberg mit Berg Nazaret (Richtung Norden) und Berg Sion / Berg Moriah / Marienberg (Richtung Süden). Auf diesen „Bergen“ sind die Zentralhäuser der verschiedenen Schönstattgemeinschaften mit ihren Heiligtümern.

Urheiligtum

UrheiligtumDas Urheiligtum ist das Herz Schönstatts. Wer hierher kommt, bereitet sich innerlich vor auf eine persönliche Begegnung mit einem heiligen Ort: Schönstatt ist ein Heiligtum mit einer Bewegung.

Diese Kapelle, die zum Gründungsort Schönstatts geworden ist, war ursprünglich dem heiligen Erzengel Michael geweiht. Zum ersten Mal erwähnt wird sie im Jahr 1319. Zweimal geplündert und zerstört, wurde sie 1681 und 1812 neu aufgebaut, zuletzt als Friedhofskapelle. Das ist der Bau, den das werdende Schönstatt vorfand.

Im Jahr 1914 erbat und erhielt Pater Josef Kentenich, Spiritual im Studienheim der Pallottiner in Schönstatt, das damals als Geräteschuppen verwendete „Kapellchen“ als Versammlungsort für die im Frühjahr entstandene Marianische Kongregation. Die Schüler begannen mit der Renovierung der Kapelle, die sie vom Sommer 1914 ab als Versammlungsraum benutzten.

Am 18. Juli 1914 fiel Pater Kentenich ein Zeitungsartikel über das Wirken von Bartolo Longo in Valle di Pompei, Italien, in die Hände, in dem kurz vom Entstehen des dortigen Marienheiligtums berichtet wurde – ohne Erscheinung, einzig auf das Bitten und Vertrauen der Menschen hin. Pater Kentenich glaubte, darin einen Anruf Gottes zu vernehmen; der Ausbruch des Ersten Weltkriegs verstärkte in ihm die gläubige Annahme, dass Maria hier in Schönstatt auf ähnliche Weise ein Heiligtum, einen Gnadenort schaffen wollte. Am 18. Oktober sprach er vor den Schülern seine „stille Lieblingsidee“, seinen „kühnen Gedanken“ aus: Er lud sie ein, zusammen mit ihm ein Liebesbündnis zu schließen mit Maria, damit sie diesen Ort „zu einem Wallfahrts-, einem Gnadenort“ mache. Die weitere Geschichte zeigte, dass Pater Kentenich sich mit seiner Deutung des Planes Gottes nicht getäuscht hatte. Später wurde der Vortrag vom 18. Oktober 1914 „Gründungsurkunde“ Schönstatts genannt.

Am 9. Juli 1947 verlieh Papst Pius XII dem Heiligtum die Ablassprivilegien.

Im Urheiligtum ist seit 1929 täglich eucharistische Anbetung. Christus und Maria sind die Mitte dieses heiligen Ortes.

Öffnungszeiten des Urheiligtums: 06.00 bis 21.00 Uhr


Heilige Messen finden regelmäßig statt: werktags 6.30 Uhr, 7.15 Uhr und 8.00 Uhr, sonntags und feiertags um 7.00 Uhr

Gruppen können im Urheiligtum nach Absprache während des Vormittags bis 12:00 Uhr heilige Messen feiern.

Ab 21.00 Uhr können Gruppen eine persönliche Zeit buchen. Information und Anmeldung über Ehepaar Fellhofer: [email protected].


06.30 Uhr

Heilige Messe (werktags)

07.15 Uhr

Heilige Messe (sonntags bereits um 7.00)

08.00 Uhr

Heilige Messe (werktags)

09.00 Uhr – 12.00 Uhr

Stille eucharistische Anbetung oder Messen von Pilgergruppen

12.00 Uhr – 18.30 Uhr

Stille eucharistische Anbetung oder Besuch von Pilgergruppen

18.30 Uhr – 21.50 Uhr

Stilles Gebet oder Besuch von Pilgergruppen
19.00 Uhr

Vorabendmesse (samstags)

21.00 Uhr

Abendsegen (Beginn 20.50 Uhr)

ab 21.00 Uhr

geschlossen, Gruppen können Zeiten buchen

Terminanfragen, Information: Hilde und Herbert Fellhofer, Sakristei: [email protected]

Geschichte des Urheiligtums und Informationen: www.urheiligtum.de

 

Dreifaltigkeitskirche

DreifaltigkeitskirchePater Kentenich und die Schönstattfamilie versprachen den Bau einer Anbetungskirche, wenn Gott auf die Fürbitte Marias Schönstatt vor der nationalsozialistischen Bedrohung schützen würde. In Schönstatt wurde während des gesamten Krieges kein Haus zerstört. Im Jahr 1960 schließlich begannen die konkreten Planungen für die Anbetungskirche mit Architekt Von Branca. Zwei Marienschwestern entwarfen die Fenster und die Innengestaltung. Am 9. Juni 1968, dem Dreifaltigkeitssonntag, wurde die Kirche von Bischof Stein, Trier, eingeweiht. Der Gründer beschrieb die Kirche als „Gottesburg“, als Wohnstatt des Dreifaltigen Gottes.

Die sieben Becken des Brunnens vor der Kirche stehen für die sieben Sakramente, die „Quellen lebendigen Wassers“ (Joh 7,38), die aus dem Kreuz entspringen.

Öffnungszeiten: Sommer: von 6.00 Uhr bis 19.00 Uhr – Winter: von 6.00 Uhr bis 18.00 Uhr

Sterbe- und Grabstätte Pater Josef Kentenichs

Sterbe- und Grabstätte Pater Josef KentenichsIn der Morgenfrühe des 15. September 1968 feierte Pater Kentenich seine erste und letzte heilige Messe in der im Juni desselben Jahres eingeweihten Dreifaltigkeitskirche.

Nach der Messe, kurz nach sieben Uhr früh, ging er in die Sakristei, und verstarb dort an einem Herzversagen. Ein roter Teppich mit der Aufschrift „Heimwärts zum Vater geht unser Weg“ bezeichnet die Stelle seines Sterbens. Am 20. September 1968 wurde er dort in einem schlichten Steinsarkophag beigesetzt. Auf seinem Grab stehen die Worte, die er selbst als Inschrift gewünscht hatte: Dilexit Ecclesiam, er liebte die Kirche. Der Seligsprechungsprozess wurde im Jahr 1975 in Trier eröffnet.

Am Grab Pater Kentenichs, zu dem seit seinem Tod ununterbrochen Pilger strömen, kann es zu einer tiefen persönlichen Begegnung kommen mit seiner Person und seinem Charisma.

Öffnungszeiten:

Sommer: von 6.00 Uhr bis 19.00 Uhr – Winter: von 6.00 Uhr bis 18.00 Uhr

Es besteht die Möglichkeit, außerhalb dieser Zeiten Stunden für Einzelpersonen oder Gruppen zu erbitten.  Tel:(49) 0261-6404337

Mail: [email protected]

 

Quelle: Una visita a Schoenstatt, Editorial Patris Chile.