María Ayuda, Chile

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“María Ayuda“ (Maria hilft) ist ein im Jahr 1983 von Pater Hernán Alessandri Morandé gegründetes Projekt, dessen Zielsetzung darin besteht, Kindern, die  Opfer von Missbrauch, Gewalt und Verwahrlosung geworden sind, beizustehen, und Präventionsarbeit gegen Kindesmissbrauch zu leisten.

Das Projekt María Ayuda, heute das wohl größte Sozialprojekt Schönstatts weltweit,  entstand als Folge einer schweren Wirtschaftskrise in Chile,  woraufhin P. Hernán Alessandri versuchte, etwas zu tun, um die Würde der jungen Mädchen, die sich prostituierten, wieder herzustellen.

„María Ayuda“ hat als Hauptaufgabe, für die Würde der am meisten benachteiligten Jungen und Mädchen zu sorgen und ihre Familien zu stärken,  sie aufzunehmen und zu erziehen, damit sie selbst als Werkzeuge die Heilung ihrer Beziehungen mit sich selbst, mit anderen und mit Gott bewirken können und ihnen zu helfen, damit sie zu freien, verantwortlichen, solidarischen Personen heranwachsen. Dabei bauen sie auf die Hilfe der Gottesmutter Maria vom Schönstatt-Heiligtum aus und auf die Grundlagen der Spiritualität von Pater Josef Kentenich.

„Maria Ayuda“ ist in Chile positioniert als führende kirchliche Institution im Kampf gegen  Missbrauch, Gewalt und Vernachlässigung von Kindern, mit dem besonderen Schwerpunkt auf Mädchen und ihren Familien.

Werte und Spiritualität, die dem Projekt zugrunde liegen, sind tief in der Schönstatt-Pädagogik verwurzelt:

  • Familiengeist
  • Persönliches und effizientes Engagement
  • Vertrauen in die Vorsehung Gottes
  • Dienst
  • Respekt und Fürsorge für das Leben anderer
  • Solidarität

 

Wem dient Maria Ayuda?

„Maria Ayuda“ konzentriert sich auf Jungen, Mädchen und Jugendliche (zwischen 2 und 17 Jahren), die in Armut leben und sich mit Situationen von Misshandlungen in ihrem Zuhause auseinandersetzen müssen. In den meisten Fällen begehen ihre Väter und Mütter den Missbrauch, sind gewalttätig und vernachlässigen sie.

„Maria Ayuda“ arbeitet auch mit Jungen, Mädchen und Jugendlichen mit Risikobedingungen, um Misshandlungen zu verhindern (Prävention). Insgesamt werden derzeit 1700 Kinder und Jugendliche durch Maria Ayuda betreut.

Wie arbeitet María Ayuda?

Hogar "Barbara Kast"

Es gibt 21 soziale Programme, darunter Wohnheime, Tagesstätten, Zentren für qualifizierte Betreuung, Schulen, Kindergärten und Nachhilfeunterricht.

Die Arbeit der Einrichtung hat drei Grundpfeiler:

  • Rettung der Würde
  • Erneute Betonung des Wertes der Familien und
  • Stärkung der Beziehungen

 

Der Prozess der psychosozial-geistlichen Intervention dauert zwischen ein und drei Jahren und hat drei Stufen:

  • Aufnahme:  Das Kind soll Vertrauen und Sicherheit fühlen.
  • Wandlung:  Psychologen und Sozialarbeiter setzen sich parallel für das Kind und seine Familie ein, um Wunden zu heilen, sie zur Belastbarkeit zu befähigen und die Wiedereingliederung in ihr Daheim zu ermöglichen
  • Sendung: Wiedereingliederung in ihre Familien und Nachbereitung.

Ressourcen

Es sind 280 Hauptamtliche und 250 Ehrenamtliche in ganz Chile tätig.

Bedarf und Projekte

Partner und Sponsoren werden benötigt, die sich zu einem monatlichen Beitrag für die von Maria Ayuda betreuten Kinder und Jugendlichen verpflichten.

„Maria Ayuda“ startete nach dem schweren Erdbeben im Februar 2010 eine Hilfskampagne in den vom Erdbeben betroffenen Bereichen. Angesichts der Schäden und Zerstörungen hat „Maria Ayuda“ die Hilfe  besonders auf die Kinderheime und Kindertagesstätten in den betroffenen Gebieten konzentriert, von welcher Institution sie auch immer geleitet werden.

Das Jubiläumsgeschenk

Hogar para madres adolescentes con sus niños

„Wir wollen ein Geschenk für die 100 Jahre Liebesbündnis anbieten. Wir wollen mit unserem Werk in ganz Chile im Schatten jedes Heiligtums oder Schönstatt-Familie präsent sein, so dass Maria von diesem Ort aus für die Kinder sorgen kann, genau wie sie für das Kind Josef Kentenich im Waisenhaus in Oberhausen, Deutschland, gesorgt hat, seit er 9 Jahre alt war. Deshalb bleiben unsere Bemühungen in der nächsten Zeit überall auf die Betreuung so vieler Kinder wie möglich konzentriert; von Kindern,  denen wir die Heimat geben können, derer sie beraubt worden sind. In der Praxis bedeutet das, jeder Schönstätter in Chile soll „Maria Ayuda“ im Herzen haben und dies als die soziale Aktion der Gottesmutter von jedem Heiligtum aus verstehen.“

Verbreitung und Vernetzung

Von Chile hat sich das Modell von „Maria Ayuda” verbreitet nach Spanien, Burundi, Portugal, Peru und Argentinien; Maria Ayuda ist präsent in den Städten Iquique, Antofagasta, Viña del Mar, Santiago, Curicó, Concepción, Los Ángeles und Temuco (Chile), Madrid (Spanien), Bujumbura (Burundi), Lissabon (Portugal), Lima (Peru) und Paraná (Argentinien).

Kontakt and weitere Information

Pater Francisco Pereira, Geistlicher Leiter

Avda. Colombia 7742
La FLorida,Santiago, Chile
Telefon: (56) 2-328 0100 (56) 2-328 0127

Internet: www.mariaayuda.cl
Mail: [email protected]

Spenden

  • Banküberweisung

Überweisung an: María Ayuda Corporación de Beneficencia.
Kontonummr  71-80.000-02 bei Scotiabank
Rut: 71.209.100-2
Bestätigungsmail erforderlich an [email protected]