Cruzada de María

Aus Anlass der Feier des Jubiläums des 31. Mai im Jahr 1999 fand in Bellavista ein internationales Treffen der Schönstatt-Mannesjugend statt, „Junges Pfingsten“. Als Vorprogramm gab es eine Fußwallfahrt vom Heiligtum in Mendoza, Argentinien, über die Anden zum Cristo Redentor, er großen Christusstatue auf 3800 m Höhe. Anliegen dieser Wallfahrt war, symbolisch und auf die der Mannesjugend eigene Weise die Bedeutung und Größe des Ereignisses auszudrücken, das bald darauf gefeiert werden sollte. Damals entstand die Cruzada de María, die seither fester Bestandteil im Leben der Schönstatt-Mannesjugend Chiles und Argentinien und aller Länder Lateinamerikas ist – und darüber hinaus.

Hinauf zum Cristo Redentor

Damals wurde der 50. Jahrestag des von Pater Kentenich proklamierten “Kreuzzugs” des organischen Denkens, Lebens und Liebens im Alltag, mit und wie Maria, gefeiert; es geht darum, Maria in alle Bereiche des Lebens und der Gesellschaft zu tragen, damit sie durch das Liebesbündnis die Menschen zu Christus führt.

Der symbolische Ausdruck dafür, sich diesen “Kreuzzug”, diese Cruzada des Gründers zu eigen zu machen, war, real aufzubrechen unter dem Zeichen des Kreuzes und mit Maria, im Pilgern von einem Marienheiligtum zum anderen, und dabei auf dem Gipfel des Weges Christus zu begegnen, der Argentinien und Chile anschaut und segnet: der Cristo Redentor.

Auf den Wegen der Befreiungsarmee

Genau dieser Weg war es, der eineinhalb Jahrhunderte zuvor die Befreiungsarmee von José de San Martín marschieren sah. Hier begann die Unabhängigkeit dieser Völker. Beim Aufbruch von Mendoza weihten sie sich der Jungfrau vom Karmel; am Ort des Sieges, bereits auf chilenischem Terrain, erbauten sie ein großes Heiligtum, das von Maipú. Die Cruzada de Maria ist kein Kampf um Unabhängigkeit, sondern gegen das, was von Gott entfernt, was verhindert, ihn persönlich und nah zu erleben, als Erlöser, und im Bündnis mit ihm zu leben. Es geht nicht darum, Kanonen zu bewegen, sondern Geister und Herzen, die bereit sind, sich ganz dafür einzusetzen, dass Maria inmitten ihres Volkes wirkt. Die Marienheiligtümer sind eine ständige Einladung dazu.

Eine Cruzada im Namen Mariens

Die Jugend geht los und lässt Überflüssiges und selbst Notwendiges hinter sich, um die größeren Hindernisse auf dem Weg zum Gipfel, von Heiligtum zu Heiligtum, zu überwinden. Sie feiern einen Kreuzzug, der vor über 50 Jahren begonnen hat und von dem sie Teil sind, von dem wir alle Teil sind. Die Überquerung der Anden ist Symbol dieses Kreuzzugs im Namen Mariens, und darum heißt das Projekt in der „kriegerischen“ Sprache der erobernden Jugend Kreuzzug Mariens, Cruzada de María.

Cruzada de María… Los geht`s!

Jeden Tag beginnt die Wallfahrt unter dem Motto: “Cruzada de María – los geht`s!“ Die „Cruzada de María“ folgt dem Zeugnis von Mario Hiriart, der so deutlich das verkörpert, wofür diese große Wallfahrt steht, und der von der Einheit der Völker im Heiligtum träumte: „In den Anden bauen wir ein Heiligtum, Symbol der Einheit unserer Völker und Herzen und des Triumphes, den die Gottesmutter durch ihre Werkzeuge erringt.“ Der Pilgerstab, der der Cruzada vorangetragen wird, ist eine Nachbildung des Kreuzes vom Grab Mario Hiriarts, Zeichen dafür, dass die Jugendlichen seinen Spuren folgen und seine Hilfe erbitten.

Insgesamt werden etwa 400 km in 17 Tagen zurückgelegt; bei den letzten Cruzadas waren über 120 Pilger dabei. Die Cruzada verbindet Jugendliche verschiedener Länder: Argentinien, Chile, Brasilien, Paraguay, Méxiko, Ecuador…, die in dieser Zeit unter dem Banner Mariens pilgern. Es ist eine Manifestation dessen, was Glauben erreichen kann, wie Hindernisse überwunden werden, die das Leben mit sich bringt, wenn man das Ziel im Auge hat und einen weiten Horizont.

In seinem Buch beschreibt Javier Lascano (der dreimal an der Cruzada teilgenommen hat) sie als “Verrücktheit der Liebe”, und das ist sie, eine Manifestation der Liebe Gottes und der Gottesmutter.

Die Cruzada de María hat in den Jahren 1999, 2001, 2004, 2007, 2010, 2012 und 2014 stattgefunden.

Cruzada de María 2014

Die Cruzada 2014 war der Beitrag der “Missionarischen Generation” zum Jubiläum 2014 und findet im Januar 2014 statt, “um als internationale Schönstatt-Mannesjugend den 100. Jahrestag der Gründung der Bewegung zu feiern. Wir möchten uns im Geist der Kongreganten und Gründer erneuern, die vier Säulen der internationalen SMJ aufgreifen und Schönstatt in die kommenden 100 Jahre tragen.“ Die Cruzada 2014 wurde weltweit im solidarischen Bündnis begleitet. Höhepunkt war die Errichtung eines Bildstocks der Dreimal Wunderbaren Mutter von Schönstatt bei der Statue des Cristo Redentor.

Information:

Cruzada de María 2014
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Video: Cruzada de María 2014