Hausgespräche

Hausgespräche ist eine Initiative von Familien für Familien.

Rund um den TischEin Ehepaar lädt befreundete oder bekannte Paare und ein Familientrainer-Ehepaar (Absolventen einer Akademie für Familienpädagogik)  zu sich nach Hause ein. Nach einem kurzen Impulsreferat der Familientrainer zu einem von den Gastgebern gewählten Thema gibt es einen Erfahrungsaustausch zwischen den Paaren und anschließend noch ein gemütliches Beisammensein bei einem Imbiss.

Die Idee der  Hausgespräche entstand  in der Schönstatt-Familienbewegung Österreichs, ausgelöst durch die Frage: Wie kann der Gnadenstrom für Familien, der von Schönstatt am Kahlenberg ausgeht, Familien in ganz Österreich erreichen, und vielleicht sogar darüber hinaus? Der Gedanke kam: bei uns Zuhause! Und die Idee der Hausgespräche war geboren. Das erste Hausgespräch fand am 28. Februar 1994 statt.

Heute gehört die Durchführung eines Hausgesprächs zum Ausbildungsprogramm der Akademien für Familienpädagogik. Aus dem Kreis der Familien-Trainer kommen somit ständig neue Referenten und Themen.

Das Ziel der Initiative Hausgespräche

  • Geglücktes Familienleben ist wie ein Dach über der Seele. Dieses Dach können wir breiter machen, andere zu uns einladen und an unserem Leben teilhaben lassen.
  • Es gibt so viel zu Ehe und Familie, das man wissen kann und muss, damit das Miteinander gelingt. Die Hausgespräche bringen dieses Know how zu den Familien.
  • Die Begegnung mit anderen Familien weckt uns selbst wieder neu, die Hürden unseres eigenen Lebens anzugehen.
  • Ein Klima der Hoffnung wächst von Familie zu Familie
  • Impulse für ein glücklicheres Leben.
  • Im Zuhause bei einer bekannten Familie Gleichgesinnte kennen lernen.
  • Eine Vision von Kirche und Gesellschaft, getragen von der Grundkraft der Liebe.

Hausgespräch live: so geht es

PaargesprächEs ist Abend, ein anstrengender Arbeitstag ist vergangen, die Kinder liegen im Bett und der Babysitter ist engagiert. Ein Handvoll Paare, bunt gemischt, sitzen gemütlich bei einem Gläschen Wein beisammen und horchen aufmerksam einem Referentenpaar, die heute über das Thema „Typisch Mann und typisch Frau“ sprechen.

Sie sind zum Hausgespräch zusammen gekommen. „Endlich mal wieder Zeit für uns“, meint eine Ehefrau. „Wow, über dieses Thema haben wir  in 20 Jahren Ehe noch nicht nachgedacht!“ bricht es aus einem Ehemann. Seine Frau nickt.

Nach 45 Minuten Vortrag laden die Gastgeber zum Paargespräch ein. Jetzt endlich haben die zwei Zeit, über dieses Thema bei einem Spaziergang oder im Nebenzimmer zu sprechen:

  • Was hat mich angesprochen?
  • Wo haben wir positive Ansätze in unserer Familie?
  • Was nehmen wir daraus mit?

Anschließend trifft man sich wieder in der Runde. Fragen werden beantwortet, und ein lebendiger Austausch beginnt. Mit viel Lachen, Freude und der Erfahrung, sich und dem Partner etwas Gutes getan zu haben, klingt ein gemeinsamer Abend aus.

Andrea und Bernhard Jehle, Ravensburg

Gastgeber

Ein Ehepaar ist Gastgeber. Sie laden die Referenten und die Teilnehmer ein.

  • Die Idee der Hausgespräche gefiel uns so gut, dass wir bei uns auch einmal eines durchführen wollten. Die Referenten waren schnell gefunden und das Thema interessierte uns persönlich. Doch wen sollten wir einladen? Zugegeben wir  hatten echte Hemmungen,  die Leute anzusprechen. So sind wir einfach mit offenen Augen und Ohren durch unseren Alltag gegangen. Da war die Mutter eines Mädchens, die mit unserer Tochter in die Musikstunde geht. Die war sehr offen und hat von sich aus das Gespräch auf Ehe- bzw. Glaubensthemen gelenkt. Da waren Nachbarn in einer schwierigen Situation, die  offensichtlich eine „Antenne“ hatten für Impulse von außen. Die Mutter einer Schulfreundin unserer Tochter hat besonders nett gegrüßt. Junge Paare aus der Pfarrei, mit denen wir auf irgendeine Art in Kontakt kamen. Solche Familien haben wir dann angesprochen.

  • Beim letzten Hausgespräch, da hatten wir schon feste Zusagen unserer Teilnehmer und da kam uns noch eine Familie in den Sinn. Wir hatten das Gefühl,  die sollten wir ansprechen und haben uns doch nicht so recht getraut.  Am Tag bevor das Hausgespräch stattfinden sollte, hat sich eine Familie überraschend abgemeldet. Da entschlossen wir uns doch noch, einfach bei dieser Familie anzurufen. Die haben sich richtig gefreut und ganz spontan zugesagt,  so als ob sie nur auf unseren Anruf gewartet hätten.

  • Die Leute, die wir angesprochen haben, haben sich irgendwie von den anderen abgehoben, die kamen uns in den Sinn, waren offener oder es haben sich Gespräche ergeben, mit denen wir nicht gerechnet haben. Wir sehen das als Spur Gottes, ER hat uns diese Leute gezeigt und wir haben sie einfach gefragt.

  • Unsere Erfahrung ist, die Leute kommen sehr gern, sie gehen dankbar und mit neuen Impulsen wieder heim.  Eine Schwierigkeit ist vielleicht, dass auch Leute die gerne kommen, wegen anderer Termine oft keine Zeit haben, so müssen wir mehr Familien ansprechen als Platz haben. Das ist dann manchmal spannend, wie viele Paare letztendlich zusagen.

  • Es hat sich bewährt, während des Hausgesprächs um den Esstisch zu sitzen. Wenn viele Gäste kommen wird es manchmal eine große Runde. Als Abschluss kann man dann ins Wohnzimmer wechseln, zum gemütlichen Teil und den Abend langsam ausklingen lassen.  Von den Ehepaaren bekommen wir schöne Rückmeldungen. Man spürt, hier gibt es Sehnsüchte, für diesen Abend nehmen wir uns Zeit. Wir möchten gerne wiederkommen.  Das ermutigt uns, immer wieder ein Hausgespräch anzubieten. Denn Familien sind uns wichtig, wir laden sie gerne zu uns ein und tauschen uns mit ihnen aus.

Referenten und Themen

Referentenehepaare spezialisieren sich auf ein Thema oder mehrere.

Entscheidend ist, dass es sich um „Lieblingsthemen“ handelt, die im eigenen Leben und in der gemeinsamen Mission verwurzelt sind. Die in den Hausgesprächen gesammelten Erfahrungen und Beispiele reichern die Themen im Lauf der Zeit an.

  • Typisch Mann – typisch Frau
  • Unterm Teppich ist kein Platz – Streitkultur
  • Unterwegs mit Maria
  • Damit unsere Liebe lebendig bleibt
  • Doppelbelastung Familie und Beruf
  • Nicht ohne meinen Papa
  • Kinder stark machen
  • Wir gestalten unsere Zeit
  • Goldgräber statt Mistkäfer
  • Leben. Lieben. Wachsen. – Vom Wert der Einheit in der Ehe
  • Kommunikation und Zärtlichkeit.
  • Alt und jung unter einem Dach – wie kann ein harmonisches Miteinander gelingen?
  • Geschwister – Training für starke Kinder.
  • Hier fühl ich mich wohl – hier bin ich zu Hause.
  • Nach der Hochzeit soll’s bergauf gehen – gemeinsam wachsen.
  • Unser heißer Draht zum Himmel.

 

Kontakt

Deutschland
Gertrud und Norbert Jehle

www.hausgespraeche.net
[email protected]

Österreich

Alfred und Maria Kugler
02533/89617
[email protected]
www.hausgespraeche.at

Schweiz

Anna und Miloslav Kučera
Rietstrasse 9
8718 Schänis
Tel 055 615 40 03
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