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Publiziert am 2012-02-22 16:08:10 - International

„Die Männer des Umbaus“


DEUTSCHLAND, fma. Als die letzten Nicht-Fachmänner (und –frauen) gegen Mitternacht sich zurückzogen, wussten sie, dass „Tropfnasen“ nichts mit Schnupfen zu tun haben und dass es beim Cafeteria-Bau-Planen jetzt erst richtig losgehen würde ... Gegen halb zwei oder so soll dann Schluss gewesen sein. Baupläne, Zeichnungen, Kamin, Nischen, Bodenbeläge, Wärmebrücken, Brandschutzauflagen, Abluftrohre, Türen, Fenster und die Breite des Vordachs: Nur wem die Cafeteria ein Herzensanliegen ist, kann so lange, so engagiert und so begeistert darüber reden. Oder wie Johannes Höfle in jeder Pause des parallel stattfindenden SMJ-Treffens dabei sein ... "Cafeteria": den Treppenhausgesprächen einen Tisch und einen Stuhl geben. So hat das große Umbauprojekt in Schönstatt auf`m Berg Memhölz angefangen.

Vor dem hier (zugegeben aus der Sicht eines der Nichtfachleute, die gegen Mitternacht verschwunden sind) beschriebenen Cafeteria-Team-Treffen am 4. Februar gab es eine Besichtigung der bisher erfolgten Umbauten.

In den Toiletten im unteren Stockwerk stecken – das weiß nur, wer dabei war – die meisten Stunden und Schweißperlen pro Kubikmeter umbauten Raum. Ob man das nicht mit einer Plakette festhalten sollte?

Gegen die Uhr

Dann wird erzählt von der Großaktion Speisesaal. Neue Gerüste, neue Baustelle im Büffet-Raum und Großen Speisesaal: Die Decke wird abgehängt, die alte Holzverkleidung (gemütlich, aber dunkel) kommt weg, Lärmschutzdecke rein.

Zunächst sah es so aus, dass nicht viele ehrenamtliche Mitarbeiter Zeit haben - aber dann waren neun Männer da, und Thomas Graf und die Mitarbeiter vom Haus - und an einem Mittwochnachmittag taucht Thomas Waltinger auf, der am Nachmittag frei hat,  bringt seinen Nachbarn mit und macht weiter unten bei den WCs. Die Lampen werden Montag bestellt, sollen Mittwoch kommen!

Denn am Freitagabend um 18 Uhr muss alles fertig sein: der Büffet-Raum, der Große Speisesaal und der Kleine Speisesaal - die Decken und die neue Beleuchtung! Aber - sie kommen nicht am Mittwoch, sondern erst am Freitag gegen 14 Uhr! Vier Männer montieren dann im Volltempo die Lampen - und Frau Hinterberger und drei Frauen vom Bergteam putzen ununterbrochen - zuerst im Büffet-Raum. Denn da muss um 17:55 Uhr das Büffet für den Pfarrgemeinderat stehen, der dann im Kleinen Speisesaal essen kann. Um 17:30 Uhr sah es noch nicht so aus, als ob das irgendwie möglich wird! Ein Gerüst-Teil steht noch da, Farbeimer, Kabel hängen herum, Staub, Abfallkisten ...

Und doch - um 17:55 Uhr steht das Büffet, schön beleuchtet. Und die Teilnehmer der PGR-Klausur freuen sich darüber und lassen sich im Kleinen Speisesaal (der auch noch sauber geworden ist) nieder. Währenddessen werden die vielen Lampen im Großen Speisesaal angebracht. Markus Kreuter, der einige Wochen im Haus mithilft, erweist sich als "Elektrotechniker" und packt nach anfänglichen Hilfsarbeiten beim Montieren selber mit an. Ein Glück, dass die große Gruppe erst um 21:30 Uhr anreist! Diese Skifreizeit aus Stuttgart mit 50 Leuten kommt immer erst so spät. Und nun - der Große Speisesaal ist hell (Decke, Lampen) und freundlich geworden. "Früher ging ich immer lieber in den Kleinen Speisesaal, aber jetzt zieht's mich automatisch in den Großen", - so ein Stammgast.

Den großen Speisesaal kennt man mit der strahlend weißen Lärmdämmdecke samt neuen Leuchten gar nicht mehr wieder, so hell und weit wirkt er jetzt. Und nein, er ist nicht neu gestrichen worden, es wirkt nur so! Ebenso der Flur mit der nach innen versetzten Tür zum großen Vortragssaal – samt Nische, die zum idealen Kinderwagenparkplatz geworden ist.

Eine 76-jährige macht sich schon über die Umbauphase Gedanken: Wo wird der Laden sein? Wer räumt den aus, damit die schönen Karten nicht einstauben? Wer kommt immer wieder mal und hilft, den Baustaub rausputzen? Sie selber hat sich schon ein paar Tage Putzdienst eingeplant.

Candle Light Dinner zur Marriage Week

In diesem nun so hell und freundlich gestalteten Großen Speisesaal fand dann am Schluss der Marriage Week ein Candle Light Dinner für Ehepaare statt. Zehn Paare haben es einfach genossen! Im Großen Speisesaal, nur bei Kerzenlicht, mit schöner Musik: ein feines Menü, bei dem man sich für jeden Gang etwas wählen konnte. Der Büffet-Raum war auch nur mit Kerzen beleuchtet, so dass der Service von da her erfolgte. Jedes Paar an einem Tisch - obwohl man sich zum Teil kannte. "Ich soll Ihnen von Tisch 14 sagen, dass sie total satt sind, und ..." Frau Denz, die kassierte, war "Botschafterin" von Tisch zu Tisch.

Helden des Umbaus

Und die „Männer des Umbaus“ (so heißen sie in einer der geplanten Veranstaltungen vor dem 20. Mai, dem Fest, wenn die Vaterstatue aufgestellt wird) verdienen eigentlich den Namen: Helden des Umbaus.


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