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Publiziert am 2011-08-20 14:47:02 - International

Alle mild dorthin zu führen …


Bündnisfeier, 18. Juni, Heiligtum in MemhölzDEUTSCHLAND, fma. Wozu kommen wir an jedem 18. des Monats zum Heiligtum und bringen an diesem Tag, verbunden als internationale Schönstattfamilie, die kleinen, großen und ganz großen Erfahrungen unseres Lebens – die Erfahrungen von Tragen und Ertragen, von Ertragen- und Getragenwerden, von Leiten, Erstreiten, Wagen, Sagen, Sinnen, Minnen, Leid und Freude – als Beitrag zum Gnadenkapital der Dreimal Wunderbaren Mutter von Schönstatt? Weil wir so dazu beitragen, die Wirkkraft der Gottesmutter von jedem Heiligtum aus unendlich weit in die Welt hinaus zu erweitern. Denn es gibt keinen Ort, an dem sie nicht jemanden ins Reich Gottes hineinziehen kann. Seit einem Jahr erschließt Pfarrer Leonhard Erhard bei der Bündnisfeier im Heiligtum in Schönstatt auf`m Berg, Memhölz, den Teilnehmern der Bündnisfeier Zeile um Zeile, Wort um Wort, Lebensvorgang um Lebensvorgang die „Gute Meinung“ aus der Morgenweihe in Himmelwärts als Leitspur schönstättischen Lebens …

An diesem so weltweit offenen 18. August 2011, an dem in Madrid Zehntausende von jungen Menschen den Heiligen Vater begrüßten und Hunderttausende von Menschen ihr Liebesbündnis erneuerten und genau so wie hier am Heiligtum in Memhölz ihre Bündniserfahrungen ins Gnadenkapital schenkten, erschloss Pfarrer Erhard dieses „Wozu“: Die Gottesmutter braucht es, um „alle mild dorthin zu führen“. Dorthin: ins Reich, ins Herz Gottes, ins Heiligtum, ins Liebesbündnis – wenn und weil es dem persönlichen Charisma der so von ihr berührten Menschen entspricht.

Ein bleibendes Berührt- und Geführtsein

Es geht nicht um eine momentane Spitzenleistung, nicht um eine Momenterfassung des Herzens, so Pfr. Erhard. Wenn die Gottesmutter vom Heiligtum aus einen Menschen berührt, dann möchte sie bleibend wirken – und so genau der großen Angst entgegenwirken, in der eigenen Sehnsucht, im eigenen Wirken und Leben irgendwann allein auf weiter Flur zu stehen.

Und hier eröffnet sich, so Pfarrer Erhard, die Bedeutung des Wortes „mild“ (auch für diejenigen, die sonst im Himmelwärts stattdessen schon einmal „wild“ beten). Wer mit Druck angezogen wird, wer mit Druck zu etwas gedrängt wird, der wird umso weiter ausbrechen, wenn sich die erste Gelegenheit dazu bietet. Die Gottesmutter zieht die Menschen mild an sich und an ihr Heiligtum – und möchte, dass auch wir es tun. Das bedeutet, nicht jemanden hineindrängen in etwas, das meinem Plan entspricht (und wenn er noch so gut ist), sondern zu spüren, was in den einzelnen wachsen und sich entfalten möchte. Weil das Charisma Schönstatts das Charisma Marias ist, fände sich in jedem Menschen ein Ansatzpunkt, der von diesem Charisma mild berührt werden könnte. Und doch gelte es, herauszuspüren, wenn jemand in einer anderen Bewegung, in einer anderen als der apostolischen Lebensform Schönstatts, mehr wachsen könne, ihn dorthin zu führen, wo er glücklicher sein werde.

Dank und Bitten – von hier aus bis Madrid und an die Enden der Erde

Österreichische Bundesfamilien hatten die musikalische Gestaltung übernommennDas Wallfahrtsgebet 2014, Dank und Bitten der an diesem Abend dank österreichischem Familienbund besonders großen und internationalen Bündnisfeiergemeinschaft zeigen der Gottesmutter, dass all die Beiträge, die anschließend in den Krügen gesammelt werden, ihre weltweite Wirksamkeit unterstützen sollen. Die Jugendlichen, die von hier aus nach Madrid zum Weltjugendtag gefahren sind und alle aus der Schönstattjugend, die dort sind, ja, alle Jugendlichen sollen berührt werden von diesem Heiligtum aus, die weltweite Schönstattfamilie, Menschen aus den Familien, Gruppen, Nachbarschaften, Arbeitsplätzen …

Bleiben

Wohin die Gottesmutter „von hier aus“ an diesem Abend und weiter wirkt? Wen sie mild ins Reich Gottes, in die größere innere Freiheit und Weite - das Herzensanliegen Pater Kentenichs – führen konnte wegen dem, was auf den Zetteln steht, die am Schluss der Feier im Feuer verglühen? Wen sie bleibend berühren kann deshalb?

Alle, die an diesem Abend noch lange zusammenstehen oder – sitzen, haben auf jeden Fall dieses eigentümliche Leuchten in den Augen, das von diesem milden bleibenden Berührtwerden in wachsender Freiheit erzählt …


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