Veröffentlicht am 23. August 2015 In Zweites Jahrhundert des Bündnisses

Drei Fragen… zu Schönstatt im zweiten Jahrhundert des Liebesbündnisses (38)

Heute antwortet: María Victoria Ramírez Jou. Ich bin Mutter von zwei wunderbaren Kindern. Und bin Kommunikationswissenschaftlerin und Fernseh- und Kinoproduzentin und Moderatorin kultureller Ereignisse. Außerdem arbeite ich sehr engagiert in verschiedenen sozialen Organisationen im Bereich Kommunikation, Promotion und Fundraising. Ich bin 44 Jahre alt, seit 20 Jahren verheiratet mit Claudio Ardissone, und wir haben eine schöne Familie mit unseren beiden Kindern Costanza, 16, und Camilo, 13. Ich bin Schönstätterin mit Liebesbündnis aus meiner Zeit in der Mädchenjugend und habe in der Familienbewegung bei der Organisation eines lateinamerikanischen Treffens hier in Paraguay mitgearbeitet. In meinem letzten Schuljahren und während des Studiums war ich in einer Gruppe der Mädchenjugend bzw. der Studentinnen, war verantwortlich für eine Gruppe vom CAVEVI (Camino, Verdad, Vida – Weg, Wahrheit, Leben, einer Katechese für Heranwachsende zwischen Erstkommunion und Firmung) und habe eine Gruppe der Mädchenjugend geführt.

Mir war die Beziehung zu Schönstatt immer sehr wichtig, die MTA ist seit ich klein war vor meinen Augen, sozusagen in der Netzhaut eingebrannt! Meine Eltern haben nämlich in der Gründungszeit Schönstatts in Paraguay eine Weile zur Familienbewegung gehört und die MTA war immer in der Wohnung meiner Eltern an einem Ehrenplatz.

Als wir verlobt waren, habe ich die allerbeste Beratung und Vorbereitung durch Pater José María García erhalten, der uns geholfen hat, unser JA zu verfeinern und zum zweiten Mal in unserem Leben und jetzt gemeinsam das Liebesbündnis zu schließen.

Immer Schönstatt nahe geben wir jetzt, schon als Eltern eines Mitgliedes der Mädchenjugend und eines Mitglieds der Mannesjugend, etwas von all dem Segen weiter, den wir erhalten haben und immer weiter erhalten.

Die Schönstatt-Bewegung hat mir eine Mama im Himmel geschenkt und eine praktische Führung durch unseren Vater, aber sie hat mir auch einen geistlichen Vater hier auf Erden geschenkt, Pater José María García, dem wir sehr viel verdanken von dem, was wir heute als Menschen, als Eltern und im Beruf sind.

 

Ein halbes Jahr sind wir unterwegs im zweiten Jahrhundert des Liebesbündnisses – Was ist Ihr Traum von diesem Schönstatt in seinem Sein, seiner Verortung in Kirche und Welt und seinem Tun?

Ich träume davon, dass mein Schönstatt das dauernde und beständige Fühlen eines JA ist. Schönstatt ist Liebesbündnis und das Leben selbst. Konkret wird das im täglichen Tun, wo Tag für Tag diese Verpflichtung, ein besserer Mensch zu werden erneuert wird, in einer Welt, die uns nur Erfolgsmodelle zeigt, die Lichtjahre von dem entfernt sind, was wir als „heilig“ kennen. Mein Ziel wäre, dass dieses Bündnis zur Mission des Seins und Handelns würde, kompatibel mit allen Stadien des realen Lebens. Dass das reale Leben nicht auf einer Spur läuft wie das geistliche Leben, und dass dieses sich mit festem Schritt in all den Facetten umsetzt, mit denen ich zu tun bekomme und in denen ich handle. Und dass es dazu dient, reales und berührbares Werkzeug zu sein, um mit Taten zu sprechen und nicht nur schöne Worte zu predigen.

Ich träume, dass mein Schönstatt Teil meines Namens ist und dass mein Name Teil meines Schönstatt ist.

Was müssen wir hinter uns lassen oder vermeiden, damit dieser Traum Wirklichkeit wird?

Ich glaube, dass Wichtigste ist, die Wegwerfkultur hinter uns zu lassen, von der der Papst so viel spricht, diese Kultur, die alles so stark durchdringt und macht, dass nichts mehr ewig ist. Dagegen kämpfen. Das, was Pater Kentenich uns so oft sagt, das Wichtigste ist der Mensch, ist die Person. Ich habe das Gefühl, dass das manchmal vergessen wird.

Ich glaube auch, wir müssen uns vor dem “ Leben Light“ hüten, das durchdringt auch stark unser Lebensgefühl. Ich glaube, Tiefe ist der Schlüssel zum Glaubensleben, ist das, was uns hält und was uns dabei bleiben lässt.

Wir müssen gegen alle Selbstzufriedenheit in jedem Sinn angehen.

Hier in Paraguay gibt es ein Schönstatt, das ist Trend, das ist in, das ist Mode; aber das dient zu nichts anderem, um nach außen zu zeigen, dass man bei etwas dabei ist, das in ist. Aber es kann ein Ansatzpunkt sein, damit wir Herzen wirklich gewinnen, es kann gerne sein, dass sie kommen, weil Schönstatt Mode ist, aber dass sie dann bleiben, weil sie überzeugt sind.

Welchen konkreten Schritt müssen wir jetzt tun, damit dieser Traum Wirklichkeit wird?

Zurückkehren zu den Wurzeln.

Erziehung in allem und wo immer möglich.

Dein Bündnis unsere Mission, und Mission geht nicht ohne Taten, ohne Aussendung. Wir müssen solide Wege der Arbeit schaffen und unser Leben nicht zweiteilen, müssen sorgen, dass wir in allen Umgebungen eine und dieselbe Person sind, und das geschieht, wenn unser Schönstatt überall ist.

Lebendiges Apostolat, damit du deinen Glauben leben kannst.

 

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Original: Spanisch. Übersetzung: Maria Fischer, schoenstatt.org

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