Veröffentlicht am 30. Juni 2015 In Zweites Jahrhundert des Bündnisses

Drei Fragen… zu Schönstatt im zweiten Jahrhundert des Liebesbündnisses (28)

Die heutige Antwort kommt von Joe Yank, Mitglied des zweiten Kurses des Familienbundes in den USA (Norden), „sieghaftes lebendiges Nazareth“, mit seiner Frau, Judy, und den drei Kindern, Sr. M. Faustina, Gabrielle und Thomas; sie sind „Stern des Meeres – Hoffnung der Zukunft – lebendiges Hausheiligtum unserer MTA“ •

Ein halbes Jahr sind wir unterwegs im zweiten Jahrhundert des Liebesbündnisses – Was ist Ihr Traum von diesem Schönstatt in seinem Sein, seiner Verortung in Kirche und Welt und seinem Tun?

Ich träume von einer Welt, die angefüllt ist mit Heiligtümern unserer lieben Mutter und Königin, viele, viele Heiligtümer, Filial-, Haus-, Wegrand- und Pilgerheiligtümer, am wichtigsten aber Herzensheiligtümer. Unsere Schönstattheiligtümer, ja, aber dann, in ihrem Schatten, viele, viele Heiligtümer, wo unsere Mutter ihren Sohn zu jedem und jeder Familie bringen kann, die unser Himmlischer Vater erschaffen hat. Erschaffen als lebendige Heiligtümer, viele lebendige Heiligtümer, Herzensheiligtümer des Dreieinen Gottes. Das ist ihre Art, die Peripherien zu evangelisieren.

Was müssen wir hinter uns lassen oder vermeiden, damit dieser Traum Wirklichkeit wird?

Wir müssen dahin kommen, in der Tiefe unseres Herzens zu wissen, dass wir im Heiligtum leben, wo immer wir sind. Das Urheiligtum ist wichtig, in dem unsere MTA ihre Mission begonnen hat, und es wird immer der Hauptwohnsitz aller Schönstattkinder sein. Unsere 100-Jahre-Jubiläumsfeier war von großer Bedeutung um uns zu helfen, das zu erkennen. Jetzt können wir die großartigen Feiern hinter uns lassen, nicht im Sinne des Vergessens, sondern weil SIE gewünscht hat, sich auszustrecken in der ganzen Welt, in vielen Filial-, Haus-, lebendigen Heiligtümern und Pilgerheiligtümern. Das große Gnadenkapital floriert nun in vielen ‚Bankfilialen‘ (Heiligtümern) in der ganzen Welt, nicht nur im Hauptzweig, auch wenn wir wissen, dass alle Gnaden von daher fließen, und wir können nach Belieben einzahlen oder abheben, wo immer wir sind, was immer wir brauchen mögen. Wenn wir um uns herum schauen, wissen wir, dass wir in Dachau leben; wir sind im Exil mit unserem Vater und Gründer. Er hat uns nicht allein gelassen. Wir müssen die Vorstellung hinter uns lassen, dass er gestorben ist und von der Erde abberufen wurde, und realisieren, dass er auf Schritt und Tritt mit uns geht und uns führt auf dem Weg der liebenden Vorsehung des Vaters. Wir können gehen, wie er gegangen ist, mit der Hand am Puls der Zeit und dem Ohr am Herzen Gottes.

Welchen konkreten Schritt müssen wir jetzt tun, damit dieser Traum Wirklichkeit wird?

Pater Kentenich riet uns, trotz aller Schwierigkeiten immer den Weg zueinander zu suchen und zu finden. Und er betet: „Verleihe, o mein Gott, dass alle Geister in der Wahrheit und alle Herzen in der Liebe sich einen.“ Wenn wir diese Worte in unserem Alltag leben, sind wir auf dem Weg zum Aufbau einer Bündniskultur für das dritte Jahrtausend.

Jeder von uns ist ein wesentlicher Teil der großen Familie, für die unser Gründer litt, und die er in seiner Lichtmessschau auf seinem Weg nach Dachau als frei vorhersah. Wir sind diejenigen, die er ruft: „Gehst du mit…?“ Wir sind die Kleinen, an denen er sich erfreut, wie sich das Wunder der Heiligen Nacht entfaltet. Lasst uns unser Ideal leben!

Ich glaube fest, dass nie zugrunde geht, wer treu zu seinem Liebesbündnis steht.“ MPHC-EV

Original: Englisch. Übersetzung: Ursula Sundarp, Dinslaken, Deutschland

 

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