Veröffentlicht am 9. Juni 2015 In Zweites Jahrhundert des Bündnisses

Drei Fragen… zu Schönstatt im zweiten Jahrhundert des Liebesbündnisses (16)

Heute antwortet: Schw. M. Elizabet Parodi, Rom, aus Argentinien; sie arbeitet in der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungen im Vatikan •

Ein halbes Jahr sind wir unterwegs im zweiten Jahrhundert des Liebesbündnisses – Was ist Dein Traum von diesem Schönstatt in seinem Sein, seiner Verortung in Kirche und Welt und seinem Tun?

Ich träume es verwurzelt im Vertrauen.

Ein Schönstatt im Vertrauen darauf, dass Maria das Bündnis erneuert hat und dass wir uns in der ersten Liebe zu ihr erneuern, in einer Liebe, die fähig ist, Grenzen zu überwinden und herauszugehen, um zu schenken, was sie empfangen hat. In diesem Sinne ist Schönstatt nicht aufzuhalten. Nicht aus eigener Kraft oder aus Arroganz, sondern als Frucht des Vertrauens in das „Nichts ohne dich, nichts ohne uns“.

Was müssen wir hinter uns lassen oder vermeiden, damit dieser Traum Wirklichkeit wird?

Das unaufhaltbare Schönstatt ist das, das in der Nacht geht, die Fackel in der Hand: ein wunderbares Bild, das das Jubiläum uns geschenkt hat. Die Gefahr der Nacht ist einzuschlafen. Darum müssen wir vermeiden, auf die Dunkelheit zu schauen und die Augen richten auf das Licht, das wir tragen.

Außerdem müssen wir vermeiden, Pantoffeln anzuziehen, denn das ist der Schritt, um anzufangen, einzuschlafen. Das Einfache hinter uns lassen, mehr wagen, im Vertrauen. Maria geht voran. Das hat sie uns gezeigt.

Welchen konkreten Schritt müssen wir jetzt tun, damit dieser Traum Wirklichkeit wird?

Am Morgen dieser neuen Etappe verkündet der Papst das Jubiläum der Barmherzigkeit. Es scheint mir ein Zeichen. Gott fordert uns in unserem Charisma heraus, in der Herausforderung, Zweitursachen zu sein, Transparente Gottes für die Menschen. Jede Gruppe, jede Gemeinschaft, jeder von uns, jedes apostolische Tun… ein Spiegel der Barmherzigkeit Gottes, des Vaters.

Er fordert uns heraus, weil es die tiefste Identität des Charismas unseres Gründers berührt, und konfrontiert uns mit dem Geschenk, das wir in seiner Person erhalten haben. Eine Fackel, die nicht nur für uns ist, die aber in unseren Händen ist. Die Herausforderung des unaufhaltsamen Schönstatt – das Licht zu schenken, das wir empfangen haben.

Original: Spanisch. Übersetzung: Maria Fischer, schoenstatt.org

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