Veröffentlicht am 5. Mai 2015 In Zweites Jahrhundert des Bündnisses

Drei Fragen… zu Schönstatt im zweiten Jahrhundert des Liebesbündnisses (6)

Heute antwortet: María Teresa Ramírez Canales, Chilenin, aus  Santiago, Geschäftsführerin des Verlags Nueva Patris

Ein halbes Jahr sind wir unterwegs im zweiten Jahrhundert des Liebesbündnisses – Was ist Dein Traum von diesem Schönstatt in seinem Sein, seiner Verortung in Kirche und Welt und seinem Tun?

Ehrlich gesagt ist mein Traum, dass die ganze Welt den wunderbaren Reichtum kennen lernt, den es in Schönstatt gibt. Nachdem wir die Feier des Jubiläums erlebt haben, ist das Herz doch voll und das Feuer entfacht. Das erste, was ich hoffe, ist, dass dieses Feuer nicht ausgeht; ich träume von einem Schönstatt, das in der Welt, in der Gesellschaft und vor allem in dem, der es geistlich am meisten braucht, angekommen ist. Ich glaube, dass wir als Schönstätter der Welt viel zu geben haben.

Jahrelang haben wir ein Wissen in vielen Bereichen erlangt: das Beispiel eines Vaters und Guten Hirten, Pädagogik, marianische Spiritualität, wie man heilig die Ehe lebt usw. Unser Liebesbündnis teilen, unser Charisma teilen und endlich aufhören mit der Nabelschau! Heraus aus der Elite und der Bequemlichkeit! Ich bin fest überzeugt, dass jeder Schönstätter der Welt viel zu geben hat und gerufen ist, das Leben der anderen am eigenen Leben zu entzünden.

Was müssen wir hinter uns lassen oder vermeiden, damit dieser Traum Wirklichkeit wird?

Ich glaube, als erstes müssen wir raus aus unserer warmen, gemütlichen kleinen Welt. Uns in die Kirche hineingeben und unseren Beitrag geben, fertig. Uns in die Hände der Gottesmutter geben und vom Heiligtum aus auf die Gnade der apostolischen Sendung und Fruchtbarkeit setzen. Wir müssen vermeiden, einzuschlafen und dass uns die Routine des Alltags außer Gefecht setzt.

Welchen konkreten Schritt müssen wir jetzt tun, damit dieser Traum Wirklichkeit wird?

Den Weg suchen und losgehen. Als Fahne unser Liebesbündnis und unser kindliches Vertrauen auf unseren Vater und Gründer tragen. Auf uns vertrauen, auf unsere Fähigkeit, und herausgehen in die Kirche.

Und dann einfach das suchen, was wir gern machen und das mit Begeisterung, Freude und viel Glauben angehen und tun. Für mich etwa war es immer eine Freude, mit Ehepaaren zu arbeiten. Zuerst habe ich das mit meinem Mann dort, wo wir gewohnt haben, gemacht, wir haben mit Familiengruppen gearbeitet und dabei nach und nach Schönstatt bekannt gemacht. Daraus ist viel später und mit der Hilfe von Maria und dem Heiligen Geist das Heiligtum von Valle Maria in Buin, Chile, entstanden.

Jetzt haben wir uns für ein Projekt entschieden, das letztes Jahr in Chile gestartet ist: Fortalecimiento matrimonial, Ehe-Stärkung. Da geht es darum, den Ehepaaren etwas mitzugeben für ihr Eheleben, ein Durchbrechen der Routine, die uns allen so zu schaffen macht. Das wollten wir von Anfang an offen für die ganze Kirche machen. Und so der Kirche geben, was wir all die Jahre empfangen haben. Ich glaube, wir müssen uns bloß in die Hände unseres Vaters geben und dann mit viel Glauben einfach loslegen.

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