Veröffentlicht am 12. Oktober 2017 In Schönstätter

Um die Öffnung Schönstatts für die Welt von heute: 80. Geburtstag von Pater Dr. Michael Joh. Marmann

Maria Fischer •

Ende September hat Pater Dr. Michael Joh. Marmann in Schönstatt seinen 80. Geburtstag gefeiert, mit vielen, die seinen Weg begleitet haben – als Schönstattpater, als Leiter der Schönstatt-Bewegung in Deutschland in Zeiten von Liebesbündnis für unser Volk, Gedenkjahr zum 100. Geburtstag von Pater Kentenich, Wende und Wiedervereinigung („Gott handelt in unserer Geschichte“), als Generaloberer des Instituts der Schönstatt-Patres und Vorsitzender des Generalpräsidiums, als Pionier der Öffnung Schönstatts für die Ökumene und das „Miteinander für Europa“, und schließlich als Rektor des Urheiligtums, als dieses nach so vielen langen Jahren des Betens und Opferns und Verhandelns und „Fast-nicht-mehr-Glaubens“ fast so unerwartet, wunderbar und vollständig geschenkt wurde wie der Fall der Mauer gut zwei Jahrzehnte zuvor.

Pater Juan Pablo Catoggio, Generaloberer der Schönstatt-Patres, schreibt über ihn: „Der liebe Gott hat dir – wie Papst Franziskus von sich sagt – „santa inconsciencia“, eine „heilige Leichtfertigkeit“ geschenkt, damit aber auch einen vertrauensvollen Wagemut.“

 

Streiflichter auf den Spuren des Lebens

Zu lesen in einer Festschrift, die vier Mitbrüder seiner Hausgemeinschaft in München zusammengestellt haben. Neben Grußworten von P. Juan Pablo Catoggio, P. Heinrich Walter und P. Theo Breitinger finden sich darin Schriften und Texte von P. Marmann, „Streiflichter auf den Spuren des Lebens“, wie die Herausgeber sagen.

Darin werden Kernanliegen von P. Michael Joh. Marmann streiflichtartig sichtbar: Was Maria ihm bedeutet und was die Begegnung mit Pater Kentenich ausmachte, das Handeln Gottes in unserer Geschichte und die Ökumene, das Miteinander der Bewegungen untereinander und mit den Päpsten und auch seine theologischen Anliegen um Natur und Gnade.

Darüber hinaus

Was schreibt man in einem kurzen Artikel über Pater Michael Marmann, über einen Menschen mit einem so weiten Horizont des Denkens und Handelns? Etwas von Offenheit und Öffnen…

Eine Aussage von ihm unmittelbar nach der Ernennung zum Rektor des Urheiligtums:

„Für mich ist das Urheiligtum ja – mehr als alle Schönstattheiligtümer in der ganzen Welt – „ein Heiligtum für alle“. Natürlich für alle nationalen Schönstatt-Familien weltweit. Aber auch für Menschen aller Herkunft und Couleur, die hierher kommen. Für jeden soll dieses Heiligtum offen sein und alle sollen in ihrer Art hier angesprochen werden. Das ist für mich ein großes Anliegen. Das Urheiligtum und seine Sendung bedeutet, wirklich für alle Menschen da zu sein. Pater Kentenich hat ja am 18. Oktober 1914 gesagt, dass er diesen Ort gerne zu einem Wallfahrts-, zu einem Gnadenort machen möchte, der weit über die damaligen Benutzer hinauswirkt. Diese Überzeugung hat er mit dem berühmten Wort vom Schatten des Heiligtums, in dem auf Jahrhunderte das Schicksal der Kirche wesentlich mitentschieden würde, geweitet. Inzwischen hat sich diese Dimension konkretisiert. Und das Urheiligtum ist in sich ein internationales Heiligtum, das durch die vielen Filial-Heiligtümer eine ganz klare internationale Dimension hat und er wird sicher sagen, man müsste dem hier am Ort irgendwie gerecht werden. Und ich hoffe, dass durch das Stichwort „Heiligtum für alle“ das auch einigermaßen gewährleistet ist.

Schönstatt soll in der Vision unseres Gründers dafür sorgen, dass es eine neue christliche Gesellschaftsordnung gibt. Eine solche Zielstellung, die in diesem Ursprungsheiligtum ihren Anfang nahm, richtet sich nicht nur an die christlichen Gemeinschaften oder an die katholische Kirche, was natürlich das Nächstliegende ist, sondern tatsächlich auf die ganze Welt. Als das Konzil in Rom zu Ende ging, hat Pater Kentenich am 8. Dezember 1965 in Rom davon gesprochen, dass er die Kirche immer gesehen habe als „die Seele der modernen Weltkultur“. Die Kirche hat eine Sauerteigfunktion für die ganze Welt und Schönstatt versucht mit seinem Urheiligtum, dem zu dienen.“ (Quelle: schoenstatt.de, März 2012)

In die Festschrift, die er mir geschenkt hat, steht als handschriftliche Widmung:

Im Bemühen um die Öffnung Schönstatts  für die Welt von heute vereint.“

Herzlichen Glückwunsch, P. Marmann!

 

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