Veröffentlicht am 11. Januar 2018 In Leben im Bündnis

Engling: Wir hüten dein Erbe in Paraguay

PARAGUAY, Andrés Romero •

Am 25. Dezember, an Weihnachten, dem Fest der Geburt Jesu, hatte die Schönstattjugend von Asunción nach vielen Monaten der Planung und des Gebetes die Freude der Neueröffnung ihres Bildungshauses.

Warum Neueröffnung? Für diejenigen, die nicht Bescheid wissen: Am Abend des 7. September 2016 passierte etwas Schlimmes; wegen eines Kurzschlusses in einem der Zimmer brach im Haus der Schönstatt-Mannesjugend ein Feuer aus, und obwohl es schnell unter Kontrolle gebracht werden konnte, wurde durch Rauch und Hitze die gesamte Struktur des Hauses stark beschädigt.

Doch trotz dieses Unglücks war die Gottesmutter wohl dazwischen. Das Haus war zu dem Zeitpunkt voller Jugendlicher – und alle konnten das Haus verlassen, ohne verletzt zu werden.

 

Jetzt heißt es „Englinghaus“

Im Laufe der ersten Monate nach dem Brand wurde das ganze Ausmaß der Schäden und der damit verbundenen finanziellen Wirkungen klar. Eine Gruppe Jugendlicher aus der Schönstattjugend kümmerte sich um den spirituellen und materiellen Wiederaufbau.

Nach etwas mehr als einem Jahr konnten sie sagen: Mission erfüllt, und mit der Neueinweihung wurde aus dem alten „Haus der Schönstatt-Mannesjugend“ das „Englinghaus“ zu Ehren dieser großen Persönlichkeit, dem Symbolträger der Schönstattjugend. Engling war ein junger Mann, der nicht gezögert hat, sein Leben für andere zu riskieren. Er war ein Beispiel der Dienstbarkeit, Apostolat, Reinheit und Opfer, Werte, die aus ihm einen Schönstatt-Helden gemacht haben, den alle kennen.

In dem Jahr, in dem es 100 Jahre sind seit seinem Tod, möchte die Schönstatt-Mannesjugend von Asunción ihn mit dieser einfachen, aber starken Geste ehren. Pater Kentenich nannte ihn einmal „die gelebte Gründungsurkunde“. Die Kraft, die sein Leben bewegte, waren das Liebesbündnis mit Maria und seine Liebe zu Schönstatt.

Ein Held unserer Zeit: Pipo de la Guardia

Das Englinghaus ehrt auch einen Helden unserer Zeit, dem einer der Räume gewidmet ist. Pipo de la Guardia war ein Mitglied der Mannesjugend, der auch in seiner schweren Krankheit lächeln und den Willen Gottes in jedem Moment annehmen konnte. Unser Ziel ist es, dass durch das Zeugnis seines Lebens unsere Jugend motiviert wird und in ihm ein Beispiel findet, dem sie folgen kann.

Jetzt arbeiten wir dafür, dass das erneuerte Haus wieder ein Ort der Bildung und Befähigung von schönstättischen Führungspersönlichkeiten wird, und dass sie hier die notwendige Stärkung finden, um die Herausforderungen des neuen Jahrtausends anzunehmen.

Mit unserem Gnadenkapital möchten wir Maria zur Königin des Hauses und der Mannesjugend krönen, damit wir aus ganzem Herzen sagen können: Josef Engling, wir hüten dein Erbe, in Paraguay, fernab von Deutschland, das deine Heimat war.

 

Original: Spanisch, 05.01.2018. Übersetzung: schoenstatt.org

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