Veröffentlicht am 14. November 2017 In Leben im Bündnis

Der 18. Oktober im Bergland von Texas

USA, Pilar Huerta •

Am Sonntag, dem 22. Oktober, hat die Schönstattfamilie von Texas im Cor Unum in Patre-Heiligtum, Berg Schönstatt, in der Erzdiözese San Antonio, Texas USA, den Bündnis- und Gründungstag Schönstatts nachgefeiert. „Unser himmlischer Vater hat uns einen wunderschönen sonnigen Tag für unser Familienfest beschert“, bemerkte jemand dankbar. Da das Schönstattzentrum in Lamar wegen der Sturmschäden noch nicht wieder in Betrieb genommen werden konnte, pilgerte die Schönstattfamilie und Freunde aus sechs Diözesen zum Besuch der Dreimal Wunderbaren Mutter nach San Antonio, und um als eine im Vaterherzen und im Herzen des Vaters und Gründers, P. Josef Kentenich, geeinte Familie zu feiern. Die Wächter des Heiligtums begrüßten die Pilger voller Begeisterung. Die Schönstattfamilie aus der Diözese Laredo kam mit einem gecharterten Bus an. Drei Schönstatt-Patres und sieben Schönstätter Marienschwestern schlossen sich für diesen Tag der Schönstattfamilie von San Antonio an.

Ein Familientag – „ein Herz im Vater“

Das Morgenprogramm begann mit einem Ständchen für die Mutter und Königin und einem wirklich schönen Eröffnungsgebet mit dem Dank an den himmlischen Vater für einen neuen Tag, an dem wir cor unum in Patre sind – ein Herz in seinem eigenen väterlichen und dreieinen Herzen. P. Patricio Rodriguez, Bewegungsleiter von Texas, war Hauptzelebrant in der heiligen Messe im und vor dem Cor-Unum-in-Patre-Heiligtum, das zwischen schattigen Eichen eingebettet liegt. Die Patres Christian Christensen und Johnson Nellissery konzelebrierten bei der Messe.

Auf dem weiten Gelände von Mount Schönstatt gab es dann Picknick für alle. Sr. M. Mara Medina organisierte Spiele und Aktionen für die Kinder.

Eine Präsentation von Sr. M. Heidi Infante mit dem Titel „Impulse für das Pater-Kentenich-Jahr“ wurde im Zentrum gezeigt. Darin wurde auf mehrere Punkte hingewiesen, die sich auf P. Kentenichs Charisma beziehen – wie wir es lebendig halten müssen, um die Zukunft von Kirche und Gesellschaft zu gestalten – und wie es in uns lebendig werden muss. Sein Charisma ist eine Gabe und eine Aufgabe, es ist eine Sendung – es ist eine Sendung, die auch für uns bestimmt ist.

Pater Kentenich begegnen als Person und im Gebet

Eine Gruppe von Zeugen stand als nächstes im Programm: Sr. M. Danielle Peters stellte die Vortragenden vor, die von ihren Erlebnissen mit Pater Kentenich berichteten. P. Christian Christensen erzählte von seiner Begegnung mit dem Gründer und beschrieb ihn auf treffende Art mit drei Worten „ein feiner Mann“. Sr. M. Erlinda Pimo war als Novizin in Deutschland (1966-68) und erlebte P. Kentenich als jemanden, der Zeit für jeden hatte und jeder Person, mit der er sprach, seine volle Aufmerksamkeit zuwandte. Sie erzählte, dass er viele Geschenke von seinen Besuchern bekam und die Geschenke mit anderen teilte, so auch mit ihr, und dass er jeden auswählen ließ, was er gern von den Gaben, die er bekommen hatte, haben wollte.

Carlos Cantú – allen Lesern von schoenstatt.org gut bekannt als treuer Übersetzer und Autor vieler Artikel – berichtete von einer ganz besonderen Gebetserhörung. Vor einundvierzig Jahren war seine Frau zum fünften Mal schwanger; es schien, dass etwas nicht in Ordnung war, und der Arzt empfahl einen Abbruch aus medizinischen Gründen. Im Einklang miteinander sagten die Cantús nein! Sie wandten sich an Pater Kentenich und vertrauten ihm die Schwangerschaft an. Alles ging gut und der einzige Sohn wurde geboren, ein gesundes Baby, das jetzt 41 Jahre alt ist. In Dankbarkeit für die Gebetserhörung wurde das Kind Jose Carlos genannt. Die Cantús sind Eltern von fünf Töchtern und einem Sohn; sie erwarten ihr neuntes Enkelkind. Mehrere ihrer Kinder wenden sich auch im Gebet an Pater Kentenich.  Eine Tochter hat auch ihre Schwangerschaft Pater Kentenich anvertraut. In Dankbarkeit nannte sie ihr Kind Josef. So forderte Cantú alle auf, ihre Sorgen Pater Kentenich anzuvertrauen, sie aufzuschreiben und bekanntzumachen, besonders in diesem Pater-Kentenich-Jahr. Es war ein ganz besonderes Geschenk, zu hören, wie die Worte der Vortragenden uns die Gegenwart unseres Gründers so nahebringen.

Ein Herz, ein Vater, eine Texas-Familie

Der schöne Tag endete am Heiligtum mit dem Schlussgebet und der Erneuerung unseres Versprechens: „Ja, Vater, wir gehen mit dir!“ Zusammen beteten wir das Gebet für das Pater-Kentenich-Jahr. Hand in Hand bildeten wir einen gemeinsamen Ring rund um das Heiligtum und erhoben unsere Stimmen um unsere Weihe zu erneuern „O unsere Gebieterin, o unsere Mutter …“ Einer nach dem anderen gingen wir alle vor, um unseren Namen liebevoll auf eine rote Holztafel zu schreiben, die das Herz unseres Vaters und Gründers symbolisierte. P. Patricio ging mit dem Herz, das mit allen unseren Namen gefüllt war, ins Heiligtum und stellte es auf den Altar. Mit diesem Schlussakt unserer Feier brachte unsere texanische Schönstattfamilie ihren Dank Gott gegenüber zum Ausdruck für unseren Vater und Gründer – vor allem für seine „Vaterschaft“ – die von der Liebe herrührt, die wir zu ihm haben.

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Original: Englisch, 5.11.2017. Übersetzung: Ursula Sundarp, Dinslaken, Deutschland

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