Veröffentlicht am 27. Oktober 2017 In Leben im Bündnis

Maria erobert mit ihrer Liebe (H)alle

NIGERIA, Michael Okpala •

Der Traum von einer Mehrzweckhalle – es begann mit einem bescheidenen Wunsch. Durch die aktive Gegenwart der Gottesmutter in unserem Heiligtum wuchs Tag für Tag die Zahl derer Tag, die Sonntagsmessen bei uns besuchen. Jetzt sind es nicht weniger als 100 Personen, die jeden Sonntag an der Messe teilnehmen und ebenso an Werktagsmessen und anderen Veranstaltungen. Es werden immer mehr! Wir betrachten das als Werk der Gottesmutter, unserer Siegreichen Königin. Nur: Platz für all die Menschen gab es bisher keinen, weder im Heiligtum noch in der noch kleineren Hauskapelle.

Zu Beginn dieses bescheidenen Wunsches schien die Realisierung unmöglich. Wir hatten nicht die erforderlichen Mittel, um solch ein Gebäude zu errichten. Die wirtschaftliche Unsicherheit im Land nahm zu, die Preise auf dem Markt explodierten, und als wenn dies nicht schon schwierig genug sei, wurde die politische Situation in Nigeria immer instabiler. Diese Umstände haben uns fast dazu gebracht, die Erfüllung dieses Traumes aufzugeben. Aber wir haben nicht nachgegeben; wir waren überzeugt von der Liebe der Gottesmutter zu uns. Ganz bewusst hörten wir sie zu uns sagen: „Macht euch keine Sorge um die Erfüllung eurer Wünsche. Beweist mir erst, dass ihr michwirklich  liebt und bringt mir fleißig Beiträge zum Gnadenkapital.“

Langsam aber sicher hat die Gottesmutter uns Türen geöffnet. Wir haben von zwei verschiedenen Organisationen im Ausland und großzügigen Spendern Unterstützung erhalten. Das haben wir als vielfältigen Ausdruck der Liebe der Gottesmutter zu uns angesehen. Und damit begann die Arbeit. P. Klaus Desch fungierte als Architekt und Ingenieur. Er führte und leitete die Arbeit täglich, bis die Endstufe beinahe erreicht war. Dann musste er nach Deutschland zurückkehren, und damit endeten für ihn 20 Jahre Leben und Arbeit in Nigeria. Vielen Dank unserem lieben P. Klaus. Als P. Klaus ging, leitete  P. Kingsley Okereke die Arbeit weiter bis zum Abschluss.

Am 6. März 2017 war der erste Spatenstich für die Mehrzweckhalle und dann, am 9. April, wurde der Grundstein dieses neuen Bauwerkes  gesegnet.

Was steckt in einem Namen?

Nach der Fertigstellung der neuen Mehrzweckhalle kam am 27. September 2017 der Erzbischof der Erzdiözese Ibadan, Erzbischof Gabriel Abegunrin. Er segnete das neue Gebäude und eröffnete es offiziell zur Ehre Gottes.

Ich persönlich staunte über die Freude, die bei den Brüdern zum Ausdruck kam. Jedem gefällt die neue Halle, und jetzt können wir bei der wachsenden Zahl der Gläubigen unsere Sonntagsmessen und andere größere Veranstaltungen in der neuen Halle durchführen, denn sie hat ein Fassungsvermögen von 350 – 400 Personen. Wir sind dankbar und wir sind glücklich. Vor allem sehen wir die Hand Gottes darin, dass die Halle gerade am Beginn des Kentenich-Jahres kommt. Ursprünglich dachten wir daran, die Halle am 15. September einzuweihen und zu eröffnen, dem ersten Tag des Kentenich-Jahres. Aber aus praktischen Gründen ging das nicht. Daher wurde der 27. September der Einweihungs- und Eröffnungstag. Das hat uns aber nicht dazu gebracht, unsere Meinung über den Namen der Mehrzweckhalle zu ändern: Die Halle ist unserem Vater und Gründer gewidmet; es ist die Pater-Kentenich-Halle.

 

Original: Englisch, 21.10.2017. Übersetzung: Ursula Sundarp, Dinslaken, Deutschland

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