Veröffentlicht am 2. August 2017 In Leben im Bündnis

75 Jahre Heimat und Familie für alle – Grund zum Feiern

USA,  Carlos Cantú •

Am 16. Juli 2017 machte das schwüle, drückend heiße typische Sommerwetter einen Tag Urlaub, sodass wir den 75. Jahrestag der Gründung des Schönstatt-Familienwerks unbeschwert feiern konnten. Geradezu wunderbarerweise hatten wir einen etwas bewölkten Tag mit etwas niedrigeren Temperaturen und konnten durch den Tag kommen, ohne heftig zu schwitzen, wie es während unserer sehr heißen Sommer in Texas eigentlich an der Tagesordnung und trotzdem nicht weniger heftig ist. Wirklich ein Grund für Freude und Dankbarkeit!

Der Tag begann um 10.30 Uhr am Heiligtum. Mehrere bedeutsame Zeichen standen vor dem Heiligtum: das Kreuz, unser schön gekröntes  Bild der  Königin der Familien, das Bild unseres Vaters und Gründers, Pater Josef Kentenich; ein beeindruckendes Bild von Dr. Fritz Kühr und seiner Frau Helena, die maßgeblich am Anfang des Familienwerkes beteiligt waren; eine Kerze, Blumen und mehrere Fahnen, alles das Familienwerk betreffend.

Dazu kam noch die großartige Musik der Schwestern. Wir waren besonders dankbar für die Anwesenheit eines der Schönstattpatres, P. Gerold Langsch. P. Gerold hat die Schönstattfamilie seit vielen Jahren betreut, immer mal wieder auch in Texas. Er ist derzeit als Pfarrer in der Gemeinde St. Paul in Austin, Texas, tätig und betreut die Schönstattfamilie weiterhin auf verschiedene Weise. Wir schätzen auch den Einsatz von Schwester M. Mara Medina sehr, die für das Familienwerk in Texas arbeitet und sich sehr eingesetzt hat, die Feier zu koordinieren. Pater Langsch und Carlos Cantú, der Moderator, leiteten das Eröffnungsgebet und den Festakt am Heiligtum.

Eine Familie, an einem undenkbaren Ort geboren … klingt vertraut?

Pater Kentenich gründete das Familienwerk am 16. Juli 1942 mit Dr. Kühr in Dachau. Das Institut der Schönstatt-Familien, der Schönstatt-Familienbund und die Schönstatt-Familienliga sind alle in Texas vertreten und von allen drei Gemeinschaften waren Mitglieder zur Feier am am Confidentia-Heiligtum gekommen. Die Feier und die Heilige Messe waren geistig verbunden mit der Feier in Dachau, wo das Familienwerk 1942 gegründet worden ist (Bericht in Arbeit). So war unsere Feier von einem gesegneten Familiengeist durchdrungen.

Nach der Eröffnung des Festaktes und dem Gebet gingen wir in Prozession zum Bildungshaus. Ehepaare aus Corpus Christi, unter der Leitung von Familie Norman, hatten vor der Feier der Heiligen Messe eine Zeit der Anbetung vorbereitet. Ehrfurcht, Stille und gedämpftes Licht waren eine bedeutungsvolle und wirksame Darstellung und riefen das Ereignis wach, das sich 1942 in Dachau ereignet hatte.

In einem Anspiel saß María Rodríguez aus dem 2. Kurs des Familienbundes an einem Tisch und schrieb. Sie stellte Helena Kühr dar, die einen Brief an ihren Ehemann, Dr. Fritz Kühr, schrieb. Während María den Brief schrieb, wurde er im Hintergrund vorgelesen. Es war ein Brief zwischen Mann und Frau, der alles, was geschehen war und ihre gegenwärtige Situation behandelte. Alles in allem war es ein bewegendes Erlebnis für alle Anwesenden.

Ein Gefühl wie zu Hause ….

Familien aus San Antonio unter der Leitung von Familie Huerta hatten die Messgestaltung übernommen Unser Zelebrant, P. Gerold Langsch, gab eine sehr anregende Predigt. Er verglich Schönstatt und Pater Kentenich mit einem genial erfundenen neuartigen Motor, dessen Erfinder im Gefängnis saß und betonte die Bedeutung der Familie für Kirche und Gesellschaft. Auf jedem Lebensweg muss man sich zu Hause fühlen, sagte er. Das ist es, was Schönstatt möchte: den Menschen eine Familie geben. Wir sind eine Familie, für die gebetet und gelitten und geopfert worden ist.

Nach dem Mittagessen, Spaß und Spielen folgte eine Präsentation von Víctor und Olga Alegria vom Institut der Schönstatt-Familien. Die Alegrías nannten zuerst eine Liste von Büchern, in denen man etwas zur Gründungsgeschichte der Familienbewegung lesen könne. Dann folgte eine Zusammenfassung der Geschichte des Schönstatt-Familienwerkes.

Himmelwärts

Der Abschluss der schönen Feier fand am Heiligtum statt, wo das Liebesbündnis erneuert wurde, in Englisch, Spanisch und Deutsch. P. Gerold Langsch spendete dann allen Anwesenden einen schönen, ausdrucksvollen Segen. Danach waren alle eingeladen, zur Statue Pater Kentenichs zu gehen und eine Erinnerungskarte zu bekommen zum 75jährigen Jubiläum des Familienwerkes. Auf der Rückseite der Karte stehen die Worte unseres Vaters und Gründers aus „HIMMELWÄRTS“:

„Dein Heiligtum ist unser Nazareth,

in dem die Christussonne wärmend steht.

Sie formt mit ihrem klaren, hellen Lichte

die heilige Familiengeschichte,

weckt stille, starke Werktagsheiligkeit

in seliger Familieneinigkeit.

Im Nazareth für heimatlose Zeiten

Will den Familien Gott Heil bereiten

und gnädig Werktagsheiligkeit verleihn,

wo Menschen sich dem Schönstattwerke weihn.

Lass, Mutter, Christus heller in uns scheinen,

in heiliger Gemeinschaft uns vereinen,

zu jedem Opfer jederzeit bereit,

wie’s unsere heilige Sendung uns gebeut.

Die Ehre sei dem Vater froh erwiesen,

durch Christus mit Maria hochgepriesen,

im Heiligen Geiste voller Herrlichkeit

vom Weltall jetzt und alle Ewigkeit.  Amen.

(P. Josef Kentenich, HIMMELWÄRTS, S. 50)

Sobald unsere Feier zu Ende war, tauchte die brütend heiße Sonne wieder aus den Wolken auf, hinter denen sie den ganzen Tag hindurch versteckt war, sodass wir angenehmes Wetter für unsere Feier gehabt hatten … und nun schien sie mehr als „wärmend“, um uns an unsere Aufgabe zu erinnern, an unsere Sendung: vom Heiligtum der Gottesmutter von Schönstatt aus das Liebesbündnis zu verkünden!

Fotos: Valente Macías

Original: Englisch, 31.07.2017. Übersetzung: Ursula Sundarp, Dinslaken, Deutschland

 

 

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