Veröffentlicht am 29. Juli 2017 In Leben im Bündnis

Die Zuzweit-Gruppe: gemeinsam unterwegs, im Glauben zusammen-wachsen

ITALIEN, Maria Paola Napoleone und Federico Lioy •

„Ist das ein Ehevorbereitungskurs?“

„Ihr wollt also jetzt heiraten?“

Das waren die Reaktionen, als wir zum ersten Mal denen, die Schönstatt nicht kannten, davon erzählten, dass wir uns einmal im Monat treffen mit anderen jungen Paaren, einem Priester und einem „erwachsenen“ Paar, schon verheiratet und mit Kindern.

Alles fing an mit einer Messe der Juristischen Fakultät der Universität Roma Tre im Winter 2013, als Pater Alfredo, damals verantwortlich für die Schönstattjugend in Rom, fragte, wer denn gerne an Treffen mit jungen Paaren teilnehmen möchte, und zwar vor allem Studenten und ehemalige Studenten. Wir nahmen das Angebot mit Neugierde an, aber auch mit etwas Misstrauen: Wir waren schon eine Weile zusammen, aber immer noch mit der Sorge, dass eine intensive Beziehung unserer universitären oder beruflichen Karriere in die Quere kommen würde. Und wir hatten auch noch nicht wirklich die Hochzeit im Blick und hatten jetzt schon Schwierigkeiten, all die beruflichen und freizeitlichen Aktivitäten unter einen Hut zu bringen. Wie sollten wir dann auch noch Zeit finden für ein weiteres Unternehmen?

Was seitdem geschehen ist, bezeugen die Tatsachen

Mit diesen mehr als gemischten Gefühlen gingen wir an einem Samstagnachmittag zum Cor Ecclesiae-Heiligtum der Marienschwestern in Rom. Was seitdem geschehen ist, bezeugen die Tatsachen. Monatliche Treffen mit anschließendem Abendessen, Reisen in die Berge zum Jahreswechsel, Einkehrtage im Advent und in der Fastenzeit, Gebete und Spaß, Nachdenken über Bibeltexte und Kentenich-Lektüre.

Und dabei begann sich etwas zwischen uns zu verändern. Wir haben angefangen, miteinander über unseren Glauben zu reden, wir haben angefangen, miteinander zu beten und unser Christsein als Paar zu leben, zusammen mit anderen Paaren und weltoffen.

Wir alle verändern uns, und auch die Zuzweitgruppe hat sich mit uns verändert: Einige sind nicht mehr dabei, andere kommen weniger häufig, es gab Hochzeiten und Taufen, andere junge Paare sind dazu gekommen. Denn die Zuzweitgruppe ist eine offene Tür, eine Feuer, das alle Paare und Familien nährt, ein Weg, um miteinander im Glauben zu wachsen.

Original: Italienisch, 28.07.2017, Übersetzung: Maria Fischer, schoenstatt.org

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