Veröffentlicht am 8. Mai 2017 In Leben im Bündnis

Priesterweihe in Burundi – ein Fest der ganzen Familie

BURUNDI, Maria Fischer mit Material von Diomède Mujojoma Mont Sion Gikungu•

Sonntag der Barmherzigkeit, erster Sonntag nach Ostern. Um Punkt 10.58 Uhr sind die Diakone Longin Ntiranyibagira und Jean Marie Bisimwa Isaac nicht mehr Diakone, sondern Pater Longin Ntiranyibagira und Pater Jean Marie Bisimwa Isaac. Priester Jesu Christi, Schönstattpatres, Träger der Sendung Schönstatts für die Länder an den Großen Seen im Herzen Afrikas.

Schon von morgens früh an sind Angehörige, Pilger und vor allem viele Priester gekommen, sie besuchen das Schönstatt-Heiligtum von Mont Sion Gikungu, beten, feiern. Viele sind aus Bukavu im Kongo gekommen, der Heimat eines der beiden Weihekandidaten.

Dann künden die Trommeln den Beginn der Weihefeier an, und die große Pilgerkirche füllt sich. Der Chor singt abwechselnd in der Landessprache Burudnis, Kirundi, und in Kiswahili, Lingala oder Französisch.

Erzbischof Evariste Ngoyagoye von Bujumbura begrüßt die Priester und vor allem die vielen Pilger aus Bukavu, die gekommen sind, um bei der Priesterweihe von P. Jean Marie dabei zu sein.

Man möchte den Atem anhalten…

Dann folgt die feierliche Weihehandlung nach dem Ritus, der in allen Ländern der Welt, in denen junge Männer die Priesterweihe empfangen, gleich ist – die Kandidaten ausgestreckt auf dem Boden, während die Gemeinde die Allerheiligenlitanei singt, Handauflegung, Segen, Anlegen der priesterlichen Gewänder, Versprechen, die Worte der Weihe, die einen Menschen herausnehmen aus den Menschen und ihn für die Menschen weihen, zur Verfügung stellen, ein Leben lang … Momente, in denen man den Atem anhalten möchte.

Glückwünsche, Beifall, pure Freude bei Priestern und Angehörigen. Am Schluss der heiligen Messe tanzen alle vor Freude.

Dann folgt die Zeit der Reden – P. Jean Marie im Namen der beiden Neupriester, ein Vertreter der Eltern, der Provinzobere der Schönstattpatres, der Erzbischof…

Dann spenden die beiden Neupriester den Primizsegen. Vier Stunden hat die Messe gedauert, wie es sich gehört bei einem so großen Fest… Und das Fest geht weiter!

 

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