Veröffentlicht am 3. August 2015 In Leben im Bündnis, Zweites Jahrhundert des Bündnisses

Drei Fragen… zu Schönstatt im zweiten Jahrhundert des Liebesbündnisses (36)

Mein Name ist Cristina White, und ich bin aus Argentinien. Am 6. August sind es 29 Jahre her, dass ich zum ersten Mal etwas von der Kampagne hörte und Pater Esteban J. Uriburu begegnete. An dem Tag gab er mir die beiden ersten Bilder der Pilgernden Gottesmutter für Henderson in der Provinz Buenos Aires, wo ich zu der Zeit lebte. Und damit begann mein aufregendes Abenteuer als Werkzeug der Gottesmutter, das noch verstärkt wurde, als ich mein Liebesbündnis mit ihr schloss. Heute kann ich bestätigen, was Joao Pozzobon sagte, jeder Tag ist ein neuer Anfang im Dienst dieser großen apostolischen Sendung für die ganze Welt •

Ein halbes Jahr sind wir unterwegs im zweiten Jahrhundert des Liebesbündnisses – Was ist Ihr Traum von diesem Schönstatt in seinem Sein, seiner Verortung in Kirche und Welt und seinem Tun?

In diesem Stadium Schönstatts träume ich von einer großen Blütezeit der Kampagne in der ganzen Welt, mit Führern, die im Geist von Joao Pozzobon leben, der als kleiner Schüler von Pater Kentenich den Ursprung begriffen hat, und mit seiner Schlichtheit und Sinn für die Mission in der Kraft des Liebesbündnisses heldenhaft alles aufs Spiel setzte. Er ist ein Beispiel für uns, besonders für die Laien: Er hat die Schönstatt-Botschaft verstanden, er verkörperte sie und sah die Kampagne als „schnelles Vehikel der Schönstatt-Botschaft“ für die Menschen, für das Aufblühen der Kirche und für die ganze Welt. Das erfüllte sein Herz, das geweitet war durch eine immense Liebe zu Christus und Maria.

Was müssen wir hinter uns lassen oder vermeiden, damit dieser Traum Wirklichkeit wird?

Ich bin davon überzeugt, das Geheimnis, damit dieses Aufblühen der Kampagne stattfindet, ist zusammengefasst in Joao Pozzobons Worten: „Héroe hoy, no mañana!“ [„Heute ein Held, nicht morgen!“]. Wir müssen wagemutige Führer sein, die nicht in Skepsis abstürzen, sondern wir setzen vertrauensvoll darauf, dass wir nur Werkzeuge sind, die nur mit Hilfe der Gnade unbesiegbar sind, und deswegen von außergewöhnlicher Demut und Bescheidenheit sein müssen. Die Arbeit daran, dies zu verkörpern, ist eine dringende Herausforderung. Die Gottesmutter will durch das Liebesbündnis eine Legion von Führern formen, lebendige Opfergaben, um das Böse in der Welt zu besiegen und alles, was uns beunruhigt.

Welchen konkreten Schritt müssen wir jetzt tun, damit dieser Traum Wirklichkeit wird?

Ich glaube ein konkreter Schritt wäre, der Pflege unseres inneren Lebens mehr Zeit zu widmen, und so in der Stille in Gelassenheit auf die Stimmen in unserer Seele zu hören, was Gott, die Gottesmutter, Christus, unser Vater und Gründer, Joao Pozzobon und all jene, mit denen wir durch das Geheimnis der Gemeinschaft aller Heiligen verbunden sind, uns sagen. Das verschafft uns den Mut, die Sicherheit, die Beherztheit, alles aufs Spiel zu setzen, unser Herz zu weiten, und gibt uns die nötige Kraft, im Herzen geeint, Schönstatt bis an die Grenzen der Erde zu bringen. „Aktion und Kontemplation“. Dadurch, dass wir das Feuer in unseren Herzen lebendig erhalten, können wir mit allen und durch die Kampagne zusammenarbeiten, um die Welt mit dem Feuer Christi zu entzünden.

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Foto: Cristina White mit Freunden von der Kampagne im Heiligtum von Nueva Helvecia, mit der „Peregrina del Padre“, Pater Kentenichs Pilgernder Gottesmutter (links) und der Pilgernden Gottesmutter, die ihr von Joao Pozzobon anvertraut wurde (rechts).
Original: Spanisch. Übersetzung: Ursula Sundarp, Dinslaken, Deutschland

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