Veröffentlicht am 3. August 2015 In Leben im Bündnis, Zweites Jahrhundert des Bündnisses

Drei Fragen … zu Schönstatt im zweiten Jahrhundert des Liebesbündnisses (33)

Heute antwortet: Braulio Heisecke, Paraguay, 21 Jahre alt, lebt für ein Jahr in Rom und gehört zur Gruppe der „Misión Roma“ •

Ein halbes Jahr sind wir unterwegs im zweiten Jahrhundert des Liebesbündnisses – Was ist Ihr Traum von diesem Schönstatt in seinem Sein, seiner Verortung in Kirche und Welt und seinem Tun?

Ich träume von einem Schönstatt, das sich immer wieder erneuern will und sich dauernd in seinem spirituellen wie geistlichen Sein hinterfragt.

Ein Schönstatt, das diese innere Erneuerung (persönlich und als Gruppe) sucht, um sensibler zu werden im Zuhören, im Interpretieren und im Handeln auf der Grundlage dessen, wozu Gott, Jesus und Maria uns rufen.

Das sich hinterfragt in seinen Handlungen, Methoden, seiner Spiritualität, seinen Schwächen und Stärken.

Ich träume von einem Schönstatt im Engagement mit der Kirche und für die Kirche, im Dienst der Nächsten, ein Schönstatt, das richtig weit herausgeht.

Ein Schönstatt, das sensibler umgeht mit den Realitäten der Pfarreien.

Das niemals die Freude verliert und den Eifer, der Christen auszeichnet.

Was müssen wir hinter uns lassen oder vermeiden, damit dieser Traum Wirklichkeit wird?

Ich glaube, wir müssen vermeiden, dass die Zahlen uns vereinnahmen.

Nicht zulassen, dass wir Erfolge und Misserfolge auf der Grundlage von Zahlen messen.

Die Idee ist, einzuladen zu einer demütigeren Spiritualität, den Jesus zeigen, dem wir in dem Menschen an unserer Seite begegnen, und dafür müssen wir nicht unbedingt die großen Zahlen haben.

Wissen, dass wir von allen Menschen (neue, jüngere, Mann, Frau), mit denen wir zusammenleben, etwas lernen können.

Welchen konkreten Schritt müssen wir jetzt tun, damit dieser Traum Wirklichkeit wird?

Ein wichtiger Schritt, glaube ich, besteht darin, dass geistliche Leben zu verfeinern, das Kern und Motor all dessen ist, was wir tun; wenn ein Leben des Gebetes und der Meditation nicht Priorität für uns hat, dann ist es ziemlich wahrscheinlich, dass wir Dinge tun, einfach weil wir meinen, dass man die eben tun muss. Unsere Handlungen, Anstrengungen, Opfer, Misserfolge und Erfolge müssen ganz tief im Gnadenkapital und in Gott verankert sein.

Und der letzte Schritt ist, groß zu denken, mit Taten die übernommene Verpflichtung zeigen, es ist der Moment verrückter Glaubenssprünge. Ausbrechen aus dem Schema mit Radikalität, voller Vertrauen und Liebe.

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Original: spanisch. Übersetzung: Maria Fischer, Schoenstatt.org

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