Veröffentlicht am 10. Februar 2018 In Projekte

Surf-Seelsorge: Die Wellenreiter-Priester von Argentinien

ARGENTINIEN, von  Giselle Vargas, ACI Prensa, und  Claudia Echenique •

Pfarrer Santiago Arriola ist davon überzeugt, dass „unser ganzes Leben in all seinen Ausdrucksformen und Dimensionen zur Evangelisierung aufruft und evangelisiert werden kann“.

Gemeinsam mit dem Priester Pablo Etchepareborda hat er eine Surf-Seelsorge an den Stränden von Mar del Plata in Argentinien gestartet.

Obwohl ihr Unterfangen noch „im Aufbau“ begriffen ist und Details geklärt werden müssten, schildern die beiden „Wellenreiter-Priester“ zwei Erlebnisse, die sie ermutigen, damit weiterzumachen.

Den Auftakt machte Pablo Etchepareborda im Sommer 2016. Der Priester segnete Surfbretter, das Meer und eine Gruppe von Surfern in Mar del Plata.

Aloha-Begegnung

Jetzt zur südamerikanischen Urlaubssaison veranstalten die beiden Priester vor Ort am Strand auch eine „Aloha-Begegnung„.

„Surfer begrüßen einander oft mit dem hawaiianischen Wort ‚Aloha‘, das eine Vielzahl von Bedeutungen hat, die sich alle darauf beziehen, dass man jemandem etwas Gutes wünscht“, so Arriola.

Zwei Tage lang haben sich 18 Surfer, Bodysurfer und Stand-Up-Paddler zum gemeinsamen Gebet, zur persönlichen Kontemplation und gegenseitigen Austausch getroffen – und natürlich gesurft.

Unter den Teilnehmern waren Katecheten und Mitglieder der Schönstatt-Bewegung und „sowohl junge Menschen, die etwas Glaubenserfahrung haben, sich vielleicht in der Kirche einbringen – als auch andere, die von der Kirche ein wenig weggedriftet sind, aber immer noch mit ihrem Glauben ringen“, so Arriola.

Eine Erfahrung über das rein Sportliche hinaus

Für Surfer geht es beim Surfen nicht nur um den Sport, weiß der Priester: „Für viele ist es eine Zeit, sich zu erholen, sich zu entspannen und dem hektischen Alltag zu entfliehen, mit der Natur vereint zu sein und eine Art religiöse Erfahrung zu haben. Deshalb erschien es uns als wunderbare Gelegenheit, diese lebenswichtige Bedeutung des Surfens expliziter und gemeinschaftlicher zum Ausdruck zu bringen“, erklärte er.

Der Priester sagte, dass sie noch andere Aktivitäten im Lauf des argentinischen Sommers vorhaben. Die „Aloha-Begegnung“ sei ohne Zweifel „eine sehr positive, lohnenswerte und bereichernde Erfahrung für uns alle, die wir teilgenommen haben“ gewesen – und habe in die Sehnsucht nach mehr geweckt.

Eine Berufung aus der Schönstatt-Mannesjugend

Santiago Arriola gehörte zur Schönstatt-Mannesjugend, „wo ich mit Kindern und Jugendlichen gearbeitet, an Tagungen teilgenommen und mich immer sehr engagiert habe, bis mir klar wurde, dass ich mich total in Gott verliebt hatte.“ Er ging ins Noviziat der Schönstatt-Patres, erkannte jedoch im Laufe der Zeit, dass seine Berufung zum Priestertum ihn in die Pfarreiarbeit führte. Er wurde im Dezember 2013 in Mar del Plata zum Priester geweiht.

 

Original: Spanisch, 10.2.2018. Übersetzung: Maria Fischer, z.T. aus CNA Deutsch

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