Veröffentlicht am 11. Januar 2018 In Projekte

Was Maria Ayuda in Spanien macht

SPANIEN, Vicky Forn •

Anfang 1999 sprachen wir mit Pater Carlos Padilla über die Möglichkeit, als Schönstätter in Madrid irgendeine soziale Arbeit zu starten.

Als Theologiestudent hatte er in Puente Alto in Santiago de Chile gearbeitet, einem äußerst benachteiligten Gebiet, wo Maria Ayuda eine Schule hat, und die Idee gefiel ihm sehr.

Im Mai 1999 waren viele von uns wegen des goldenen Jubiläums des 31. Mai (dritter Meilenstein der Schönstattgeschichte) in Bellavista und konnten einige der Initiativen und Projekte kennenlernen, die dort durchgeführt werden, und konkret vor allem die Arbeit von María Ayuda. So nahmen wir Kontakt auf mit den Verantwortlichen von Maria Ayuda, erbaten die Erlaubnis, den Namen zu benutzen und kehrten nach Madrid zurück, entschlossen, dass Maria Ayuda und das, was P. Hernán Alessandri gewünscht hatte, auch in Spanien Wirklichkeit würde.

Wir begeisterten uns für die Idee, mit Kindern zu arbeiten, doch die Sache war nicht so einfach und wir legten das Projekt in die Hand Gottes und der Gottesmutter, damit sie uns zeigten, in welche Richtung wir gehen sollten.

Schließlich gründeten wir im Jahr 2000 María Ayuda als freie Initiative von Laien mit der geistlichen Begleitung von Pater Carlos Padilla. Damals haben wir noch nicht genau festgelegt, was konkret wir tun würden, doch eines war klar – es sollte nicht eine von vielen NGOs sein. Wir wollten, dass unsere Initiative einen ganz besonderen Charakter und Geist hätte. Egal was wir machen würden, es sollte immer mit dem Heiligtum verbunden sein und ein Klima von Heimat, Zuflucht und Einsatz für andere atmen.

 

Kleiner Freund

Einige Zeit später bot sich uns die Gelegenheit, in einer Schule der Salesianerinnen mitzuarbeiten. Es gab eine große Zahl von Schülern mit Migrationshintergrund, die Lernschwierigkeiten hatten und sich schwertaten mit der sozialen Integration. So entstand das Projekt „Großer Freund“ mit freiwilligen Studenten. Jeder Freiwillige oder „Große Freund“ begleitete einen Schüler oder „Kleinen Freund“ mit Schwierigkeiten, vor allem im affektiven Bereich während eines gesamten Schuljahres.

Das Projekt war ein voller Erfolg. Die Schule begann, positive Veränderungen bei den Kindern, den Kleinen Freunden, festzustellen; das Projekt ging über einige Jahre weiter, bis die Schüler an eine andere Schule gingen.

 

Hilfe für die Wehrlosesten

Währenddessen verschärfte sich in Spanien das Problem der Abtreibung. Die Zahl der Abtreibungen wuchs von Tag zu Tag, und für uns war es eine Stimme Gottes, der uns sagte, dass unsere Aufgabe vielleicht in dieser Richtung liegen könnte. Wir stellten fest, dass man den jungen Müttern, in der Mehrzahl alleine und Migrantinnen, sagte, sie sollten nicht abtreiben, aber gleichzeitig bot man ihnen keine entsprechende Unterstützung, um die Schwangerschaft durchzutragen. So entstand das Zufluchtshaus für minderjährige Schwangere „Catalina Kentenich“, das bis heute jeder Frau, die es braucht, Schutz und Hilfe bietet.

Das Haus ist von Anfang an Heimat für diese Jugendlichen, die Heimat, die viele von ihnen vielleicht nie hatten, wo sie Liebe erleben und Zuhören, Orientierung und Ausbildung und wo viele Gott gefunden haben; viele haben die Taufe empfangen und manche sogar das Liebesbündnis mit Maria geschlossen. Es ist auch ein Ort, an dem sie Werkzeuge an die Hand bekommen für ein neues Leben mit ihrem Kind, und wohin sie jederzeit wiederkommen können, wo sie immer willkommen und aufgenommen sind. Mit einem Wort – sie wissen, das Haus Catalina Kentenich ihre Heimat ist.

 

Original: Spanisch, 9.1.2018. Übersetzung: schoenstatt.org

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