Veröffentlicht am 26. November 2017 In Projekte

Eine Woche mit Maria im Schulzentrum Providencia

URUGUAY, Juan Andrés Nopitsch •

Im Oktober fand im Schulzentrum „Providencia“ in Montevideo, Uruguay, eine wichtige Woche statt. Eine Woche, in der der Gründungstag von Providencia gefeiert wurde und die Tatsache, dass Maria Mutter und Erzieherin dieses Schulzentrums ist.

Es war eine Woche voller Unternehmungen und voller Freude. Dieses Jahr kreisten die Feiern um die vier Identitätsmerkmale des Schulzentrums, vier Charakteristika, die Tag für Tag gelebt und erlebt werden sollen.

Erfahrung von Familie

Eines dieser Merkmale ist: „Erfahrung von Familie“ – das war während der gesamten Woche sehr präsent. Im „Provi“ wird die Bildungsgemeinschaft als Familie erlebt, die wächst und sich entfaltet; im Alltag des Zentrums spielen die Familien eine zentrale Rolle. Wir verstehen Bildung als ein gemeinsames Wirken. Darum war unsere erste Aktivität ein „Wartungs-Tag“, an dem die große Providencia-Familie (Kinder des Kinder-Clubs, vom Gymnasium, vom Jugendzentrum, ihre Familien, Lehrer und Ehrenamtliche) zusammenkam, um das Schulzentrum piccobello zu machen. „Wir malten, putzten und wienerten, machten eine neue Bodenunterlage für den Speedball, stellten neue Behälter auf und vieles mehr. Es wurde auf jede Einzelheit und jedes Eckchen geachtet, alles sollte schön sein“, so Damián Restuccia, Psychologe des Zentrums. „Dabei entstand ein schönes Arbeitsklima. Was ich betonen möchte ist, dass bei diesen ‚Wartungs-Tagen‘ die Möglichkeit besteht, dass die Familien zusammen arbeiten. Eltern und Kinder haben einen gemeinsamen Raum für die Arbeit und für alles, was damit verbunden ist – Reden, Lachen, Anschauen“, so Damián.

Missionarische Dynamik

Ein weiterer Schlüsselbegriff des Zentrums ist ‚Missionarische Dynamik‚. Das Schöne, das wir erleben und haben, muss geteilt werden. Daraus entstand die Idee, herauszugehen und Misiones im Stadtteil zu halten. Eine Gruppe von Jugendlichen und Lehrern besuchte die Nachbarn im Stadtteil mit einem ganz einfachen Anliegen: Zeit für eine Begegnung zu schaffen und mit denen, die wollten, ein Dankgebet zu sprechen oder Gott eine konkrete Bitte zu sagen.

Gegenseitige Wandlung

Ganz ohne Frage eine bewegende und bereichernde Erfahrung in jeder Hinsicht, bei der auch ein weiterer Schlüsselmoment ins Spiel kam: die gegenseitige Wandlung. Wir beendeten den Tag mit einer Eucharistiefeier mit den Kindern, ihren Familien, Freunden, Lehrern und Leuten aus der Nachbarschaft.

Begegnung

Und schließlich lebten und erlebten wir während der ganzen Woche den Schlüssel, der von Begegnung spricht, und ganz besonders spürbar wurde das bei der Kulturveranstaltung am Ende der Woche der Gottesmutter. An diesem Tag empfingen wir Kardinal Daniel Sturla, der uns seinen Segen schenkte und sagte: „Jetzt geht es mir gerade wie dem heiligen Petrus, der Jesus auf dem Berg Tabor sagte: ‚Hier ist gut sein.‘ Wann immer ich nach Providencia besuchen kommen, fühle ich mich großartig. Um all das zu feiern, was ‚Provi‘ hat, machen wir dieses schöne Fest. Um der Gottesmutter, die wir so lieben und gernhaben, unserer Mater, zu danken.“

Danach gab es verschiedene künstlerische Darbietungen. Der Skate-Workshop des Kinderclubs gestaltete eine Choreographie, die Chor-AG des Gymnasiums trat mit zwei Liedern auf. Das Jugendzentrum beteiligte sich mit seinem Schlagzeug-Workshop, und der Kinderclub präsentierte eine Pantomime und Zirkus, die alle zum Lachen brachten.

Alles in allem – eine Woche, in der wir einander als Familie begegnet sind, eine Woche, in der wir ein weiteres Jahr Providencia gefeiert haben. Ein Jahr, in dem wir viele bedeutende Momente miteinander geteilt, viele Freunde gefunden und Lehrer kennengelernt haben, die uns geprägt haben, ein Jahr, in dem wir uns haben überraschen lassen und mit den Kleinen zusammen gestaunt haben. Ein Jahr, in dem unser Leben gewandelt wurde und gewachsen ist. Auf viele weitere solche Jahre!

Offizielle Webseite: www.providencia.org.uy

Bildungszentrum Providencia, Uruguay – Erziehen fürs Leben

 

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