Veröffentlicht am 23. Juli 2017 In Projekte

Entrelazados – das Sozialprojekt Schönstatts in Monterrey: Leben durch Liebe Würde geben

MEXIKO, Gabriela de la Garza •

Vor sechs Jahren entstand, ausgelöst durch einen verheerenden Hurrikan, der die Stadt Monterrey verwüstete, eine konkrete Form der Unterstützung von schutzlosen Familien mit pädagogischen Angeboten für Mütter, Kinder und Jugendliche.

Dieses pädagogische Programm besteht aus Sozialarbeit, Berufsförderung und Kinderbetreuung, so dass Mütter mit kleinen Kindern, die noch nicht zur Schule gehen, auch daran teilnehmen können, ohne ihre Kinder allein lassen zu müssen.

Warum “Entrelazados” (Verknüpft)?

Das Wort „entrelazar“ (verknüpfen) bezieht sich auf wechselseitige Bindungen, Verknüpfungen in tiefen emotionalen und spirituellen Beziehungen von Beständigkeit und Dauer. Es geht um „Schicksalsgemeinschaft“, aber nicht als Verhängnis, sondern als Weg menschlicher Verantwortung, als Weg der Freiheit, als Bündnisvorgang jedes einzelnen zur Erreichung seines persönlichen Ideals. Schicksale werden verknüpft, sind nicht mehr rein individuelles Glück oder Unglück, sondern werden zur gegenseitigen Aufgabe, einander Werkzeug der Erlösung und menschlicher Vervollkommnung zu werden.

Leben würdig machen

Das Ideal heißt „Leben würdig machen“, oder als Motto formuliert: „Leben durch Liebe würdig machen“.

Derzeit gibt es in vier verschiedenen Orten der Stadt Zentren für Mütter, die von etwa 100 Frauen besucht werden, darüber hinaus werden drei Öffentliche Schulen mit etwa 600 Kindern unterstützt.

Die Arbeit beruht auf einer Pädagogik der Liebe mit kontinuierlicher Suche nach Vermittlung von Werten und Stärkung der Familienbeziehungen in diesen Gemeinden. Und das völlig unabhängig von politischem oder religiösem Interesse.

„Wir wissen, dass unser Land voller edler Menschen ist, denen nur eine Chance fehlt. Manchmal reicht es, dass man ihnen eine Hand reicht, und sie können übers Wasser gehen. Wir sind überzeugt, dass es an der Zeit ist, etwas für unsere Landsleute zu tun und ihnen das Rettungsseil zuzuwerfen“, so eine begeisterte Mitarbeiterin.

Und weiter: „Wir wissen, dass jedes Kind Gottes ein kostbares Geschöpf ist und  wir dürfen auch nicht übersehen, dass in diesen gefährdeten Gebieten, wo es sehr viele Kinder gibt, eine große Chance liegt, die wir nicht vernachlässigen dürfen; darum versuchen wir immer neu, ihnen Werkzeuge an die Hand zu geben durch nachhaltige Aktivitäten, soziale und wertevermittelnde Arbeit, damit sie in würdigen Bedingungen leben und nicht den Weg in Kriminalität gehen.“ Verknüpft für ein besseres Mexiko.

 

Original: Spanisch. Übersetzung: Maria Fischer, schoenstatt.org

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