Veröffentlicht am 31. Dezember 2016 In Projekte, Werke der Barmherzigkeit

Die wahre Bedeutung von Weihnachten erleben – im Jugendgefängnis

PARAGUAY, von Laura Ruiz Diaz •

Am 24. Dezember, am Heiligen Abend, ging das Team der Gefängnispastoral zusammen mit Pater  Pedro Kühlcke ins Jugendgefängnis von Itauguá (CEI), um mit den Jugendlichen Weihnachten zu feiern – mit einem leckeren Weihnachtsessen!

Diese Erfahrung hat mich den wahren Sinn von Weihnachten entdecken lassen – in jedem lächelnden Gesicht, das scheu und zart für unsere Gegenwart dankte, oder in den tränenverschmierten Augen von einigen, die tapfer aber vergeblich versuchten, gegen das Gefühl von Traurigkeit und Heimweh anzukämpfen. Und die Umarmungen wurden immer fester und immer länger. Ich spürte ein großes Leid im Herzen und zugleich einen Frieden und eine Genugtuung, dort zu sein, um zu trösten und diese Zärtlichkeit und Liebe zu geben, die für alle, aber erst recht für diese Jungen so enorm wichtig sind. Das alles verdanke ich der Gottesmutter, ich spüre ihre Gegenwart in meinem Leben und wie ich durch sie anders werde, so stark. Ich verstehe immer mehr, warum sie mich in die Pastoral des Jugendgefängnisses gebracht hat: den Jungen dort zu helfen ist eine Erfahrung, die meinem Leben einen neuen Sinn gegeben hat. Ein schöner Traum von „mehr“, ein Artikel auf schoenstatt.org genau zur richtigen Zeit und ein Pater mit einem großen Herzen: das waren die Werkzeuge, die die Gottesmutter benutzt hat, um mir ihre ebenso unerklärliche wie hochherzige und barmherzige Liebe zu zeigen, und wodurch sie mir so deutlich gezeigt hat, dass ich ihr geliebtes Kind bin.

 

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Sie haben mir das schönste Weihnachtsgeschenk gemacht

Diese Erfahrung hat mich Weihnachten verstehen gelehrt. Diese Jungen haben mir das schönste Weihnachtsgeschenk gemacht. Meine sieben Patenkinder dort haben alle an Heiligabend keinen Besuch bekommen. Darum gaben sie mir den Kuss und die Umarmung, den sie für ihren liebsten Menschen aufgehoben hatten. Einer von ihnen sagte mir: „Alles war so lecker, aber wofür ich am meisten danke ist, dass wir an so einem besonderen Tag hier zusammen sind.“ Er fragte mich nach meiner Tochter, sagte dann nichts mehr, schenkte mir nur einen liebevollen Blick und ein wunderbares Lächeln. Alle diese Augenblicke bewahre ich in meinem Herzen, wo sie Teil eines kostbaren Schatzes sind, der mit keinem materiellen Reichtum zu vergleichen ist. Dafür danke ich Gott und der Gottesmutter.

Es war wirklich so schön… Es hat sich gelohnt, einen wirklich heiligen Abend mit ihnen zu verbringen, einer meiner Heiligen Abende, einen meiner schönsten. Danke!

 

Warum sagen wir HEILIGER Abend?

„Es ist Heiliger Abend, weil seitdem Gott einen Namen hat, Jesus; weil seit diesem Abend Gott Geschwister hat: uns.

Seit diesem Abend, seit dieser Heiligen Nacht, hat Gott Vorlieben: die Armen, die Kleinen, die Einfachen, die reinen Herzens sind, die Sünder. Seit dieser Nacht führen alle Wege zu Gott: Gefängnis, Krankheit, Schmerz, Einsamkeit, Tod.

Seit dieser Nacht kann ein Krimineller und ein Korrupter erlöst, ein Drogenabhängiger clean und ein zerstörtes Land neu aufgebaut, ein verwahrlostes Haus wieder geordnet werden; seit dieser Nacht kann eine betrügerische Firma sich umstellen, ein gotteslästerliches Herz anbeten, ein Ungläubiger glauben und ein Egoist lieben.

Weihnachten ist Gott auf der Erde und Gott in einer Familie geboren, damit die Menschheit Familie ist.“

Aus dem Buch: „Wenn ein Kind nicht geboren worden wäre“ von Bischof Vicente F. Zazpe (1920-1984), Argentinien, Editorial Bonum, 1977

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VWZ: P. Pedro Kühlcke – Pastoral Carcelaria

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Original:  Spanisch. Übersetzung: Maria Fischer, schoenstatt.org

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