Veröffentlicht am 13. Oktober 2016 In Dequeni, Projekte, Werke der Barmherzigkeit

„Für mich ist Dequeni ein Segen“

PARAGUAY, Maria Fischer •

„Für mich ist Dequení ein Segen. Danke, dass ich hier sein kann.“ Jedes Jahr im Frühling – am 21. September genaugenommen – grüßen die Kinder von Dequeni die Mitarbeiter mit Botschaften wie dieser von Sofia, neun Jahr alt, und laden sie so ein, sich zu freuen und neu geboren zu werden wie die Natur. Diesmal überraschten sie sie während des Unterrichts im Zentralhaus in Fernando de la Mora.

Dequení ist ein Segen für Tausende von Kindern aus Paraguay,  Kinder, die aus extrem armen Familien kommen, Kinder, die gezwungen sind, die Schule abzubrechen, oder die nie eine Schule von innen gesehen haben, die auf der Straße arbeiten und dabei nicht nur ihre Ausbildung riskieren, sondern auch ihre geistige und körperliche Gesundheit und Unversehrheit… Kinder, die dank Dequeni und vielen solidarischen Verbündeten aus dem Kreislauf von Armut und Bildungsmangel herauskommen können, und nicht nur sie, sondern mit ihnen ihre Familien und ganze Gemeinden.

Dequeni ist ein Segen für die Kinder, für ihre Familien, und für arme Schulen, die dank Dequeni Unterstützung bekommen. Aber das ist noch nicht alles. Dequeni ist ein Segen für immer mehr Unternehmen, die dank Dequeni ihre solidarische Seite entdecken und gestalten.

14086209_10154426207907480_7852343639041122093_oSolidarische Unternehmen

Jedes Jahr Ende August gibt es einen Spendenlauf, genannt „Corrida de la educación“ (Lauf für Bildung), bei dem die Läuferteams (und natürlich die dazugehörenden Fans) aus Führungskräften und Mitarbeitern von örtlichen Unternehmen bestehen. Dieser Lauf ist nicht nur ein sportliches Ereignis, Preisverleihung und Spaß für alle Beteiligten, ja nicht einmal nur ein geniales Fundraisinginstrument für Dequeni, sondern es entsteht dabei eine Strömung der Solidarität, eine Beziehung, ein solidarisches Bündnis zwischen Unternehmen und den Ärmsten der Armen. Mit einem Wort: das ist Bündniskultur.

Es hört aber nicht auf mit dem Spendenlauf. Dequeni hat im Laufe der Jahre eine regelrechte Kultur solidarischer Unternehmensführung bei den Unternehmen geweckt, von denen einige, die Pioniere, aber längst nicht mehr alle, von Unternehmern aus der Schönstatt-Bewegung geführt werden. Hier einfach ein paar gesammelte Beispiele aus den letzten Wochen:

In Caaguazú ging gerade ein Computer-Grundkurs zu Ende, der im Bündnis mit Sinafocal durchgeführt wurde. Die Begünstigten sind Jugendliche und Erwachsene aus der Gemeinde, dazu die Lehrkräfte der Fulgencio Yegros-Schule. In dieser Schule, in der der Kurs stattgefunden hat, blieben sieben volleingerichtete Computer, die von allen benutzt werden können.

Die Schule Santa Teresa del Niño Jesús befindet sich in einem der ärmsten Stadtteile von Caaguazú. AGB Constructora hat die Patenschaft über diese Schule übernommen, um so den Schülern bessere Möglichkeiten zu bieten. Vor einigen Wochen  haben Mitarbeiter der Firma einen Tag lang hart dort gearbeitet – die Schulräume frisch gestrichen, einen Ökologiepark gebaut und mit den Kindern zusammen den Weltkindertag gefeiert.

Spiele, viel Lachen und Spaß waren die Zutaten des Festes, das Visión Banco mit  den Kindern der von dieser Bank unterstützten San Isidro Labrador-Schule in Arroyos y Esteros feierten. Wie diese Bank, gehen dank Dequeni viele Unternehmen an die Schulen und sorgen dafür, dass die Klassenräume in jeder Hinsicht Anregung zum Lernen sind.

Dazu passt das Zeugnis aus der Führungsetage der Firma Teisa Integración Global: Herzlichen Dank der großartigen Familie von Dequeni dafür, dass wir Teil dieser Ereignisse sein dürfen, wo wir unseren kleinen Beitrag dazugeben können; die Feier des Weltkindertages mit der Gemeinde von Costa Sosa in Luque war einfach herrlich.

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Spendenlauf vor herrlicher Kulisse an der Uferpromenade von Asunción

Solidarische Schüler und Studenten

Vor ein paar Jahren ging Dequení zusammen mit der Initiative „Juventud que se mueve“ der Schönstattjugend in Schulen, um ein solidarisches Bündnis stiften zwischen gutsituierten Schulen und Kindern, die aus eigener Kraft nie zur Schule gehen könnten. Es war ein Erfolg.

Ähnlich an den Universitäten. Nur ein aktuelles Beispiel:

Studenten der Universidad del Pacífico – Paraguay  haben aus Anlass des Weltkindertags einen schöpferischen Vormittag mit den Kindern aus Costa Sosa, Luque, begangen – mit Spielen, Kinderschminken und Malen. Alle glücklich, Kinder und Studenten! Die Studenten dieser Hochschule machen regelmäßig Praktika bei Dequeni und unterstützen mittlerweile durchgehend den Dienst von Dequeni in Costa Sosa.

14188304_10154435661587480_355722259751118845_oGemeinsam geht`s

Emilia ist zwei Jahre alt und eines der Kinder, die Dequeni im Schutzprogramm der frühen Kindheit betreut. Sie ist tagsüber im Gemeindezentrum „Juntos podemos“ (Gemeinsam geht`s) in Villeta, wo sie mit anderen Kindern ihres Alters spielt und gleichzeitig ihre körperlichen und geistigen Fähigkeiten entfalten kann und ihre Gefühle kennen und beherrschen lernt. Ihre Erzieherin sagt, dass sie sich sehr gut entwickelt, gut lernt, sehr intelligent ist und alles sehr schnell aufnimmt.

Was wäre Emilia ohne Dequeni? Ein hungriges, schreiendes, schmutziges Bündel Elend. Und vielleicht noch interessanter die Frage: Was wird Emilia in 5, in 10, 15, 20, 30, 50 Jahren sein? Eine solidarische Schülerin, eine Erzieherin, eine Lehrerin, eine Mutter, eine Anwältin, eine Ärztin, eine Abgeordnete, eine Ministerin, die die Realität der Armen und Ausgegrenzten kennt und etwas für sie tut?

Zusammen geht`s.

Von schoenstatt.org aus begleiten wir Dequeni, eines der solidarischsten Projekte Schönstatts, seit über 10 Jahren, und daraus ist eine kleine, aber starke solidarische Strömung entstanden dank der Spenden und „Schultüten“ von Lesern aus Deutschland, Italien, Spanien und der Schweiz. Zur Erinnerung – 75 Euro und ein Kind hat ein Schuljahr samt Schulsachen und Hausaufgabenbetreuung sicher. Mit mehr solidarischen Lesern könnten wir mehr. Viele Emilias warten.

Für jeden, der dadurch seine solidarische Seite entdeckt, ist Dequeni ein Segen. Ganz sicher.

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Hier direkt online spenden (Kreditkarte):  http://www.dequeni.org.py/es/donaciones

Spendenkonto in Deutschland

Ingrid Springer für Dequeni
IBAN: DE52426613300121483602
BIC: GENODEM1HLT
Verwendungszweck: Dequeni
In Deutschland steuerabzugsfähig

Mit Material von Dequeni auf der Homepage (www.dequeni.org.py) und in Facebook

Original: Spanisch. Übersetzung: Ursula Sundarp, Dinslaken, Deutschland und Maria Fischer

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