Veröffentlicht am 19. Februar 2016 In Haus Madre de Tuparenda, Projekte, Werke der Barmherzigkeit

Bewegender Baubeginn für das „Haus Mutter von Tupãrenda

PARAGUAY, P. Pedro Kühlcke/ Pressemeldung des Justizministeriums von Paraguay •

„Man spürte Ergriffenheit, Freude, und vor allem Dank an die ‚Mutter von Tuparenda'“, so Pater Pedro Kühlcke am Abend des 12. Februar, des historischen Tages der Begegnung zwischen Patriarch Kyrill von Moskau und Papst Franziskus in La Habana, Kuba, der „brüderlichen Umarmung, auf die 1000 Jahre gewartet haben“, wie ein Reporter schrieb. Doch historisch ist dieser 12. Februar auch wegen des schlichten Aktes, der an diesem Tag auf dem Gelände des Heiligtums von Tuparenda vollzogen wurde und mit dem der Bau der „Casa Madre de Tupãrenda” begonnen wurde – ein Haus der Berufsbildung und Persönlichkeitsförderung für Jugendliche, die mit dem Gesetz in Konflikt gekommen sind, dessen Ausbildungskurse allen Jugendlichen der Umgebung von Tupãrenda offen stehen.

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Eine Resozialisierungseinrichtung – und mehr

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Die Justizministerin von Paraguay, Carla Bacigalupo, erklärte: “Ich bin tief ergriffen, weil das, was so lange ein Traum war, jetzt Wirklichkeit wird und bald, etwa in fünf Monaten, das erste Resozialisierungszentrum für Jugendliche im Distrikt Itauguá.“

Das Justizministerium und das Leitungsgremium von FundaProva (Verein zur Förderung von Werten und Gewaltprävention) haben den Grundstein für das Zentrum gelegt, der von Pater Antonio Cosp und Pater Pedro Kühlcke vom Institut der Schönstatt-Patres, die das Gelände in Kommodat übertragen haben, gesegnet wurde. Das Haus dient einerseits als Berufsbildungszentrum, gleichzeitig aber auch als Ort der persönlichen Förderung von Jugendlichen, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten waren.

Bei der Grundsteinlegung am Ort des zukünftigen Zentrum an der Landesstraße Mariscal Estigarribia Km. 42 nahmen die Vorsitzende von FundaProva, Dr. Ana María Acha, die ehemalige Justizministerin und jetzige Stadträtin von Yacyretá, Dr. Sheila Abed, sowie Vertreter der Stadtverwaltung von Itauguá – Bürgermeister Miguel Meza, der Vorsitzende des Stadtrates und mehrere Stadträte – teil. Mehrere hohe Vertreter des Justizministeriums waren ebenfalls gekommen.

Die Grundsteinlegung, bei der eine Steinplakette mit Namen und Datum enthüllt wurde, fand am Morgen des 12. Februar statt, und mit dabei waren auch einige Jugendliche aus dem Jugendgefängnis, die von der Gefängnispastoral „Visitación de María“ der Schönstatt-Patres betreut werden.

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Ein Werk der Barmherzigkeit

„Herzlichen Glückwunsch, Pater Pedro Kühlcke und allen, die mit so viel Einsatz den Bau dieses Hauses für unsere Jugendlichen, die Hilfe, Unterstützung, Vertrauen in die Änderung ihres Lebens brauchen, auf den Weg gebracht haben. Begleiten wir sie, wo wir können, und auf jeden Fall mit unserem Gebet“, schreibt Ani Souberlich, die Initiatorin der „100 Häuser der Solidarität“.

Wir haben keinen Moment gezögert, diesen Artikel in den Bereich der Veranschaulichung des Jahres der Barmherzigkeit in Werken der Barmherzigkeit aufzunehmen. Denn dieses Haus ist nur die verantwortliche Verlängerung des Besuches bei den jugendlichen Strafgefangenen. Bindungen sind für immer.

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