Veröffentlicht am 8. Januar 2016 In Dequeni, Projekte, Werke der Barmherzigkeit

Dequení in Solidarität mit den Überschwemmungsopfern

PARAGUAY, Dequení •

Eigentlich ist das jetzt Schlussphase und Höhepunkt der „Schultüten“-Kampagne von Dequeni, bei der es wie jedes Jahr darum geht, durch Patenschaften und Spenden möglich zu machen, dass Tausende von Kindern aus Familien in extremer Armut  auch 2016 zur Schule gehen können. Doch dann traten vor Weihnachten die Flüsse Paraguay und Paraná über die Ufer, und Dequeni solidarisierte sich zusammen mit vielen Menschen für die davon betroffenen Familien. Unter den Evakuierten sind Familien, die kontinuierlich von Projekten von Dequeni begleitet werden, vor allem aus den Städten Villeta und Arroyos y Esteros.

Dequeni arbeitet zusammen mit Gemeindeleitern und Vertretern des SEN (Servicios de Emergencia Nacional/Nationaler Katastrophenschutz), Gemeindeverwaltungen und der Regierung daran, die betroffenen Familien in ihren dringendsten Bedürfnissen zu unterstützen und dabei besonders für den Schutz und die Gesundheit der Kinder zu sorgen.

In Villeta wurden die Familien, deren Häuser überflutet wurden, in Häusern von Verwandten untergebracht. In Arroyos y Esteros ist die Gegend am Ufer des Manduvirá-Flusses, wo die von Dequeni unterstützten Familien mit ihren Kindern wohnen, eines der am meisten von den Überschwemmungen betroffenen Gebiete.

Von den starken Unwettern der letzten Zeit – wie die Überschwemmungen eine Folge des Klimaphänomens El Niño – wurden auch die Dächer und Wände der Gemeindezentren in Caaguazú und Ypané betroffen; dort wurden die Aktivitäten abgesagt, einschließlich der Sommerlager für die Kinder, die man zu der Zeit zu starten hoffte.

Diejenigen, die nicht verderbliche Lebensmittel spenden möchten, wie: Reis, Zucker, Mehl, Nudeln, Bohnen, Kräuter, Kaffee, Öl, trockene Backwaren und Reinigungsmittel, Heizspiralen, Zündhölzer, Kerzen, Laternen; Kleidung, Schuhe, Stiefel für Kinder von 6-14 Jahren, Babywindeln, können sie zur Zentrale von Dequeni bringen, die zu einem der Sammellager für Hilfsgüter umfunktioniert wurde.

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Großer Dank beim Abschluss des Jahres

Vor dem Hochwasser führte Dequeni im Lauf des Monats Dezember Abschluss-Veranstaltungen in jedem seiner Projekte durch. So brachte Dequeni die Gemeinschaften zusammen, wo es wirkt: in Ypané, J.Augusto Saldivar, Luque, Fernando de la Mora, Villeta, Caacupé, Arroyos y Esteros, Caaguazú und Cuida del Este.

Die Kinder – sie sind es ja, für die es Dequeni gibt – zeigten bei diesen Veranstaltungen ihre Talente. Die Gemeindezentren waren gefüllt mit Familien, Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen; diejenigen aus den ländlichen Gebieten mussten teils mehrere Kilometer zu Fuß gehen um dabei zu sein. Die Mütter aus den Komitees – in ihren besten Kleidern – waren die Gastgeberinnen. Die Wände der Zentren waren voll von Farben, Postern, Zeichnungen und den Kunstwerken der Kinder.

Jede Feier hatte etwas Einzigartiges; die Jungen und Mädchen machten mit in Clown-, Kaninchen- und Rock-Star-Kostümen … Sie zogen auf und agierten, während ihre begeisterten Eltern klatschten, lachten und fotografierten. José Miguel (4) sagte nach seiner Präsentation, dass er „eine Menge Spaß“ hatte. Voller Stolz bekräftigte auch Mariza Rivarola, eine Mutter aus Villeta: „Alles ist möglich, wenn wir zusammenhalten.“

Wir tun es für die Kinder

„Wir haben gearbeitet, damit die Kinder, Familien und Gemeinden mehr Möglichkeiten haben zu wachsen und sich zu entwickeln. Es erfüllt uns mit Freude, diese Augenblicke in der Gemeinschaft zu teilen“, bestätigte Gloria Arrúa, Leiterin des Sozialbereichs, während einer der Sitzungen.

Während des Jahres 2015 wurden in zehn Standorten einundzwanzig Projekte umgesetzt. Dequeni verstärkte seine Arbeit in den Bereichen von Bildung, Gesundheit, Ernährung und Gemeinde-Organisation. 7.671 Kinder und Jugendliche wurden geschützt; 3.745 Familien begleitet. In den Zentren nahmen 1.101 Jungen und Mädchen zwischen 0 und 5 Jahren an Plätzen für frühkindliche Betreuung und Schulvorbereitung teil.

Die Arbeit von Dequeni wurde unterstützt durch siebzehn Elternausschüsse und einundzwanzig Ausschüsse von Kindern und Jugendlichen, die durch ihre Projekte ausdrücken, was im Lauf eines Jahres möglich wurde.

Mein Name ist Melani, ich bin elf Jahre alt und möchte gerne Zahnärztin werden.

„Wir schenken es der Gottesmutter als Gnadenkapital“

„Wir haben viel gelernt, und wir haben die Scheu verloren, in der Öffentlichkeit zu sprechen, durch die Ausbildung, die uns die Schule in diesem Jahr gegeben hat. Vorher wollte ich nicht öffentlich reden, jetzt kann ich nicht glauben, dass ich mit dem Kandidaten für das Bürgermeisteramt in Cordillera geredet habe“, sagt Angeles Cowan, Schülerin der 4. Klasse, über ihre schönste Erfahrung in diesem Jahr.

Schließlich hielt auch das Team der Mitarbeiter von Dequení am 17. Dezember seinen Jahresabschluss mit einer Heiligen Messe in der Zentrale; P. Pedro Kühlcke, geistlicher Leiter von Dequeni, zelebrierte. Bei dieser Gelegenheit erinnerte Andreza Ortigoza, Geschäftsführerin von Dequeni, an die Wohltäter der Stiftung, die mit so viel gutem Willen Dequeni ermöglichen, und alle Arbeit als Gnadenkapital angeboten haben. „Was wir 2015 erreicht haben, die Unterstützung so vieler Menschen und Unternehmen in Solidarität, schenken wir an diesem Tag der Gottesmutter ins Gnadenkapital. Danke an alle.“

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Eine Krippe bringt Hoffnung und verbindet. Möge das Neue Jahr uns darin verbunden finden, unsere Ziele zu erreichen.
Die Spenden gerade aus Deutschland, der Schweiz und Österreich sind im letzten Jahr stark eingebrochen. Um einem Kind den Schulbesuch zu ermöglichen, braucht es 75 €. Noch ist es möglich, damit das Leben eines Kindes zu verändern:
  • Online mit Kreditkarte 
  • Überweisung:
    Dequeni, z.H. Ingrid Springer
    IBAN: DE52426613300121483602
    BIC: GENODEM1HLT

    In Deutschland steuerabzugsberechtigt. Bitte auf der Überweisung dafür die Postadresse vermerken.

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