Veröffentlicht am 18. April 2017 In Misiones

Jesus begegnen bei den Katholischen Studenten-Misiones

PARAGUAY, Sebastián Denis •

Seit Dienstag in der Karwoche sind über 1000 Missionare aus ganz Paraguay und einige aus anderen Ländern unterwegs in einer Verrücktheit der Liebe namens Katholische Studenten-Misiones (MUC). Darunter sehr viele Mitglieder der Schönstatt-Bewegung, die, bewegt von der missionarischen Aussendung durch Papst Franziskus in die kommenden 100 Jahre, das Wort Schönstatt im Herausgehen lebendig machen im Sinne der Gnade der Apostolischen Fruchtbarkeit, die Maria von allen Schönstatt-Heiligtümern aus schenkt und hier konkret von den drei Heiligtümern in der „Nation Gottes“, in Paraguay.

Am Dienstag erlebten alle mit frohen Herzen, wie Gott sie in die Stadt sandte, wo ihre Gaben und Talente gebraucht wurden, als einer nach dem anderen das Armband mit der Farbe entgegennahm, die für die jeweils zugedachte Stadt stand.

Marienland

Einige von uns wurden durch das Band des Bundes ins Land der  Tupãsy Caacupé, der Gottesmutter von Caácupé,  im Dapartamento Cordillera gesandt.

Der Empfang im Schulgebäude durch die Leiter der Misiones (Großeltern, Eltern und Onkel/Tanten genannt), ist ganz besonders und prägt den Beginn  der wichtigsten Tage im Jahr. Die „Großeltern“ sind die hauptverantwortlichen Leiter, die Eltern die Gruppenleiter und die Onkel und Tanten die Verantwortlichen für Geistpflege und Allgemeine Dienste.

Am Mittwoch begannen die Aktivitäten mit dem ersten Impuls, mit dem die Missionare zu den Familien in den verschiedenen Gemeinden der Stadt gesandt werden.

Sie bringen ihnen das Wort Gottes, das Evangelium, begleitet vom Bild der Großen Missionarin, die vom Heiligtum herausgeht, um ihren Kindern zu begegnen.

Am Nachmittag sind Workshops mit Schulung und Austausch für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Abends beten alle gemeinsam, und daran anschließend ist eine Zeit der Eucharistischen Anbetung in der Kapelle.

Von diesen Momenten aus erleben die Missionare, wie der Heilige Geist durch sie spricht und wirkt, als Werkzeuge der Gottesmutter durch das Liebesbündnis.

Eine besondere Mission

Ich bin Kommunionhelfer, und dadurch hatte Jesus für mich eine besondere und einzigartige Mission.

Als ich mit meiner Misiones-Familie herausgehen wollte, fragten mich die „Großeltern“ meiner Stadt, ob ich statt mit meiner Gruppe auf Mission zu gehen, in zwei weiter entfernte Siedlungen gehen könnte, um dort Kranken und Alten die Heilige Kommunion zu bringen – und diese Bitte konnte ich nicht abschlagen. Es war Jesus selbst, der mich sandte, und der mich zugleich in den Häusern mit Strohdach, in denen das Vaterland lebt, wie es in einem Lied heißt, erwartete.

Fußwaschung

So gingen wir mit einigen Missionaren los, um das Wunder der Liebe zu Menschen zu tragen, die IHN erwarteten, und kamen zum Haus von Doña Limpia und Don Benito, wo wir von ihrer ganzen Familie begrüßt wurden. Er ist blind und sie fast taub, und sie gaben uns ein Zeugnis davon, wie trotz allem Liebe herrscht und eine Ehe für immer ist.

Carolina und Karimi hatten die Anregung, ihnen die Füße zu waschen, eine Tradition der Studenten-Misiones, bei denen Demut und Liebe auch heute dieses Zeichen Jesu setzen.

Es ist eine besondere Freude, heute, am Gründonnerstag, an dem Jesus entschieden hat, für immer bei uns zu bleiben, ihn zu den Menschen zu bringen.

Wir besuchten zwei weitere Häuser und kamen danach schließlich zum Haus von Doña Nicanora, die mit ihren 98 Jahren ganz klar und voller innerer Kraft ist; sie dankte, dass Jesus in ihr Haus gekommen sei  und  Maria mit ihm, sie, Immakulata, wie sie sie so gerne nennt.

Im jedem Haus erbaten wir den Segen der Alten, eine Tradition, die in Paraguay sehr beliebt ist.

Überzeugt, dass er uns sendet und dass wir die drei wunderbaren Farben tragen, machen wir weiter mit diesen Misiones, denn die Stunde seiner Liebe ist gekommen.

 

www.muc.org.py/

Original: Spanisch. Übersetzung: Maria Fischer, schoenstatt.org

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