Veröffentlicht am 13. Januar 2018 In Kampagne

Die Pilgernde Gottesmutter in den Häusern Venezuelas

VENEZUELA, María Fischer •

Alle haben das Recht auf ein wenig Urlaub während der Weihnachtsfeiertage, auch die Pilgernde Gottesmutter, dachte sich Concepción, seit einigen Monaten Missionarin der einzigen Pilgernden Gottesmutter (von Argentinien aus geschickt) in einer Stadt in Venezuela. „Die Pilgernde Gottesmutter ist jetzt bei mir zuhause, und sie ist so selten und so kurz bei mir, dass ich das Gefühl hatte, sie möchte das Neue Jahr bei meiner Familie erleben, wie ein Segen für meine Lieben“, erklärt sie. Gekrönt und mit schönen Blumen geschmückt verbrachte die Pilgernde Gottesmutter Neujahr mit Concepción.

Ein Liebesbündnis in Stille

„Du wolltest ein Zeugnis über den Segen, den die Gottesmutter von Schönstatt uns schenkt, und ich sage dir, es gibt kein besseres als mein eigenes“, schreibt Concepción. „Bevor ich sie bei mir aufgenommen habe, gehörte ich zu den Lektoren meiner Gemeinde, ich habe die Lesungen vorgetragen, wenn ich an der Reihe war, und das, wo ich mein Leben lang Lampenfieber hatte! Doch der Herr hat mich allmählich dazu gebracht, meine Mission zu erfüllen.

Dann kam die Pilgernde Gottesmutter, und ihr Gehen von Familie zu Familie funktioniert trotz der Umstände, in denen wir hier in Venezuela leben, erstaunlich gut. Am 18. Oktober habe ich mein Liebesbündnis geschlossen in Begleitung von einigen Freunden aus der Gemeinde, mit denen wir den Rosenkranz bei mir zu Hause beten. An dem Tag haben wir einen Lichter-Rosenkranz gebetet, es war sehr schön, mit Kerzen in den Farben unserer Fahne.

Danach erhielt ich den Auftrag, dem Herrn auf andere Weise zu dienen, nicht als Lektorin, sondern in der Sakristei, wo ich nun den Altar für die Messe richte. Da steckt bestimmt die Gottesmutter dahinter. Sie hat dafür gesorgt, dass ich diesen neuen Segen erhalte. Ich fühle mich nicht würdig, bin aber sehr glücklich damit. Ist es viel Arbeit? Ganz sicher, für mich aber ein Geschenk. Gelobt sei Maria und gelobt sei Jesus Christus, den ich mehr liebe als mein eigenes Leben.

Bei meinem Liebesbündnis war kein Priester dabei, wir haben hier keinen, nur am Sonntag kommt einer für die Messe, aber wie Eleonara, meine Freundin aus Uruguay, die den Kontakt mit Schönstatt hergestellt hat, sagt, war mein Liebesbündnis so vielleicht genau der Wunsch und Plan von P. Kentenich:  In der Stille meines Herzens verbunden mit dem Unbefleckten Herzen der Gottesmutter ist es ein Bündnis, das über das Augenfällige hinausgeht,  weil das Herz der Gottesmutter und meines sich ganz tief verbunden haben.“

Auf den Straßen von Venezuela

Seit ihrer Ankunft geht die Pilgernde Gottesmutter von einem Haus zum anderen.  „Oft sehe ich sie gar nicht dazwischen“, so Concepción.

Die Pilgernde Gottesmutter bleibt jeweils neun Tage, eine Novene lang. „Wegen der Probleme mit dem Öffentlichen Nahverkehr, dem Fehlen von Bargeld und Benzin und den hohen Taxipreisen hier in Venezuela passt es für uns besser, wenn die Pilgernde Gottesmutter neun Tage bei der jeweiligen Familie bleibt und sie sich deshalb mit der Novene mehr mit ihr verbinden können“, erklärt sie.

Und dabei gibt es so viele Menschen, die ihren Besuch erbitten, die Warteliste wird immer länger – dass sicher bald eine zweite Pilgermutter nötig wird!

 

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