Veröffentlicht am 24. September 2017 In Kampagne

An den Kreuzungen der Wege: Bildstöcke

ARGENTINIEN, Ana Echevarría •

Große und kleine. Eingefügt in Berghänge, Wälder und Täler, aufgestellt in Dörfern und Städten und am Wegrand und den Kreuzungen der großen Straßen, trotzen die Bildstöcke der Dreimal Wunderbaren Mutter von Schönstatt, die die Kampagne der Pilgernden Gottesmutter aussät, Wind und Wetter, Schnee, Hitze und Kälte an den unterschiedlichsten Orten der Welt.

Unbeschreiblich ist die Vielfalt, welche die tief im Volk verwurzelte Kreativität der Missionare in den verschiedenen Ländern hervorbringt. Und doch gibt es etwas, das alle gemeinsam haben. Etwas, das sie alle verbindet. Sie alle sind Frucht der großen Liebe des Herzens einer unruhigen Mutter, die all ihren Kindern nahe sein möchte, weil sie weiß, dass diese sie brauchen.

Einer Mutter, die auf ihrem Weg in hochherzigen Menschen den Wunsch weckt, ihr in ihren Herzen eine Wohnung anzubieten, sich mit ihr zu verbünden und auf ihrem Grundstück einen Bildstock zu errichten. Sie wollen, dass sie bei ihnen einen Platz findet, ihre Gebete und Opfer annimmt und ihre Gaben und Gnaden austeilt zum Wohl der Menschen an diesem Ort. So wird das „Nichts ohne dich, nichts ohne uns“ Leben, und in den Spuren von Joao Pozzobon legen sie unermüdlich Hand ans Werk.

Die schönen Geschichten hinter dem Bau jedes einzelnen Bildstocks sprechen von bedingungslosem Einsatz so vieler Missionare der Kampagne, die sich durch keine der unzähligen Hindernisse und Schwierigkeiten, die sich ergeben, ausbremsen lassen. Es ist nicht leicht, ein Gelände zu erwerben, die Genehmigung der kirchlichen und kommunalen Autoritäten zu erhalten und schließlich den eigentlichen Bau zu stemmen. Aber nichts kann sie aufhalten. Tausende von Rosenkränzen und unzählige Beiträge ins Gnadenkapital halten die Initiative wach und öffnen Wege, bis der ersehnte Tag gekommen ist, an dem die Dreimal Wunderbare Mutter Besitz ergreift von diesem Fleckchen Erde und beginnt, von dort aus ihre Gaben und Gnaden auszuteilen.

Von diesem Moment an werden die Bildstöcke zu authentischen Erweiterungen des Heiligtums, zu Orten des Begegnung, wo Netzwerke geknüpft werden und Maria ihre Anhänger sammelt, indem sie ihnen die Erfahrung von Zugehörigkeit schenkt und Familienatmosphäre schafft.

Hier treffen sich die Missionare der Kampagne vor allem am 18. jeden Monats, um den Rosenkranz zu beten, sich der Gottesmutter zu weihen, die Tausend Avemaria zu beten, das Liebesbündnis zu schließen und ihr Engagement zu erneuern und ihre Mission mit neuer Kraft fortzusetzen.

 

In den Häusern und auf den Straßen

Durch die Kampagne möchte die Pilgernde Gottesmutter, die die Welt durcheilt, zu den Familien kommen, ihnen das Beten und Leben der Geheimnisse des Rosenkranzes im Bündnis mit ihr zu lehren und in Hunderten und Tausenden von Hausheiligtümern Wohnung nehmen. Doch das reicht ihr nicht. Sie möchten auch in das öffentliche Leben hinein, das Leben unserer Völker zu teilen, auf den Straßen und Wegen zu sein, auf diesen kleinen Fleckchen Himmel, wo sie allen Menschen nahe sein, sich den Bedürftigsten nähern, ihre Sorgen und Freuden teilen und alle einladen möchte, ihre Verbündeten zu werden, die ihre Mission zur Umgestaltung der Welt teilen.

So hatte es Joao Pozzobon verstanden. Im Jahr 1979 reiste er nach Schönstatt, und bei seiner Rückkehr nach Brasilien  fühlte er sich angeregt, Bildstöcke der Gottesmutter von Schönstatt zu bauen, wie die, die er in Deutschland gesehen hatte. Und es entsteht eine neue Lebensströmung in der Kampagne: in nur fünf Jahren stellt er 40 Bildstöcke auf „an den Kreuzungen der Wege, an strategischen Punkten, fast immer an abgelegenen Orten, weit entfernt von den Pfarrkirchen, da, wo kein Priester hinkommt. Jeder errichtete Bildstock“, so Joao Pozzobon, „ist wie eine Antenne, die in dieser riesigen Kampagne aus der Höhe Kraft und Gabe des Göttlichen Heiligen Geistes herabzieht“.

Sie sind sehr einfach, diese Bildstöcke: ein Bild der Gottesmutter von Schönstatt, in Bronze oder als Keramik, auf einem Holzbrett, das in der Erde gesteckt wird. Sie werden im Heiligtum gesegnet, und später kommt eine zweite Segnung mit dem Volk an dem Ort, wo sie aufgestellt werden. Joao Pozzobon empfiehlt sehr, sich am Bündnistag am Bildstock zu treffen und gemeinsam den Rosenkranz zu beten als Zeichen der Verbundenheit mit dem Heiligtum. So kann der Gnadenstrom vom Heiligtum die abgelegensten Orte erreichen.

Auch Pater Esteban Uriburu verstand die Bedeutung und die providentielle Rolle dieser Orte in der marianischen Ausstrahlung in dieser Zeit. „In dieser Zeit, in der die spirituelle Erosion jegliches Zeichen des Göttlichen aus dem öffentlichen Leben streicht, entstehen auf einmal Bildstöcke, kleine Oasen, wo das einfache Volk konkret die Präsenz seiner Mutter erlebt.

Von dieser Seite aus sammeln wir Fotos und Zeugnisse des Lebens, das aufsprudelt an all diesen Bildstöcken auf dem Weg der Gottesmutter zu all den Orten in der Welt, an die die Kampagne kommt.

In den Spuren von Joao Pozzobon und verbunden mit allen Missionaren und Familien der Kampagne möchten wir uns in den Dienst dieser wunderbaren Lebensströmung stellen, die Maria uns in Schönstatt geschenkt hat und die Pater Kentenich so sehr zu schätzen wusste.

Im Oktober 1946 verließ Pater Kentenich die Oktoberwoche, um in der Schweiz ein winzig kleines Bildstöckchen zu segnen und die Gottesmutter dort zur Königin des Weltalls zu krönen – ausgerechnet an einem äußerlich so unscheinbaren Ort:

„Heute umstehen wir ein kleines Bildstöckchen“, sagte er.

„Das erinnert uns daran, dass Schönstatt auch einmal klein war … Und aus dem Kleinen ist etwas ganz Großes geworden und will immer größer werden und größer werden, will weiter und weiter in die Welt hineinziehen in einer Zeit, da die Welt am Bersten ist … Und nunmehr will sie sogar als Königin des Weltalls gekrönt werden. Sie ist nicht nur die Königin des  Schönstattreiches in der bisherigen Form, sondern als Schönstattkönigin will sie die Königin der Welt werden. …

Die Gottesmutter lässt sich auf den Thron setzen, nicht etwa, um sich dort auszuruhen, sondern um von dort aus ihre Macht zu entfalten. Sie will erobernd durch die Lande ziehen. Und dazu wollen und müssen wir ihr verhelfen.“

Ja! Bei dieser Mission wollen wir Maria helfen. Helfen, die Völker zu durchwandern und sich bei ihnen niederzulassen, um die Welt zu erneuern. Uns die Anliegen Pater Kentenichs zu eigen machen. Und uns zusammentun, um zusammen mit den Missionaren und Familien der Kampagne diese wunderbare Lebensströmung der Bildstöcke, die Maria in der Welt säen möchte, zu verstärken.

 

Und … wie nun?

Wir können uns fragen: Was würde passieren, wenn sich von jedem Bildstock aus eine starke missionarische Strömung des Gebets und der Heiligung erheben würde als Beitrag zur Gnadenquelle des Heiligtums, um der Gottesmutter zu helfen, sich in Tausenden von neuen Bildstöcken in allen Ecken und Enden der Erde niederzulassen?

Was würde passieren, wenn dank des Einsatzes der Missionare, dank ihrer Beiträge zum Gnadenkapital jeder Bildstock weltweit diese Sendung annehmen würde, zum fruchtbaren Saatkorn zu werden, dass die Welt vom Feuer des Liebesbündnisses entzündet wird, das von diesen kleinen unscheinbaren Orten aufflammt, an denen die Dreimal Wunderbare Mutter sich als Königin der Völker, als Königin der Welt offenbaren will? Wo sie, wie Pater Kentenich sagt, ein Liebesbündnis schließen mag mit allen Völkern, vorzüglich mit ihren Führern und Lenkern?

Maria kennt die Antwort. Und sie lädt uns ein, uns ihr als Werkzeuge zur Verfügung zu stellen mit den gleichen Worten, mit denen Pater Kentenich sein Krönungsgebet vor dem Bildstock in Weesen in der Schweiz beendete: „Unser Leben unserer Königin.“

 

Fotos als Saatkorn neuer Bildstöcke …

Mit großer Freude laden wir weiterhin alle dazu ein, Fotos ihrer Bildstöcke an schoenstatt.org zu schicken. Diese Fotos haben, so unsere Erfahrung, auch die Mission, bei anderen den Wunsch nach der Errichtung neuer Bildstöcke an neuen Orten zu wecken. Diese Fotos werden so verarbeitet, dass aus allen zusammen ein digitales Mosaik der Original-Peregrina gestaltet wird, die Joao Pozzobon auf seiner Schulter 140.000 km weit getragen hat.

Dieses Mosaikbild wird im Joao Pozzobon-Saal in Roma Belmonte, der von Pilgern aus aller Welt besucht wird, einen Platz finden. Es soll Ausdruck und Zeugnis für die lebendige Gegenwart der Dreimal Wunderbaren Mutter sein, die sich in so vielen Ecken der Welt in allen fünf Kontinenten niederlassen wollte. So wird jedes Land durch seine Bildstöcke präsent an diesem Ort in Rom, wo die Pilger und Missionare, die aus der ganzen Welt dorthin kommen, in Berührung kommen können mit der Person von Joao Pozzobon, seinem Leben und seinem Werk.

Wie schön ist es, dass alle Missionare der Kampagne von verschiedenen Orten und Ländern aus zusammenarbeiten können, um auch andere anzuregen, die Fotos ihrer Bildstöcke einzusenden, die wir aus praktischen Gründen von jetzt an auf dieser Seite von schoenstatt.org sammeln.

Kein einziger Bildstock soll im Pozzobon-Raum von Belmonte fehlen, alle Fotos der Bildstöcke der Kampagne in aller Welt sollen hier präsent sein und das Bild der Ur-Peregrina von Joao Pozzobon gestalten. Und es wäre ganz besonders schön, wenn Sie nicht nur die Fotos und die Entstehungsgeschichte schicken würden, sondern auch Geschichten erzählen vom Leben, das heute bei jedem Bildstock sprudelt. Geschichten, die wir hier auf schoenstatt.org lesen können und die neue Initiativen schaffen. Denn Feuer breitet sich aus und Leben entzündet sich am Leben.

 

Für die Fotos und die Geschichten aus dem realen Leben

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Schicken Sie einmal das Foto Ihres Bildstocks.
Und lassen Sie uns Tausende von realen Geschichten vom Leben rund um diese Bildstöcke zukommen:  [email protected]

 

Panama-City

Album mit allen bisher eingesandten Fotos

Ermitas

“An den Kreuzungen der Straßen, an den strategischen Punkten” einer Kirche im Herausgehen: Bildstöcke

 

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1 Responses

  1. Welch grossartige Idee! Marias Plaetze am Weg zu sammeln! Maria im Kachelofen, Maria an der Strasse, in der Einsamkeit, Maria im Blumengarten, Maria am Meer, Maria, Maria…
    – Ich hab kein Foto vom Bildstoeckchen auf dem Friedhof am Exilheiligtum unseres Vaters in Milwaukee. Leider, wie oft hat er davor gebetet, Besucher empfangen…
    – und auch kein Foto vom Wegebild in Schoenstatt in der Mauer der Marienau, wo H.Pater den Josef Engling verabschiedet und zum letzten Mal im Leben gesehen hat.
    Maria mit ihrem lieben Kind…

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