Veröffentlicht am 6. April 2017 In Kampagne

Bündniskultur aufbauen mit Maria und der Kampagne der Pilgernden Gottesmutter

USA, Carlos Cantú •

Die Kampagne der Pilgernden Gottesmutter bietet jedes Jahr am Confidentia-Heiligtum in Rockport, Texas, zwei besondere Tage an für Missionare und für diejenigen, die die Pilgernde Gottesmutter in ihren Häusern aufnehmen. Diese beiden Tage finden im November und März statt. Die letzten waren am 12. März 2017. An diesen Tagen werden neue Missionare beauftragt, Beauftragungen werden bei jenen erneuert, die sich für ein weiteres Jahr verpflichten, und es ist auch ein Tag für diejenigen, die sich darauf vorbereitet haben, das Liebesbündnis zu schließen.

Obwohl der Tag kalt und regnerisch war, ließen sich die annähernd 200 Pilger nicht von der Teilnahme abschrecken. Der Tag begann mit einer Serenade für die Gottesmutter im Heiligtum und auch mit einem herzlichen Empfang. Danach versammelten sich alle zu einem Vortrag im Saal; Pater Johnson Nelissery, ein Schönstattpater, hielt den Vortrag und zelebrierte die Heilige Messe. Sein Vortrag bezog sich auf das Motto von Texas, „Missionare der Gottesmutter bauen Bündniskultur“. Er betonte auch die Bedeutung der Beauftragung und Erneuerung der Beauftragung.

156 Bilder der Pilgernden Gottesmutter schmückten den Altar. 122 wurden wieder beauftragt, ihren Pilgerweg der ‚großen Heimsuchung‘ für ein weiteres Jahr fortzusetzen, und 34 wurden zum ersten Mal ausgesandt.

Sr Gloria und Jesse Araguz – Mitglied des texanischen Teams der Pilgernden Gottesmutter aus Brownsville

Sie sorgt wirklich vollkommen!

Nach dem Mittagessen sammelten sich alle wieder im Saal, um den Rosenkranz zu beten. Nach dem Rosenkranz gab eine Missionarin ein bewegendes Zeugnis ab, wie Unsere Dreimal Wunderbare Mutter, Königin und Siegerin von Schönstatt ihrer Familie zu Hilfe gekommen ist. Zusammenfassend stellte ihr Zeugnis in etwa dar: Ihr Mann bemühte sich um die legale Aufenthaltsgenehmigung in den USA. Als Teil des langwierigen Prozesses musste er zum Konsulat nach Ciudad Juárez, Mexiko,  reisen. Vor Beginn der Reise betete ihr Pfarrer, der unsere MTA verehrt, mit ihnen und empfahl die ganze Angelegenheit der Gottesmutter. Sie mussten nach Monterrey, Mexiko, fahren und dort in ein Flugzeug nach Ciudad Juárez umsteigen. Alles verlief normal, sie beteten inbrünstig zur Gottesmutter und erledigten alle Schritte in dem Prozess: hierhin gehen, dorthin gehen, hier unterschreiben, jetzt das tun, in einer Stunde wiederkommen, etc. Die Zeit verging, und sie mussten um 20.00 Uhr das Flugzeug zurück nehmen. Es war fast 18.00 Uhr, und der Mann sagte zu seiner Frau, sie solle schon vorgehen, damit sie nicht beide Flugtickets verlieren, aber sie wollte nicht. Sie erinnerte ihn daran, dass sie die Angelegenheit der Gottesmutter anvertraut hatten, und die würde sorgen. Daher ging sie in eine Ecke und fuhr fort, inbrünstig zu beten. Es war eine lange Schlange vor ihrem Mann, es war nur ein Angestellter da, und an dem Tag würden nur 50 Aufenthaltsgenehmigungen ausgestellt werden. Es sah hoffnungslos aus, als plötzlich ein weiterer Angestellter kam. Er nahm den Stapel Anträge und drehte sie um. Er rief den ersten Namen auf, der ursprünglich am Boden des Stapels war, und das war der Name ihres Mannes. Die  Gottesmutter hatte vollkommen gesorgt, sie hat ihre Gebete beantwortet, und der Mann bekam das lang ersehnte Dokument, das seinen Aufenthalt in den USA legalisierte. Mit dankbarem Herzen konnten sie noch rechtzeitig in ihr Flugzeug steigen. Eine Runde Applaus und Jubel bestätigte, was unser Vater und Gründer immer gesagt hat: „Sie wird Wunder wirken!“ Es ist wichtig anzumerken, dass die Missionarin, die dieses Zeugnis gegeben hat, am 12. März 2017 für ein weiteres Jahr wieder beauftragt worden ist, ihr zweites Bild der Pilgernden Gottesmutter bekommen hat, das weitere zehn Familien besuchen wird, und ihr Liebesbündnis geschlossen hat.

Augenblick der Krönung: die Königin der Bündniskultur

Die Heilige Messe begann mit vielen dankbaren und frohen Herzen. Sofort nach der Predigt wurde eine schöne Blumenkrone in feierlicher Prozession herbeigebracht. Als die Gottesmutter die Krone erhielt, wurde das folgende Gebet in beiden Sprachen, in Englisch und Spanisch, gesprochen:

„Liebe Dreimal Wunderbare Mutter, Königin und Siegerin von Schönstatt,

Wir danken dir als Königin der Schönstätter Rosenkranz-Kampagne mit Vertrauen und kindlicher Dankbarkeit für die Gnaden, die du uns, deinen freudigen Werkzeugen, erwiesen hast.

Angeregt durch den Heiligen Geist und als Missionare Mariens möchten wir die Liebe der Gottesmutter austeilen und die Mission unserer Rosenkranz-Kampagne ausweiten und in unserem Alltag wachsen in der Liebe, der Einheit und der Heiligkeit.

Wenn wir in den Spuren Joao Pozzobons gehen, ohne das Ziel und den Weg in diesen herausfordernden Zeiten zu kennen, lass uns evangelisieren, dienen und Christus in die Kultur bringen.

In diesem Geist krönen wir dich: „Königin der Bündniskultur“.“

Unmittelbar nach der Heiligen Messe führten die zwölf Personen, die ihr Liebesbündnis im Confidentia-Heiligtum schließen wollten, die Prozession zum Heiligtum an. Carlos und Elizabeth Cantú hatten die zwölf aus der Diözese Brownsville auf ihr Liebesbündnis vorbereitet und assistierten Pater Johnson bei dem Ritus. Mit großer Freude und Dankbarkeit erhielten sie ihre Bündnis-Medaillen und unterzeichneten im Bündnisbuch.

Fotos: Sr. Heidi Infante, Lamar, USA

Original: Englisch,  3. April 2017. Übersetzung: Ursula Sundarp, Dinslaken, Deutschland

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