Veröffentlicht am 9. April 2017 In Dequeni, Werke der Barmherzigkeit

Die Kinder von Dequeni danken allen, die sie dank schoenstatt.org unterstützen

PARAGUAY, Andreza Ortigoza/Maria Fischer •

Ein Vormittag im März in Fernando de la Mora, im Zentralhaus von Dequeni. Nach den Feiern zum Beginn des neuen Schuljahres und wenige Tage nach dem Launch der rundum erneuerten offiziellen Webseite (www.dequeni.org.py, in Spanisch und Englisch), wird ein weiterer Schritt getan im Bereich der Kommunikation mit einem Kommunikationsseminar auf der Grundlage des Kommunikationsmodells von P. Josef Kentenich für 15 Mitarbeiter von Dequeni; Referentin ist Maria Fischer, Kommunikationswissenschaftlerin und Mitglied des Redaktionsteams von schoenstatt.org, seit über 15 Jahren aktiv an der Seite von Dequeni beim Bekanntmachen und Fundraising für Dequeni.

Die Botschaft der Kinder

Ein wichtiger Besuch. Ganz im Sinne der Kentenich-Kommunikation werden Geschichten von Wohltätern in Europa und von Kindern von Dequeni erzählt. Und immer mehr Augen leuchten. Die Mitarbeiter von Dequeni verstehen, dass die Geschichten, die ihnen einfallen, während andere erzählen, nicht nur dazu dienen, mögliche Wohltäter anzuregen, sondern auch eine Quelle von Leben in vielen Teilen der Welt sind, weil sie vielen Mut machen, etwas für Kinder zu tun und konkret, mit Werken der Barmherzigkeit, zu beweisen, dass das Liebesbündnis eine Gestaltungskraft besitzt, die eine neue Gesellschaftsordnung schaffen kann.

Und dann sind wir mittendrin in so einer realen Geschichte. Mit all dem Charme und all der Unschuld, wie nur Kinder sie haben können, kommen sie herein, leise, fast geheimnisvoll … Und sie nehmen die Überreichung der einzigen Botschaft, die sie vorbereitet haben, sehr, sehr ernst … Maria! Herzlich willkommen! Wir haben dich lieb … Es herrscht eine tiefe Stille, sie sagen fast nichts, doch wenn man sieht, wie sie sich in die kleinsten Lücken schieben, um aufs Foto zu kommen, wird klar, dass sie wortlos ihr ganzes Herz schenken, so wie nur Kinder es vermögen …

Maria fragt einen der kleinen Jungen, der sich besonders dicht an sie schmiegt: „Wer hat denn dieses wunderschöne Plakat gemacht? Wer von euch ist denn so ein toller Künstler?“  – „Ich …“ flüstert er ihr ins Ohr, und dabei strahlt er übers ganze Gesicht.

Unter den Kindern der kleine Junior. Zur Schule gehen heißt für ihn, „viele Sachen lernen.“ Bevor er zu Dequeni kam, half er seiner Mutter beim Straßenverkauf, weil es keine andere Arbeit für sie gab und für ihn keinen sicheren Ort, wo er in der Zeit bleiben konnte. Heute sind er und sein kleiner Bruder im Offenen Zentrum „Casa de Acojida“, während seine Mutter arbeitet. Und er braucht nur lernen und spielen …

Er ist begeistert dabei, beim Spielen und beim Lernen, und er möchte dieses Jahr „ein besserer Kamerad“ werden …

Frucht der Solidarität

Entstanden ist Dequeni im solidarischen Herzen junger Leute aus Paraguay, die in einem Wunsch verbunden waren: Kindern und Familien helfen, die von der schreienden Armut in ihren Gemeinden besonders hart betroffen sind. Der Anfang war ganz einfach: eine Handvoll Jugendlicher aus der Schönstatt-Bewegung haben einfach angefangen, etwas zu tun …

Dequení: der Name kommt aus der Heiligen Schrift, Mk 10,14: Lasst die Kinder zu mir kommen,  Dejad que los niños vengan a mí, Dequeni.

Heute ist Dequeni eine Organisation der Zivilgesellschaft Paraguays mit reicher Erfahrung in mehreren Programmen zu Förderung und Schutz der Kindheit. Dequeni verbindet den solidarischen Geist vieler Wohltäter, Firmen und Organisationen mit dem Wunsch, den Kindern zu helfen.

In den letzten 30 Jahren hat Dequeni ununterbrochen für Kinder aus den ärmsten und am meisten gefährdeten Bereichen gearbeitet.

Dequeni ist auf der Straße entstanden, beim Spielen und Teilen mit denjenigen, die von klein auf dort arbeiten, um ihre Familie zu ernähren.

Später öffneten sie die Türen der offenen Zentren als Orte von Zuflucht, Schutz und Bildung beim Spielen, Malen und Tanzen.

Jahre später dann erreichte Dequeni die Gemeinden durch die Gemeindezentren, wo mit den Familien gearbeitet wurde und diese lernten, zum Wohl aller ihre Gemeinden zu organisieren und zu leiten.

Heute geht es Dequeni darum, die Ausbildung der Kinder von der Schule her zu fördern und zu sichern.

Seit diesem Jahr werden alle Aktivitäten in zwei strategischen Programmen gebündelt: in der frühkindlichen Förderung und in der Verbesserung der Schulbildung.

Der Schwerpunkt der Arbeit liegt in vier Bezirken: Villeta, Ypané, Arroyos y Esteros und Caaguazú.

Es wird dabei von der Schule aus gearbeitet und Bildungsnetzwerke errichtet, die zu Modellen für viele andere Initiativen in der Gesellschaft werden.

Dabei legt Dequeni Wert auf Jahresziele, Evaluation der Ergebnisse und eine hochflexible und modular angelegte Struktur. Bewegung, würde Pater Kentenich das nennen. In jeder Gemeinde wird eine Grundlinie erarbeitet, um so die bedürftigsten Familien zu identifizieren.

Wichtig: jeder kann Pate oder Patin eines Kindes werden oder auch einfach Wohltäter mit einem Beitrag nach den eigenen Möglichkeiten. Derzeit werden 5.238 Kinder im Schulalter betreut, und das in 27 Schulen in  Arroyos y Esteros, Caaguazú, Villeta und Ypané.

 

Von schoenstatt.org aus bieten wir gemeinsam mit schoenstatt.pro die Möglichkeit an, hier direkt mit einem Klick online zu spenden:

oder offline:

Stichwort: Dequeni
Kontonummer: 121 483 602
Ingrid Springer, Volksbank Haltern, BLZ 426 613 30
IBAN: DE52426613300121483602
BIC: GENODEM1HLT.

In Deutschland steuerabzugsfähig.

Onlinespenden auch mit Kreditkarte sicher über die Webseite von Dequeni

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www.dequeni.org.py

Dequeni: Kindern eine Chance auf Zukunft geben

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