Veröffentlicht am 21. August 2017 In S18 Beiträge, Synode 18

Jugend, Franziskus will dir zuhören – Fabián Daniel López Cuevas, Paraguay

Der Jugendsynode entgegen: „Jugend, Franziskus will dir zuhören“

Hallo zusammen! Ich bin  Fabián Daniel López Cuevas, 26 Jahre alt, studiere Rechnungswesen an der Katholischen Universität “Nuestra Señora de la Asunción”, gehöre zur Apostolischen Schönstatt-Bewegung und bin auf dem Weg zur Ehe. Die Geschichte beginnt so:

Von ganz klein an habe ich zu Hause eine ausgeprägt katholische Erziehung erhalten. Jeden Tag kamen wir zusammen und haben mit meinen Geschwistern und meiner Mutter den Rosenkranz gebetet. Mein Vater machte da nicht mit, auch wenn er sein Leben lang ein guter Katholik war, jeden Sonntag zur Messe geht, Werke der Nächstenliebe tut und immer versucht, auf dem Weg des Gerechten zu gehen, wie es heißt. In unserem kleinen Zimmer hatten wir ein Bild der Gottesmutter; ich wusste nicht so recht, was es damit auf sich hatte, es war eben „unsere Maria“. In meinem Stadtviertel war eine Frau, die jeden Samstag die Kinder vor dem gleichen Marienbild zum Rosenkranzgebet einlud und danach allen, die gekommen waren, einen kleinen Imbiss anbot – so eine Art Belohnung für das Beten!

„Ich gehe in eine total coole Gruppe …“

Als ich dann in die Pubertät kam, ging ich samstags nicht mehr zum Beten und wir hörten auf, zu Hause zusammen den Rosenkranz zu beten; aber ich ging weiter jeden Sonntag zur Messe. Eines schönen Morgens kommt in der Schule ein Klassenkamerad auf mich zu und sagt: „Du, ich gehe in eine total coole Gruppe, das geht es voll ab, das ist da bei dem Heiligtum der Gottesmutter von Schönstatt.“ Gehen wir doch zusammen dahin! Nach den Treffen spielen  wir Fußball!“ Von diesem Tag an ging ich mit ihm zu den Treffen und bin nun schon seit 2004 Mitglied der Bewegung. Total witzig war es, als ich damals zum ersten Mal ins Heiligtum ging und das Bild der Gottesmutter in dem großen Rahmen sah, da sagte ich: „Mensch, zu der habe ich die ganze Zeit schon gebetet und hatte keine Ahnung!“ Heute ist mein Freund, der mich zur „Mater“ (wie wir in Schönstatt die Gottesmutter nennen) gebracht hat, im Noviziat der Marienbrüder in Deutschland.

Meine Berufungs-Unterscheidung

Die Schönstatt-Bewegung gab mir Werkzeuge an die Hand, die ich nicht gekannt hatte, und regte mich an zu einem entschiedenen, heroischen Leben;  nichts Außergewöhnliches oder Seltsames, nur das Gewöhnliche außergewöhnlich gut tun. Seit dieser Zeit bin ich ein Fan der Pädagogik von P. Josef Kentenich, dem Gründer der Apostolischen Schönstatt-Bewegung, und entschied, mich ganz diesem Werk hinzugeben. Damals schon begann ich mich zu fragen: „Und wenn es das Priestertum ist?“ Ich sprach mit dem Pfarrer der Pfarrei, in der ich schon so lange aktiv war, und auch meinen damaligen Geistlichen Begleiter von Schönstatt, und beide rieten mir, nachzudenken und die Antwort gründlich zu suchen, bevor ich den großen Schritt machte. Ich wurde eingeladen, an den Schönstätter Familien-Misiones im Jahr 2011 teilzunehmen, und das schien mir der geeignete Moment, meine Berufung zu klären. In einem Klima von viel Gott, Mission und Familie begriff ich, dass meine Berufung die Ehe war. Als ich mit so vielen Familien zusammenkam, die ihre Arbeit, ihre Häuser und ihre eigenen Sorgen zurückgelassen hatten, um herauszugehen und zu diesen, da habe ich in ihnen ein Spiegelbild der Heiligen Familie gesehen, und das ist mir sehr tief ins Herz gefallen. Da war mir klar, dass ich dem Reich Gottes von einer Familie aus dienen wollte.

Wir müssen nur unser Boot in seinen Händen lassen

Seit 2011 und bis heute war ich bei vielen Misiones dabei, und im Jahr 2012 schloss ich mich der Kampagne der Pilgernden Gottesmutter von Schönstatt an. Durch die Kampagne habe ich den tatsächlichen, realen Bedarf der Welt an Menschen, die ihre Zeit geben, um das Wort Gottes und eine Botschaft der Ermutigung zu bringen, verstanden. Den Bedarf an Menschen, die das fatale „Ich habe keine Zeit“ aus ihrem Vokabular gestrichen haben. Und fast ohne es zu merken, traf ich hier die Frau, die ich heiraten werde. Es ist witzig und zugleich wunderbar, wie die Gottesmutter die Dinge schiebt, damit etwas geschieht. Ich bin absolut sicher, dass unsere Begegnung  ihr Werk war. Sie hat mein Herz geformt und alles so gerichtet, dass ich zu ihrem Heiligtum kam und Schönstatt kennengelernt habe. Wie wir sagen, mit sanfter Gewalt.

Ich lade alle ein, keine Angst zu haben, Christus zu folgen, denn er wird zusammen mit seiner Mutter unser Leben so gestalten, dass wir ihm immer näher kommen. Er verlangt dafür nichts, wir müssen nur unser Boot in seinen Händen lassen, und er wird uns zu Gott führen. Echt einfach, oder?

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Original: Spanisch. Übersetzung: Maria Fischer, schoenstatt.org

Papst Franziskus will dir zuhören – und schoenstatt.org auch

 

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