Veröffentlicht am 18. November 2017 In Franziskus - Initiativen und Gesten, Haus Madre de Tuparenda

Wie feiert der Papst den ersten Welttag der Armen? Und was tun wir?

WELTTAG DER ARMEN, Maria Fischer mit Material von ACI und RV •

„Welttag der Armen“: Papst Franziskus hat ihn am Ende des Heiligen Jahres der Barmherzigkeit eingeführt, morgen, am Sonntag, 19. November,  findet er zum ersten Mal statt mit dem provozierenden Motto: Liebt nicht mit Worten, sondern mit Taten. Das klingt nach  Jesus und könnte auch von seiner Mutter sein, die den Schönstättern vor gut 100 Jahren ins Stammbuch geschrieben hat: Beweist mir erst (mit Taten), dass ihr mich wirklich liebt.

Dazu hat Papst Franziskus sich, wie nicht anders zu erwarten,  etwas ganz Konkretes ausgedacht. Nach der Messe im Petersdom sollen 1500 Menschen in Not im Vatikan verköstigt werden – allerdings nicht im Petersdom selbst, sondern einen Steinwurf davon entfernt in der vatikanischen Audienzhalle.

Das Essen am Sonntag wird von kirchlichen Hilfsorganisationen organisiert. Auch in Roms kirchlichen Suppenküchen soll es am „Welttag der Armen“ Festessen geben, ebenso in verschiedenen katholischen Seminarien und Einrichtungen in Rom. Zum Gottesdienst in St. Peter werden nicht nur Menschen in Not erwartet, sondern auch Caritas, Kirchenleute und Freiwillige, die sich für die Armen engagieren. Das offizielle Logo des Welttags zeigt zwei Menschen, die sich durch eine offene Tür die Hand reichen. Das Motto lautet: „Liebt nicht in Worten, sondern in Taten.“

 

 

Ein solidarisches Bündnis für den Dienst an den Armen

„Ach, wie sehr möchte ich eine arme Kirche und eine Kirche der Armen!“ – mit diesen programmatischen Worten ruft Papst Franziskus eine Forderung ins Gedächtnis, die im Umfeld des Zweiten Vatikanischen Konzils ihre Wurzeln schlägt.
Vierzig Diakone aus der Diözese Rom und etwa 150 Ehrenamtliche aus den Pfarreien der Diözese bedienen die Armen.

Der Welttag der Armen wurde vom Päpstlichen Rat für die Neuevangelisierung zusammen mit Caritas, der Gemeinschaft San Egidio, dem Malteserorden, Neue Horizonte, der Gemeinschaft Johannes XXIII., der Gemeinschaft Fratello 2016, Opere Antoniane de Roma, ACLI Roma Gruppen von Ehrenamtlichen organisiert.

Das Menü, das in der Audienzhalle serviert wird, kommt vom Restaurant Al Pioppeto und besteht aus verschiedenen traditionellen italienischen Gerichten.

Und dazu spielt die Band der Vatikanischen Gendarmerie, und es singt der Chor “Le Dolci Note”. Ein Fest für die Armen.

Der Welttag der Armen in den Schönstatt-Heiligtümern und bei jedem einzelnen konkret

Wie gestaltet Schönstatt den ersten Welttag der Armen? Was machen einzelne Schönstätter?

Gaby de la Garza, Unternehmerin aus Monterrey, Mexiko, verbringt den Sonntag in einem Rehabilitationszentrum für Drogenabhängige – wie so manchen Sonntag, doch diesen ganz bewusst. Ani Souberlich macht einen Besuch auf mehreren Baustellen im Umkreis von Luque und San Lorenzo in Paraguay, wo gerade weitere der „100 Häuser der Solidarität“ entstehen.

Pater Pedro Kühlcke berichtet, wie es in Tupãrenda an diesem 19. November sein wird. “Am Sonntag machen wir zum Welttag der Armen eine Sonderkollekte für Haus  Madre de Tupãrenda”.Heißt, für die Jugendlichen, die im Schatten des Heiligtums leben, wo solidarische Schönstätter jungen Menschen eine Hand reichen oder zwei, jungen Menschen, die in den 14, 15, 16 Jahren ihres Lebens mehr Hass, Vernachlässigung, Missbrauch, Schläge, Hunger, Ausbeutung und Kriminalität erlebt haben, als eine ganze Mediathek voller Tatorte und Sokos zusammen. Hier bekommen sie persönliche und berufliche Bildung, Essen und Kleider, ein Dach und Duschen und vor allem ein offenes Herz, ein barmherziges, mütterlich-väterliches Herz.

Allen Schönstättern und allen Menschen guten Willens, die diese Zeilen lesen, möchten wir die Chance geben, aus der Ferne bei dieser solidarischen Kollekte am Welttag der Armen teilzunehmen. Gemeinsam können wir den jungen Menschen in Haus Madre de Tupãrenda an diesem Tag ein Zeichen der Hoffnung und der Solidarität geben – und auch uns selbst.

Es ist ganz einfach.

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Schönstatt-Patres International e. V., IBAN: DE91 4006 0265 0003 1616 26, BIC/SWIFT GENODEM1DKM, Verwendungszweck P. Pedro Kühlcke, Casa Madre de Tupãrenda

Foto: Ani Souberlich, Casa Madre de Tuparenda

Der Welttag der Armen

Erstmals begeht die katholische Kirche an diesem Sonntag, 19. November, den »Welttag der Armen«. Die Idee dazu hatte Papst Franziskus am Ende des Heiligen Jahres der Barmherzigkeit 2016. Der Tag soll künftig immer am zweiten Sonntag vor dem Advent begangen werden.

In der Papst-Botschaft zum Welttag macht Franziskus konkrete Vorschläge: Pfarreien sollten »Gelegenheiten zur Begegnung und Freundschaft, aber auch zur Solidarität und konkreten Hilfe« schaffen. Und sie sollten die Ehrenamtlichen, die sich um die Armen kümmern, wie auch die Armen selbst zum Gottesdienst einladen.

Live mit Papst Franziskus am Welttag der Armen
Radio Vatikan überträgt am Sonntag die Papstmesse im Petersdom am ersten Welttag der Armen. Wir starten kurz vor 10 Uhr und enden mit dem Angelus. Papst Franziskus führte den Welttag der Armen vor einem Jahr in den katholischen Gedenkkalender ein und legte ihn jeweils auf den Sonntag vor Christkönig. Seine Botschaft zum ersten Welttag der Armen finden Sie hier.

Hier können Sie die Live-Übertragung mitverfolgen! Original und deutscher Kommentar

Botschaft von Papst Franziskus zum Welttag der Armen 2017

Ein Jahr nach der Eröffnung von Haus Madre de Tupãrenda

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