Veröffentlicht am 7. Februar 2018 In Kirche - Franziskus - Bewegungen

Ein ganzes Land „im Papst Franziskus-Modus“

PAPST FRANZISKUS IN PERU, Manuel Huapaya •

Vor wenigen Tagen hat Papst Franziskus seine Reise nach Chile und Peru beendet. Intensive Tage für den Bischof von Rom, der in unsere Länder kam, um unseren Völkern Frieden, Einheit und Hoffnung zu bringen (Chile: „Meinen Frieden gebe ich euch“, Peru: „Geeint in der Hoffnung“). Sein Besuch in Peru war ein Wunsch, der immer und immer mehr wuchs, je näher der Termin rückte. Am Donnerstag, dem 18. Februar, verfolgten wir im Fernsehen seine letzte Messe in Chile, in Iquique, und den Abflug nach Peru, und die Freude, dass er nun bald peruanischen Boden berühren würde, war überwältigend. Seine Ankunft war für 17.20 Uhr vorgesehen. Sobald die Flugradare anzeigten, dass Franziskus den peruanischen Luftraum erreicht hatte, stiegen fünf Maschinen der Luftwaffe auf, um den hohen Gast zu begleiten, und ganz Peru war für die kommenden Tage im Ausnahmezustand, oder wie die Presse sagte,  @modopapafrancisco, im „Papst-Franziskus-Modus“. Kurz vor 17.20 Uhr erschien Papst Franziskus in der Tür des Flugzeugs, ein Gesicht voller Freude, auch wenn man ihm Müdigkeit und Sorge ansah.

Sie wollen ihn nur sehen

Die Menschen strömten begeistert auf die Straßen, durch die er fahren würde, und es war ihnen egal, dass er nicht anhalten würde, sie wollten einfach nur sein Gesicht sehen und vielleicht im Herzen spüren, dass Christus in ihrer Mitte unterwegs war. Alle Straßen seiner Fahrt vom Ausgang des Flughafens bis zur Nuntiatur waren von Tausenden von Menschen gesäumt, die ihn einfach sehen und wenn es möglich wäre, berühren wollten. Bevor er in das Haus ging, wo er in diesen Tagen wohnen würde, machte er einen Halt und gab uns trotz seiner sichtlichen Müdigkeit den Segen, wir beteten zur „Mutter“, wie er sie nennt, und am Ende bat er uns wie immer, für ihn zu beten.

Geschenk und Herausforderung für Schönstatt in Peru

Für uns war es ein Geschenk und ein persönlicher Gruß der Gottesmutter, dass er an einem 18. ankam und dass er am 20. Januar Trujillo besucht hat, die Stadt, in der das erste Schönstatt-Heiligtum von Peru steht. Seine Zeit in Peru wollte eine Wiederbelebung des Glaubens unseres Volkes sein, uns in unserer Aufgabe herausfordern und zu neuen Herausforderungen einladen. Als er von der Wegwerfkultur sprach, klang für uns vieles vom 31. Mai, dem Anspruch des organischen Denkens, Liebens und Lebens, an. Als er von Maria und ihrer Rolle, ihrem Handeln als Mutter sprach, von der heutigen Kultur, die uns dazu verleitet, ohne Mütter leben zu wollen, da kam uns das Liebesbündnis in den Sinn. Vor seiner Abreise bat er uns, uns nicht die Hoffnung rauben zu lassen, und wir hörten das Wort Pater Kentenichs: Mit Maria hoffnungsfreudig und siegesgewiss in die neueste Zeit. Franziskus hat uns ständig Worte Pater Kentenichs ins Gedächtnis gerufen, auch als er unseren Bischöfen sagte, sie müssten das andere Ufer erreichen, um die Entfernten und Verstreuten zu suchen. Unser Vater sprach vom Neuen Ufer…

 

Lasst euch nicht die Hoffnung rauben

Für viele war es bei der Begegnung mit Franziskus und beim Betrachten seines Handelns wichtig, festzustellen, dass der Hirte unserer Kirche ein Mensch ist, der tagtäglich um seine Heiligkeit ringt, der sich schwach weiß angesichts der riesigen Aufgabe, die auf seinen Schultern liegt, der trotz seiner Müdigkeit uns zulächeln „musste“, weil er wusste, wie sehr wir ihn erwartet hatten und der uns bei jeder Botschaft drängte, eine andere Welt zu gestalten, unseren Großeltern zuzuhören, unsere Wurzeln und unsere Identität nicht zu verlieren. Heute haben wir so viel im Gedächtnis und im Herzen, dass wir Bücher schreiben könnten!

Jetzt ist Zeit, im Alltag das nachzukosten, was er uns geschenkt hat. Zwei seiner letzten Botschaften klingen besonders nach. Die erste ist ein tägliches Fragen: „Hast du das alles morgen oder nächste Woche schon wieder vergessen?“ Und die zweite, die uns immer und in jeder Situation begleitet: „Lasst euch nicht die Hoffnung rauben.“

Danke, Franziskus, für deine Schlichtheit, deine Einfachheit, dein offenes Lächeln bei der Begegnung mit Kindern und Jugendlichen, deine Zärtlichkeit gegenüber den Alten und Kranken, deine ernsten Gesten; danke, dass Maria in jedem Moment präsent war, danke für den Segen vom Balkon der Nuntiatur, danke für deine klare, deutliche Ansage an die Regierung unseres Landes. Wir beten für dich und kämpfen gegen unsere Schwächen für eine heilige Kirche, deren Handeln mit ihrer Botschaft übereinstimmt.

 

Original: Spanisch. Übersetzung: Maria Fischer, schoenstatt.org

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