Veröffentlicht am 13. April 2017 In Covenant Life

Belmonte-Tag in Wiesbaden

DEUTSCHLAND, Cordula-Maria Leidig •

Wie im Diözesanfamilienrat beschlossen wurde, findet nun im Heiligtum der Vatertreue in Wiesbaden an jedem 8. des Monats (außer in den Sommerferien) ein sogenannter „Belmonte-Tag“ statt.

Am Samstag, 8. April, war es wieder so weit:

Im Heiligtum beginnend mit der Heiligen Messe und Geistesneuerung trafen wir uns anschließend zu einem ausgedehnten Frühstück im Pater-Kentenich-Haus.

Im Austausch merkten wir, dass wir selbst zwar verstehen, was uns Belmonte bedeutet, aber damit dieser Gedanke Kreise zieht, sollten wir noch besser formulieren, was wir meinen.

Ein Bild der Kirche, wie das Konzil es gezeichnet hat

Am 8. Dezember 1965 hat Pater Kentenich bei der geistigen Grundsteinlegung für Belmonte sehr deutlich das neue Bild der Kirche gezeichnet. Belmonte steht dafür, Schönstatt, das Erbe von Pater Kentenich, sein Verständnis von Kirche und seine Pädagogik der ganzen Kirche zur Verfügung zu stellen.

Pater Kentenich war seiner Zeit voraus. Wenn man heutigen Theologen berichtet, wie Pater Kentenich direkt am Ausgang des Konzils die neue Kirche beschrieb, staunen viele von ihnen, dass unser Gründer das damals schon so deutlich erkannte!  „Den anstehenden Gestaltwandel der Kirche kennzeichnet er holzschnittartig in der Zeit seines Exils (1951-1965) mit der Umstellung von einem Nachwuchschristentum zu einem Wahlchristentum, von einem Rechtschristentum zu einem Liebeschristentum, von einem Rückzug ins Ghetto zu einem Erobererchristentum und von einem Klerikerchristentum zu einem Laienchristentum.“ (s. Peter Wolf, „Erneuerte Kirche“, Patris-Verlag 2004, S. 20)

Wie unser Kirchenbild das Handeln prägt

Während des gemeinsamen Austauschs beim Belmonte-Tag gaben wir einander Zeugnis, wie wir versuchen, unsere Begegnungen innerhalb und außerhalb der Kirche von diesem neuen Kirchenbild zu prägen:

Junge Menschen, die vor ein, zwei Jahren gefirmt wurden, werden ermutigt, mit einem selbst ausgewählten Bibeltext den jetzigen Firmanden Zeugnis zu geben, was Kirche, was der Glaube, was Gott ihnen bedeutet. So werden junge Laien befähigt, ihren Glauben zur Sprache zu bringen.

Unsere Gruppenarbeit in den Gliederungen bietet Raum, dass nicht nur die Gruppenleiter ihr vorbereitetes Programm darbieten, sondern alle Mitglieder der Gruppe zu einem lebendigen Austausch über ihren Glauben, über ihre Beziehung zu Gott und zur Gottesmutter finden.

Letztlich ist es so, dass das Verständnis der neuen Kirche unsere Identität prägt und wir versuchen, wo immer wir sind, diesen Geist auf ganz natürliche Weise einfließen zu lassen.

Die Belmonte-Tage helfen uns, einander darin zu ermutigen und zu bestärken.

Zum Abschluss des Treffens erneuern wir unser Liebesbündnis und vereinbaren den nächsten Termin.

Wir treffen uns wieder am 8. Mai, beginnend mit Rosenkranz und Abendmesse (ab 17.30 Uhr) im Heiligtum auf dem Freudenberg. Am 8. Juni treffen wir uns im Rheingau in Mittelheim, 17.15 Uhr eucharistische Anbetung, anschließend Hl. Messe und Austausch. Nach der Sommerpause ist das erste Treffen am 8. September, wieder auf dem Freudenberg, beginnend mit der Heiligen Messe um 18 Uhr.

Mehr zu Belmonte: www.roma-belmonte.info

Foto: Palmsonntag in Belmonte, Palmprozession der Pfarrei

 

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